LibreOffice Präsentationen verkleinern und Hilfe bei extrem langer Speicherdauer

Eine Kollegin hatte eine LibreOffice-Präsentation, die beim speichern extrem lange Zeit (mehr als 10 Minuten) benötigt hat. Außerdem war die Präsentation über 15 MB groß und musste um sie per Mail zu verschicken verkleinert werden.

Beide Probleme kann man mit Bordmitteln von LibreOffice bequem und einfach beheben – der Menüpunkt „Extras / Präsentation komprimieren“ hilft hier weiter.

Beim Schritt 3 kann man die JPEG-Qualität in % angeben. Kleinere Werte bedeuten kleinere Dateien, aber auch schlechtere Bildqualität. Empfehlenswert sind hier Werte von 70 bis 80%, da man hier einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße erreichen kann.

Die rot markierte Option „Verknüpfungen zu externen Grafiken lösen“ behebt das Problem, das LibreOffice extrem lange Zeit benötigt oder auch gar nicht mehr reagiert, wenn man eine Datei abspeichern will. Das Problem entsteht meist indem man Inhalte über die Zwischenablage einfügt und dann ggf. Verknüpfungen auf externe Netzwerkressourcen bestehen. Hier werden diese Netzwerkdaten lokal in die Datei integriert und alles ist dann wieder schnell. (vereinfacht ausgedrückt).

OLE-Objekte sind auch ein weiterer Grund für lange Speicherzeiten oder Kompatibilitätsprobleme. Sowas entsteht z.B. wenn man eine Excel-Tabelle in eine LibreOffice-Präsentation einfügt. Vorteile von OLE ist, das man das Objekt noch bearbeiten kann. Nachteil ist aber, das es relativ groß und langsam ist bzw. auf Rechnern ohne die eingebettete Anwendung (in dem Beispiel MS Excel) nicht bearbeitet werden kann. Müssen die Daten nicht mehr nachträglich geändert werden, kann man hier die Option wie im Bild gezeigt auswählen. Muss man noch Änderungen vornehmen, sollte man diese Option aber nicht aktivieren.

Auf der letzten Seite wird dann noch eine Zusammenfassung angezeigt. In meinem Beispiel wurde die Präsentation von 14,2 MB auf 7,3 MB verkleinert.

Es empfiehlt sich hier immer an dieser Stelle, nur mit einer Kopie des Dokuments zu arbeiten und die unkomprimierte Version als Archivkopie stehen zu lassen. Hat man beispielsweise die JPG-Qualität zu niedrig gesetzt, hat man sonst keine Möglichkeit mehr, die dann sehr schlechte Qualität der Präsentation wieder auf akzeptables Niveau zu bringen.

Fazit: Diese gut versteckte Funktion in LibreOffice sollte jeder kennen, der häufig mit Präsentationen arbeitet und diese auch mit anderen Personen per Mail austauschen muss.

 

iPad/iPhone startet nach Update nicht mehr – Maßnahmen zur Wiederbelebung

Jetzt ist es passiert – ich habe an einem iPad ein iOS-Update gemacht und danach zeigte es nur noch den Apfel auf dem Display an. Alle weiteren Versuche endeten auch immer mit einem Apfel auf dem Display.

Was macht man nun?

Wir benötigen einen Windows- oder Mac-Rechner mit installiertem iTunes. Dann schaltet man das iPad aus. Dann drückt man den Home-Button und hält ihn gedrückt, während man das iPad mit dem Rechner verbindet. Am iPad wird nun das iTunes-Symbol angezeigt und iTunes sollte sich mit der untenstehenden Meldung äußern:

Zunächst kann man „Aktualisieren“ ausprobieren. Hier wird das iOS nochmal installiert, und die Daten sollten erhalten bleiben. In meinem Fall half nur ein „Wiederherstellen“ weiter, was im Prinzip einer kompletten Neuinstallation incl. Formatierung entspricht. Hierbei gehen die Daten verloren, d.h. man kann danach seine (hoffentlich) vorhandene Datensicherung zurücksichern.

