Raspberry Pi – das bunte Regenbogen Quadrat oben rechts

Regenbogen Raspberry PiMein neuer Raspberry 2+ zeigt oben rechts ein kleines Regenbogen-Quadrat an. Irgendwie hat mich das gestört, bis mir ein Arbeitskollege erklärte: das liegt an der Stromversorgung.

Also habe ich im Internet nach diesem Phänomen gesucht und wurde auch fündig. In der Tat, wenn oben rechts dieses Quadrat in Regenbogenfarben angezeigt wird, sollte man Spannungsversorgung oder das USB-Kabel prüfen und tauschen. Es gibt auch noch ein rotes Quadrat, das erscheint wenn die Temperatur auf über 85 Grad angestiegen ist.

Falls man keine Möglichkeit hat, die Spannungsversorgung zu tauschen, z.B. weil man den Raspberry über einen Fernseher oder einen DSL-Router mit Strom versorgt, so kann man die Meldung auch abschalten. Einfach den Eintrag

avoid_warnings=1

in der Datei /boot/config.txt ergänzen. Natürlich sollte man dann aber nicht übertakten und aufpassen, ob er stabil läuft.

Ein geeignetes Netzteil muss stabile 5 Volt und 2000 mA liefern. Neben speziellen Netzgeräten haben sich auch alte Ladegeräte von HTC-Handys als gut geeignet erwiesen.

Mac OSX – Tastenkürzel

Seit über einem Jahr bin ich glücklicher Mac-Benutzer. Der Windows-PC hat bei mir zumindest privat ausgedient und ich habe alle Virenschleudern aus meinem Haus verbannt.

Ich habe mich sehr schnell an den Mac und die vielen Vorteile die er für mich bot gewöhnt. Aber ein Problem hatte ich sehr lange: Von Windows war ich gewohnt, viel mit der Tastatur zu erledigen. Die Tastaturbefehle waren für mich lange Zeit ungewohnt. Darum habe ich mir auf verschiedenen Webseiten diese Sammlung an Tastenkürzeln zusammengestellt und ausgedruckt neben den Mac gelegt. Nach einigen Wochen hatte ich mir die wichtigen Kürzel eingeprägt und ich konnte den Zettel wieder wegwerfen.

Ich hoffe diese Aufstellung ist für den einen oder anderen eine Hilfe. Darum hier zusammengefasst als Artikel.

Mitlerweile – also über ein Jahr später – bediene ich meinen Mac fast nur noch mit der Tastatur, was im Alltag sehr effizient ist.

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Verschlüsselungstrojaner – CTB-Locker befällt Webseiten

CTB-LockerDie Ganoven schlafen nicht, und haben sich etwas neues ausgedacht: Seit kurzem gibt es den Verschlüsselungs-Trojaner CTB-Locker, der ausnahmsweise mal keine Privat- oder Firmenrechner befällt, sondern Webserver und dann die dort abgelegten Daten verschlüsselt.

Auf der Startseite wird dann nur noch ein Hinweis angezeigt, das man gegen Zahlung von Bitcoins wieder an seine Daten kommt. Und um es auch Einsteigern zu ermöglichen, wird gleich ein Video eingeblendet, wie man sich Bitcoins kaufen kann.

Meine Meinung dazu: niemals auf solche Forderungen eingehen und lieber ein Backup zurücksichern. Man darf sowas nicht unterstützen!

Angriffspunkte sind wohl Sicherheitslücken oder Konfigurationsfehler in WordPress-Installationen, wobei das noch nicht 100%ig sicher ist.

Auch bei den Verschlüsselungstrojanern die sich per Mail verbreiten gibt es etwas neues: Bisher waren es Word-Dokumente, jetzt wurde nachgerüstet und es werden JS / JavaScript-Dateien verschickt. Somit ist nun jedes Windows-System anfällig, nicht nur die mit Microsoft Office. Fazit: Linux oder Mac OS X verwenden…

Microsoft Word – Datumsformat in Serienbriefen anpassen

Ich bin kein Fan von Microsoft Word, da ich lieber das kostenlose LibreOffice verwende. Aber ich darf/muss Microsoft Word (natürlich) supporten. Im Zusammenhang mit Serienbriefen gibt es hier meine Lieblingsfrage: „Ich habe in Excel schon die Formatierung des Datums angepasst, aber Word schreibt im Serienbrief statt 24. Februar 2016 immer 02/24/2016“.

Das ganze kann man realtiv einfach ändern, wenn man weiß wie. Zunächst fügt man das Datumsfeld als Seriendruckfeld wie gewohnt ein. Dann mit der rechten Maustaste das Feld anklicken und „Feldfunktionen ein“ auswählen.

