Raspberry Pi – Bildschirmschoner zuverlässig ausschalten

Ich durfte einige Raspberry PIs für Wanddisplays installieren, was auch problemlos geklappt hat. Einzige Hürde war der Bildschirmschoner, der mir immer wieder dazwischen funkte. Leider waren alle Anleitungen im Internet dazu veraltet oder funktionierten nicht.

Darum nun hier meine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man den Bildschirmschoner am Raspberry Pi zuverlässig deaktivieren kann.

Datei /etc/khd/config editieren (Info: unter Raspian Jessie gibt es diese Datei nicht mehr – da sind dann nur der restlichen Dateien in diesem Artikel zu ändern):

BLANK_TIME=0
BLANK_DPMS=off
POWERDOWN_TIME=0

Neues Verzeichnis anlegen:  /etc/X11/xorg.conf.d

In diesem Verzeichnis eine neue Datei anlegen, beispielsweise mit dem Namen 01-disable-monitor-off.conf

Mit einem beliebigen Editor in der Datei folgendes eintragen:

Section “ServerFlags”
Option “BlankTime” “0″
Option “StandbyTime” “0″
Option “SuspendTime” “0″
Option “OffTime” “0″
EndSection

Und dann noch – Datei  ~/.xinitrc anlegen mit diesem Inhalt:

xset s off
xset -dpms
xset s noblank
exec /etc/alternatives/x-session-manager

Jetzt noch den Rasperry Pi neu starten und schon ist es vorbei mit Bildschirmschoner und Energiespar-Funktionen die ihn schlafen schicken. Somit stand meinem Projekt eines permanent eingeschalteten Displays nichts mehr im Wege.

7 Kommentare

  1. markus w.

    Klasse das hat mir sehr bei meinem aktuellen Projekt geholfen.
    Danke

    Antworten
  2. Werner L.

    Ich möchte mich herzlichst bei Ihnen für den obigen Beitrag bedanken.
    Endlich kann ich das neue Volumio benutzen, ohne das mir der Bildschirmschoner
    dazwischen funkt.

    Antworten
  3. Gunter B.

    Herzlichen Dank!
    nach langer Suche die erste Anleitung, die wirklich funktioniert. (hier bei Volumio 2)

    Danke für die Mühe !

    Antworten
  4. Christian Lösel

    So wie es aussieht nutzt einem diese Anleitung nur dann etwas wenn man LINUX Kentnisse hat. Sprich LINUX programmieren kann. Schade.

    Antworten
    1. Thomas Weiland (Beitrags-Autor)

      Sehe ich nicht so – wenn man ne Raspi hat, sollte es kein Problem sein, ein paar Dateien zu editieren. Wo ist das Problem? Wenn was nicht klappt, helfe ich gerne -> einfach schreiben!

      Antworten
      1. Christian Lösel

        Hallo!

        Danke für deine Antwort. Nun ich sitze jetzt seit gestern Mittag davor und komm nicht wirklich weiter. Wie schon erwähnt hab ich null Ahnung von LINUX. Ich setze den Pi bei mir zur Hausautomation ein und da brauche ich das nicht wirklich. EGAL.
        Ich weis wie ich eine Datei editiere. OK
        Ich habe aber null Ahnung wie ich eine Datei anlege und soll die Datei dann wirklich „xorg.conf.d“ heisen.
        Dateinamen mit einem Punkt im Nahmen???
        Oder dieser Satz “ Und dann noch – Datei ~/.xinitrc anlegen mit diesem Inhalt: “
        Wo und wie erstellen und eine Date mit einem PUNKT vorne dran??? geht das wirklich alles in LINUX, keine Ahnung.

        Danke für deine Mühe.

        Antworten
        1. Thomas Weiland (Beitrags-Autor)

          Hi, xorg.conf.d ist ein Verzeichnis! Verzeichnisse legt man mit dem Befehl mkdir an, Dateien mit touch. Also: /etc/X11/xorg.conf.d und dann touch /etc/X11/xorg.conf.d/01-disable-monitor-off.conf -> dann hast Du eine leere Datei, die Du editieren kannst.
          Die Tilde ~ steht für eine Shell-Extension, also quasi eine Abkürzung, die immer auf /home/BENUTZERNAME/ verweist.
          Die Datei kannst Du dann auch mit touch ~/.xinitrc anlegen. Der Punkt am Anfang des Dateinamens bedeutet, das diese in der grafischen Oberfläche nicht sichtbar ist.

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