CDs am Mac brennen oder kopieren

Früher (ja – das Wort nutze ich in letzter Zeit häufig) hatte ich an meinem Windows-PC die Software Nero, um damit bequem und einfach CDs zu brennen. Hauptsächlich machte ich damit 3 Dinge:

  • CDs 1:1 kopieren
  • Daten auf CD kopieren
  • Musik-CDs mit CD-Text fürs Auto erstellen

Die ersten beiden Punkte habe ich am Mac auch mit zusätzlicher Software realisiert, den letzten mit Bordmitteln.

Die kostenlose Brennsoftware „Burn“ ist zwar schon etwas älter, funktioniert aber auch in der aktuellen MacOS-Version noch immer problemlos. Die Software kann man kostenfrei hier bei SourceForge herunterladen.

Nach der Installation öffnet sich ein kleines, übersichtliches Fenster in dem man Daten, Audio, Video oder Kopie auswählen kann. Das ganze ist relativ selbsterklärend und funktioniert einfach. Für das was ich brauche an sich genau das richtige Tool, darum verwende ich das fast immer.

Bei meiner Suche nach einer Brenn-Software bin ich aber noch auf ein anderes Tool gestossen: LiquidCD. Beim Hersteller selbst kann man das nicht mehr herunterladen, aber bei ComputerBild wurde ich dann fündig.

Die Oberfläche ist etwas schöner als bei Burn, aber vom Funktionsumfang her ist sie kaum unterschiedlich. Außer das es noch einen Punkt „Fotos“ gibt.

 

Und zu guter letzt dann noch die Themenstellung, wie man eine Musik-CD mit iTunes erstellen kann, die dann auch CD-Text dabei hat, der auf dem Display im Auto angezeigt wird. Das geht sogar mit Bordmitteln sehr einfach. Zunächst importiert man die Musik in iTunes. Dann erstellt man mit „Ablage / Neu / Playlist“ eine neue Plalist und fügt hier alles hinzu, was man auf die CD brennen will. Hat man das erledigt, führt der Befehl „Ablage / Playlist auf Disc brennen“ zum Erfolg.

LibreOffice – bestimmte Zeilen oder Spalten auf jeder Seite andrucken

Eine Kollegin hatte ein langes LibreOffice Calc-Arbeitsblatt mit sehr vielen Datenzeilen darin. Nun wollte sie, das eine mehrzeilige Überschrift, die aber nicht in der ersten Zeile begonn, auf jeder Seite mit angedruckt wird. Meine spontante Idee mit Kopfzeilen waren keine Hilfe, da man eine Kopfzeile zwar nutzen kann um eine Seitenzahl oder den Dokumentnamen anzudrucken, nicht aber um passgenau die Beschriftung der Spalten anzubringen.

Vereinfacht habe ich das mal hier dargestellt – die rot markierten Zeilen sollten auf der Seite oben gedruckt werden, die Zeilen 1 und 2 nur auf der ersten Seite.

Die Lösung:

Der Menüpunkt „Format / Druckbereiche / Bearbeiten…“ öffnet dieses Fenster. Hier wählt man „Wiederholungszeilen / -benutzerdefiniert-“ aus. Rechts kann man dann entweder die Zeilenzahl in der Form $Zeilennummer_Start:$Zeilennummer_Ende reinschreiben, oder diese mit der Schaltfläche rechts davon mit der Maus markieren. Wenn man jetzt mit „OK“ bestätigt, hat man auch schon den gewünschten Effekt erreicht.

In meinem Beispiel würde es auch noch Sinn machen die Leerzeile 6 mit aufzunehmen, da sonst auf der zweiten Seite keine Leerzeile zwischen Überschrift und Daten gedruckt wird. Mit dem Menüpunkt „Datei / Druckvorschau“ kann man sich sofort vom Ergebnis am Bildschirm überzeugen, ohne unnötig Papier zu verschwenden.

Das ganze kann man übrigens auch mit Spalten machen – hier hilft dann das Feld „Wiederholungsspalten“ weiter.

TeamSpeak 3 am Windows Server dauerhaft starten lassen

Kürzlich durfte ich einen TeamSpeak 3-Server auf einem Windows-Server installieren. An sich kein Problem, wenn man die Software nach jeder Anmeldung manuell startet. Schlecht ist das aber, wenn man die Software in einer RDP-Sitzung laufen lässt und dann z.B. durch versehentliche Abmeldung oder einen Server-Neustart danach der Teamspeak-Server nicht mehr läuft. Es musste also eine Lösung her, die TeamSpeak zuverlässig beim starten des Servers startete. Im Internet fand ich einiges dazu, aber das meiste war mit kostenpflichtigen Tools realisiert. Dabei geht es ganz einfach mit Bordmitteln!

