Plesk – Umzug auf anderen Server mit dem Transfer- und Migrationsmanager

Wie ich gestern geschrieben habe, musste dieser Server ja umziehen. Damit das ganze möglichst bequem, schnell und einfach ging, habe ich den Plesk Transfer- und Migrations-Manager verwendet.

Diesen kann mal als Erweiterung in Plesk nachinstallieren. Man sollte am neuen Server ähnliche Pakete installiert haben wir am Quellserver. Unter Tools & Einstellungen findet man dann den Punkt „Migrations- & Transfermanager“.

Das ganze ist relativ selbsterklärend. Man kann noch angeben, ob nur einzelne Domains oder alles übertragen werden soll. Wenn SSH auf einem anderen Port als der 22 am Quellserver läuft, muss man das auch noch vermerken. Das ganze lief bei mir dann auch, obwohl die eigentlichen Serverdienste (Apache) nicht mehr funktionsfähig waren.

Für den reibungslosen Ablauf empfielt sich folgende Reihenfolge.

  1. SMTP- und Apache-Dienste am Quell- und Zielserver beenden (über Plesk-Panel)
  2. Umzug per Migrationsmanager starten
  3. Domaineinstellungen von altem auf neuen Server ändern. Wenn man vorher von dem Umzug wusste, macht es Sinn, 1-2 Tage vorher den TTL-Wert der Domains auf einen niedrigen Wert wie z.B. 15 Minuten herunterunterzusetzen. Ansonsten dauert es nach der Änderung der DNS-Einstellungen zwischen 24 und 48 Stunden, bis man wieder per Domainname erreichbar ist!
  4. Wenn der Migrationsmanager läuft, kann man sich aus Plesk abmelden – man muss nicht vor dem Rechner sitzen! Über den Punkt „Transfer- und Migrationsmanager“ kann man jederzeit den aktuellen Fortschritt anzeigen.
  5. Im Webinterface des Serveranbieters sollte man den Reverse-DNS-Eintrag auf einen gültigen Wert setzen. Ansonsten wird man beim Versand von Mails Probleme bekommen, da SPAM-Filter häufig den rDNS abfragen.
  6. Wenn die Migration fertig ist, sollte man nochmal nachschauen, ob kein Fehler zurückgemeldet wurde. Wenn alles ok ist, dann „darf“ man die Serverdienste (SMTP und Apache) wieder starten.
  7. Nachdem die Dienste gestartet sind, sollte man alle Webseiten und Mailempfang und -versand mal testen.

Bei mir lief der Transfer zunächst gut, beim Test stellte ich dann aber fest, das die Let’s Encrypt Zertifikate der Subdomains deaktiviert waren. Das war dann aber zum Glück schnell und einfach behoben.

pmm

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