Plesk – Serverumzug dank Migrations- und Transfer-Managers sehr einfach

Der Betreiber meines vServers hatte ein glückliches Händchen dafür, mehrmals in Folge richtig Mist zu bauen. Die letzte Pannenserie führte dazu, das der Virtuozzo-Container irreparabel beschädigt war, aber noch ohne größere Probleme lief. Aber einige wichtige Dinge, wie z.B. Updates gingen nicht mehr. Nun mietete ich mir einen neuen vServer bei Strato. Alles ging sehr schnell, aber die Daten mussten irgendwie vom alten auf den neuen Server. Was tun?

Auf beiden Servern lief Plesk 12.5. Zeit den Migrations- und Transfer-Manager zu starten. Einfach am neuen Server installieren, IP-Adresse, ssh-Port und Root-Zugangsdaten eingetragen und schon startet der Transfer. Bei mir hat es dann gut 50 Minuten gedauert und alle Daten waren am neuen Server verfügbar. Auf den ersten Blick sah zunächst mal alles gut aus. Ein paar kleine Einschränkungen gab es aber:

  • Die SSL-Zertifikate der Domains waren wieder aktiviert, bei allen Subdomains wurden sie zwar auf den neuen Server kopiert, aber nicht aktiviert. Also dann halt manuell jeweils in den Subdomains wieder das richtige SSL-Zertifikat ausgwählt. Sehr blöde Klickarbeit, aber machbar
  • Das manuell für den Mailserver (IMAP und SMTP) installierte SSL-Zertifikat wurde nicht übernommen und musste manuell kopiert werden
  • Ich hatte einen Moodle-Server installiert, der seine Daten außerhalb des WWW-Verzeichnisses speichert. Auch diese musste ich noch manuell kopieren
  • In der Vergangenheit nutzte ich eifrig das Wordpress-Toolkit, das mir die Verwaltung zahlreicher Wordpress-Installationen sehr erleichterte. Der Migrations-Manager brachte hier im Log eine Fehlermeldung zu Tage, das diese Funktion deaktiviert wurde, da meine neue Plesk-Lizenz das nicht unterstützt.

Der letzte Punkt beschäftigte mich aber leider länger. Scheinbar gibt es sehr unterschiedliche Plesk-Lizenzen. Mein alter Provider hatte mir eine Lizenz für 30 Domains ausgestellt, in der ziemlich alles freigeschaltet war. Strato dagegen nur eine Lizenz für 10 Domains. Aber halt: in der Werbung auf der Homepage stand das doch anders. Was ist da falsch? Nun ganz einfach: Sobald man 10 Domains (können auch Dummy-Domains sein) angelegt hat und somit alle Domain-Lizenzen aufgebraucht sind, dauert es ca. 24 Stunden bis Strato die Lizenz auf eine vollständige Lizenz upgradet. Das ganze ist kostenlos und man muss lediglich im Punkt „Lizenzverwaltung“ auf das Icon „Schlüssel abrufen“ klicken. Daraufhin erhält man auch hier eine Lizenz für 30 Domains, in der dann auch das Wordpress-Toolkit freigeschaltet ist. Wenn wir dann schon bei kostenloser Lizenzerweiterung sind: im Config-Menü von Strato kann man außerdem eine kostenlose Kaspersky-Antivirus Lizenz für 10 Postfächer aktivieren. Man hat also die Wahl alle Postfächer mit Dr. Web zu sichern, oder 10 Stück mit Kaspersky. Ein Mischbetrieb geht aber nicht!

Die nächsten Tage bringe ich noch ein paar Artikel, was beim Umzug noch alles zu beachten ist, damit es möglichst schnell und reibungslos klappt.

plesk-migrator

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