Zunächst sollte man den TS3-Server einmalig manuell starten, damit man den Server-Key angezeigt bekommt, den man später zur Administration benötigt. Danach kann man ihn gleich wieder beenden.

Jetzt startet man am Server die Aufgabenplanung und legt hier eine neue „einfache Aufgabe“ an. Ich habe mal einzelne Screenshots davon gemacht.

Der Name und die Beschreibung sind eigentlich egal.

Über den Trigger wird gesteuert, wann die Aufgabe gestartet werden soll – hier macht nur „Beim Start des Computers“ Sinn.

Die Aktion muss „Programm starten“ heißen. Als Programm hinterlegt man den kompletten Pfad zur ts3server.exe. Bei „Starten in“ habe ich später auch noch den Pfad des TS3-Verzeichnisses eingetragen – vermutlich ist das hier an der Stelle schon sinnvoll.

Danach bearbeitet man die Aufgabe nochmal, da man hier noch zwei Dinge ändern sollte.

Zunächst auf der Registerkarte „Allgemein“ – hier muss „Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen“ ausgewählt sein. Wenn man das Fenster später mit „OK“ verlässt, muss man gültige Anmeldedaten eingeben!

Auf der Registerkarte „Trigger“ sollte man die Aktion nochmal bearbeiten und „Verzögern für 1 Minute“ aktivieren. Ansonsten kann es sein, das der Server gestartet wird, bevor die Netzwerkverbindung verfügbar ist, was dann nicht funktioniert und auch wenn die Netzwerkverbindung später hergestellt wird, nicht immer zuverlässig klappt. 1 Minute hat sich bei mir als guten Wert erwiesen.

Und zu guter letzt sollte man die Optionen auf „Einstellungen“ so setzen, wie im folgenden Screenshot zu sehen.

Das wars dann auch schon mit der Konfiguration. Wenn auf dem Server nichts lebensnotweniges läuft, sollte man jetzt mal einen Neustart machen, um es zu testen.

Ich habe es bei mir mit Windows Server 2012 durchgeführt, aber es sollte auch auf Client-Windows-Betriebssystemen wie Windows 7 oder Windows 10 in ähnlicher Weiße funktionieren.

Und wer jetzt meint, TeamSpeak sei nur für Gamer interessant, den muss ich enttäuschen! Hier ging es um eine qualitativ hochwertige Tonübertragung zu einem Webinar…

Betrugsmasche – Webseiten geben vor, den Safari-Browser unter iOS zu sperren

Seit einigen Tagen gibt es eine neue Betrugsmasche im Internet. Diesmal sind iPhone- und iPad-Nutzer betroffen. Wird im Safari-Browser eine „versuchte“ Seite geöffnet, das durchaus mit Links in Mails oder Facebook passieren kann, so geht diese scheinbar nicht mehr zu. Der Browser lässt sich zwar in den Hintergrund bewegen, aber ansonsten sieht er gesperrt aus.

Der Hinweis, der angeblich vom Bundeskriminalamt kommt, fordert zur Zahlung von 200 EUR oder ähnlichen Beträgen mittels iTunes-Karten auf. Wenn man kurz darüber nachdenkt, kommt man vermutlich von selber drauf, das unsere Strafverfolgungsbehörden  niemals per iTunes-Guthabenkarten bezahlt werden wollen.

Was tun als Betroffener? Ganze einfach: Das ganze wird mit einem JavaScript realisiert und somit bekommt man das auf zwei Arten wieder weg:

Zuerst sollte man unter „Einstellungen / Safari / Erweitert“ den Punkt „JavaScript“ deaktivieren. Danach einfach den Browser öffnen und die Seite schließen. Wenn das erledigt ist, JavaScript wieder aktivieren, da es doch von vielen Homepages benötigt wird.

Wenn das nicht funktioniert, dann hilft zuverlässig unter „Einstellungen / Safari“ der Punkt „Verlauf und Websitedaten löschen“. Dann sind allerdings der Browserverlauf und alle geöffneten Webseiten auch entfernt.

 

SIM-Karten zuschneiden – was nicht passt wird passend gemacht…

Immer wieder hat man es mit alten SIM-Karten zu tun, die nicht in aktuelle Android-Handys oder iPhones passen. Neuere SIM-Karten werden meist als Universal-SIM geliefert, bei der man das passende rausdrücken kann. Aber bei alten SIM-Karten hat man es hier schwer.

Die garantiert funktionierende Lösung ist, eine Ersatz-SIM beim Provider zu bestellen. Wenn es aber eilt, oder man die kosten sparen will, kann man es auch versuche, diese zuzuscheiden. Von Standard-SIM auf Mini-SIM funktioniert das meistens ganz gut, von Standard-SIM auf Nano-SIM ist die Erfolgsquote zumindest bei mir nicht so hoch.

Wichtig für alle Nachmacher: Auch wenn man alles richtig macht, besteht die Gefahr, das die SIM zerstört wird. Ich hafte weder für beschädigte SIMs noch für beschädigte Handys!

Bewährt hat sich bei mir die von www.sim-karte-gratis.de bereitgestellte Schablone. Nein, ich werde von denen nicht gesponsort, aber diese PDF hat mir hier schon öfters treue Dienste geleistet. Einfach der Anleitung im PDF folgen und möglichst nicht zu viel wegschneiden.

Viel Erfolg beim Nachmachen!

EBay Versandlabel am Mac auf Dymo Labelwriter drucken

Da habe ich nun, um mir den Versand von EBay-Artikeln etwas zu vereinfachen, einen gebrauchten Dymo Labelwriter 400 Turbo zugelegt. Der Anschluß per USB an meinem Mac war problemlos. Auch das Drucken mit der Dymo-Software funktionierte auf Anhieb. Aber die Versandetiketten von EBay konnte ich auf Anhieb nicht drucken, da diese in einer PDF-Datei im Format DIN A4 kommen. Geht man einfach auf „Drucken“, kommt lediglich ein weißes Label aus dem Drucker. Die meisten Anleitungen zu dem Thema im Internet waren entweder für Windows, oder viel zu umständlich. Hier der einfachste Weg, den ich finden konnte:

Zunächst speichert man mit dem Speichern-Symbol das Label als PDF-Datei ab.

Dann öffnet man die PDF-Datei mit der Vorschau-App vom Mac (also dem Standard-Anzeigeprogramm für PDFs). Dort wählt man den Menüpunkt „Werkzeuge / Rechteckige Auswahl“ aus.

Dann zieht man mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um das eigentliche Label. Möglichst nahe am Text entlang. Das ganze sollte dann so wie im Bild aussehen.

Dann wählt man im Menü den Punkt „Werkzeuge / Beschneiden“ aus.

Die Meldung die dann kommt kann man bestätigen. Jetzt sollte das Label ohne große weiße Ränder angezeigt werden.

Und zu guter letzt ruft man die normale Druckfunktion auf.

Hier sind auch einige Einstellungen wichtig:

Papierformat – hier muss man das Papier auswählen, das man im Labeldrucker hat – in meinem Fall „99012 Large Address“.

Die Ausrichtung muss auf Querformat umgestellt werden.

Ansonsten die Einstellungen wie im Bild und schon klappt es mit dem Drucken.

Viel Erfolg bei der Nutzung eures Dymo Labelwriters am Mac. Das ganze sollte auch mit anderen Dymo-Modellen oder mit Labelwritern anderer Hersteller gehen.

Viel Erfolg beim Drucken von EBay-Versandlabeln!

 

Kobil TAN-Generator – Suche nach Anfang…

Ein Bekannter hatte kürzlich das Problem, das sein Kobil TAN-Generator beim Onlinebanking per SmartTAN Plus / chipTAN nur noch „Suche nach Anfang“ brachte. Er war dann irgendwann genervt und ich durfte mich mit dem Thema befassen. Bei ihm ist das Problem nach einem Rechnerwechsel entstanden.

Zunächst mal der Standard-Hinweis:

Beim Flickerbild kann man im Onlinebanking mit der Lupe die Größe erhöhen oder verringern. Am Ende muss das Flickerbild so groß sein, das der Abstand zwischen den beiden Dreiecken genauso hoch ist, wie der Abstand am Leser. Die beiden Schaltflächen neben „Geschwindigkeit“ kann man nutzen, um die Geschwindigkeit anzupassen. Ändert man den Wert, wird kurz in gelb-orange der eingestellte Prozentwert in den Flickercode eingeblendet. Der Standard-Wert ist hier 80% und den sollte man auch für erste Versuche einstellen. Hat man irgendwann seine optimale Einstellung gefunden, empfielt es sich, den Haken bei „Speichern“ zu setzen. Das ganze wird aber im Browser als Cookie gespeichert, also alles andere als Dauerhaft und darum sollte man sich dann den passenden Prozentwert auch noch merken.

Bei meinem Bekannten hat die Einstellung hier leider nicht viel gebracht. Von 5 Versuchen hat gerade mal einer geklappt. Also weiter – was kann man noch tun?

Zunächst mal: Bildschirmhelligkeit auf Maximum setzen. Gerade bei Notebook-Bildschirmen ist das wichtig. Bei Fest-PCs gibt es bei einigen Bildschirmen einen „ECO-Modus“, der die Helligkeit reduziert. Auch der sollte aus sein. Wenn man am Arbeitsplatz eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen hat, sollte man die zum testen auch mal abschalten, da diese durchaus die Übertragung negativ beeinflussen könnten.

Beim Kobil TAN-Leser gibt es eine Taste „MENU“. Wenn man eine EC-Karte einlegt und auf MENU drückt, kommt man ins Menü des Kartenlesers. Hier kann man dann auf den Menüpunkt „Leser“ / „Flickermodus“ gehen. Standardmäßig ist der Flickermodus auf 00 gesetzt. Diesen Wert sollte man nun zunächst mal auf 01 und wenn das nichts hilft auf 02 setzen.

00 = Standardwert
01 = Empfohlene Einstellung für 24 Zoll-Bildschirme
02 = Empfohlene Einstellung für Hochglanz-Bildschirme

01 & 02 verringern allerdings die Batterielebensdauer!

Empfehlung ist, hier erstmal auf 01 zu gehen und es dann nochmal mit 80% Geschwindigkeit versuchen. Wenn es damit funktioniert, vorsichtig die Geschwindigkeit hoch setzen. Wenn es mit 01 und 80% nicht funktioniert, sollte man auf den Lesermodus 02 gehen und es hier nochmal mit 80% testen und wenns klappt auch da höher gehen.

An meinem Rechner verhielt es sich so, das ich mit Modus 00 bis 120% stabile Übertragungen hin bekam, bei 02 dagegen war bei 90% Schluß. Bei meinem Bekannten war Modus 01 und 90% ein brauchbarer Wert.

Wenn alles nichts hilft und man dem Onlinebanking der Bank die Schuld gibt, sollte man die Leserfunktion mit der Flickersupport-Seite vom Hersteller Kobil überprüfen. Hier wird der gleiche Flickercode wie im Onlinebanking gezeigt und man kann mal etwas damit herumprobieren.

Und wenn alle Stricke reissen, hilft es auch mal, es mit einem anderen Browser (z.B. Mozilla Firefox, Google Chrome oder Internet Explorer) zu testen.

 

Erfahrungsbericht: Zahlungzensur bei Paypal – unglaublich…

Am 01. Januar 2017 fand ich auf der Internetseite vom Weltenbummler Michael Fleck eine DVD die mich interessierte. Ihr Titel „Auf nach Cuba“. Da ich die unbedingt haben wollte, bestellte ich die und zahlte wie nicht selten schnell und bequem mit Paypal. Bisher hatte ich damit nie Probleme – der Betrag wird einige Tage nach der Zahlung vom Girokonto abgebucht und gut ist.

Diesmal war es anders. Sofort nachdem ich in Paypal auf den Bezahlen-Button geklickt habe, kam eine Meldung, das meine Zahlung aus Sicherheitsgründen überprüft werden müsse. Noch dachte ich an nichts böses. Was dann aber folgte, war irgendwie weniger lustig. Erstmal bekam ich diese Mail:

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Wir brauchen Ihre Hilfe
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Guten Tag, Thomas Weiland!

Aus Sicherheitsgründen werden die Kontoaktivitäten in unserem System
regelmäßig überprüft. Vor Kurzem haben wir bei der Überprüfung Ihres Kontos
ein Problem festgestellt.

PayPal ist verpflichtet, alle weltweit geltenden regulatorischen
Vorschriften einzuhalten. Unter anderem müssen wir sicherstellen, dass
unsere Kunden, Händler und Partner bei der Nutzung von PayPal alle
gesetzlichen Vorschriften beachten.

Zur Sicherstellung der gesetzlich zulässigen Nutzung Ihres PayPal-Kontos
brauchen wir von Ihnen Folgendes:

1. Zweck der Zahlung 91204XXXE vom 01 Januar 2017 über €18.00
sowie eine vollständige und ausführliche Beschreibung der Waren oder
Dienstleistungen, die Sie kaufen wollten. Bitte erklären Sie uns auch die
folgende Nachricht in den Transaktionsdetails „Auf nach Cuba.“

Diese Informationen können Sie uns in Ihrem PayPal-Konto unter
„Konfliktlösungen“ zur Verfügung stellen. Klicken Sie dazu in der Spalte
„Aktion“ auf „Klären“ und folgen Sie den Anweisungen.

Sollten wir bis zum 17 Januar 2017 nichts von Ihnen hören, müssen wir Ihr
Konto einschränken, bis das Problem gelöst ist.

Wir bitten um eine zeitnahe Rückmeldung. Für eventuelle Unannehmlichkeiten
möchten wir uns entschuldigen.

Viele Grüße
Ann
Ihr Team von PayPal

Daraufhin loggte ich mich etwas verunsichert in Paypal ein. Dort kam dann gleich der Hinweis, das ich mit unerlaubten Waren handeln würde, und Paypal wolle mich und meine Handelsaktivitäten näher kennenlernen und ich müsse nun begründen, was ich da eingekauft habe. Ich fange an, mich wie ein Schwerverbrecher vorzukommen. Ich habe gegen Handelsbeschränkungen verstossen, illegale Güter gekauft. Ohje. Ich fühle mich schlecht.

Na toll – was war passiert? Scheinbar existieren seit den 1960er Jahre in den USA irgendwelche Handelssanktionen gegen Cuba und jede Paypal-Zahlung die den Begriff „Cuba“ oder „Kuba“ beinhaltet wird wohl separat behandelt und geprüft.

Irgendwie erinnert mich das ganze an die Selektorenliste in der BND-NSA-Affäre. Da werden also alle Zahlungen im Hintergrund vollautomatisch und ohne Hirn gegen irgendwelche Prüflisten laufen lassen. Was passiert, wenn ich da jetzt „Atomwaffen“ in den Verwendungszweck schreibe? Kommt dann gleich ein S.W.A.T.-Team zu mir nach Hause, oder sehe ich einfach zu viele schlechte Filme.

Ich beschließe, einfach einen Screenshot des gekauften Artikels hochzuladen. Einen Tag später war mein Konto wieder freigeschaltet.

Was bleibt, ist aber ein sehr fader Beigeschmack, der mich dazu bewegt, künftig wenn irgendwie möglich kein Paypal mehr zu nutzen. Insgesamt werde ich dadurch jetzt auch meine Einstellung zur Nutzung von Diensten mit Sitz in den USA grundlegend überdenken.

Wer jetzt sagt „Aber ich habe doch nichts zu verbergen“ sollte an der Stelle mal mit diesem gedankenlosen Spruch aufhören und darüber nachdenken, wie schnell man durch seltsame, weltfremde und unverständliche Automatismen in Generalverdacht kommen kann und welche Konsequenzen sowas, wenn es dumm läuft haben kann.

Ich sage nur: keine Macht den Schlapphüten (Geheimdiensten), keine Macht totalitären Staaten und Firmen die diese unterstützen.

An dieser Stelle übrigens noch herzlichen Dank an Michael Fleck, den ich auch über das Chaos mit Paypal informiert habe. Er stand mit mir in sehr freundlichem Mailkontakt und konnte das ganze genauso wenig fassen und verstehen wie ich.