Das Seriendruckfeld ist nun grau hinterlegt und es steht {MERGEFIELD „Datum“} am Bildscrhim. Setzen Sie den Cursor direkt hinter das zweite Anführungszeichen des Feldnamens, also noch vor die geschweifte Klammer und Fügen Sie dort nach einem Leerzeichen folgendes ein:

DATE \@ „dd. MMMM yyyy“

Danach sollte das Feld so aussehen:

{MERGEFIELD „Datum“ DATE \@ „dd. MMMM yyyy“}

Ein weiteres Beispiel wären Zahlenfelder – hier kann z.B. folgender Code helfen, das Tausender-Trennzeichen und zwei Nachkommstellen auszudrucken:

{MERGEFIELD Zahlenfeld \# „#.##0,00}

Eine sehr nützliche Tastenkombination in diesem Zusammenhang ist Alt + F9 – damit kann man die Ansicht der Formatierungsoptionen ein- und ausschalten.

Rasbperry Pi – Programm automatisch starten lassen

Für mein kleines Projekt eines automatischen Displays mit dem Raspberry Pi war es außerdem erforderlich, das er nach dem Start der grafischen LXDE Oberfläche einen Webbrowser im Vollbildmodus startet. Leider gibt es in LXDE keinen Autostart-Ordner, wie ich das von Windows her kenne. Aber natürlich gibt es auch hier eine Lösung.

Zunächst ist die Datei /etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart   mit diesem Inhalt anzulegen:

@lxpanel –profile LXDE
@pcmanfm –desktop –profile LXDE
@/home/pi/startme.sh

Dann legt man eine Datei /home/pi/startme.sh  mit diesem Inhalt an:

sleep 30
chromium-browser –kiosk http://webadresse

Und schon haben wir genau das was wir benötigen: Der installierte Chromium-Browser startet nach einer Wartezeit von 30 Sekunden. Die Wartezeit habe ich eingebaut, da manchmal die Netzwerkverbindung erst nach einigen Sekunden richtig funktionierte und ich damit das Problem umging.

Beim Chromium-Browser empfehlen sich noch folgende Parameter mit anzugeben:

–noerrdialogs –diable-session-crashed-bubble –disable-infobars

Dadurch wird verhindert, das irgendwelche Hinweise vom Chromium angezeigt werden. Im aktuellen Raspian Jessie ist Chromium nicht mehr direkt aus den APT-Quellen installierbar. Hierzu werde ich demnächst noch einen kleinen Artikel schreiben.

Raspberry Pi – Bildschirmschoner zuverlässig ausschalten

Ich durfte einige Raspberry PIs für Wanddisplays installieren, was auch problemlos geklappt hat. Einzige Hürde war der Bildschirmschoner, der mir immer wieder dazwischen funkte. Leider waren alle Anleitungen im Internet dazu veraltet oder funktionierten nicht.

Darum nun hier meine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man den Bildschirmschoner am Raspberry Pi zuverlässig deaktivieren kann.

Datei /etc/khd/config editieren (Info: unter Raspian Jessie gibt es diese Datei nicht mehr – da sind dann nur der restlichen Dateien in diesem Artikel zu ändern):

BLANK_TIME=0
BLANK_DPMS=off
POWERDOWN_TIME=0

Neues Verzeichnis anlegen:  /etc/X11/xorg.conf.d

In diesem Verzeichnis eine neue Datei anlegen, beispielsweise mit dem Namen 01-disable-monitor-off.conf

Mit einem beliebigen Editor in der Datei folgendes eintragen:

Section “ServerFlags”
Option “BlankTime” “0″
Option “StandbyTime” “0″
Option “SuspendTime” “0″
Option “OffTime” “0″
EndSection

Und dann noch – Datei  ~/.xinitrc anlegen mit diesem Inhalt:

xset s off
xset -dpms
xset s noblank
exec /etc/alternatives/x-session-manager

Jetzt noch den Rasperry Pi neu starten und schon ist es vorbei mit Bildschirmschoner und Energiespar-Funktionen die ihn schlafen schicken. Somit stand meinem Projekt eines permanent eingeschalteten Displays nichts mehr im Wege.

MOOC – Online lernen bei open.hpi.de

Um eine kreative Pause am PC zu Hause sinnvoll nutzen zu können, war ich auf der Suche nach einem sinnvollen Zeitvertreib.

Dabei stieß ich auf open.hpi.de, die kostenlose Online-Lernplattform des Hasso Plattner Instituts der Universität Potsdam.

Zu jedem Thema gibt es mehr oder weniger kurze, aber gut gemachte Lernvideos und danach ein kurzes Wissensquiz. Zum Ende der Woche dann jeweils eine Hausaufgabe, die bewertet wird.

Für die Teilnahme kann man ein Teilnahmezertifikat erhalten, wenn man mindestens 50% des Lerninhalts bearbeitet hat und ein bewertetes Zeugnis gibt es dann für Lerninhalte und Hausaufgaben.

Mein erster Kurs dort war „Social Media – What No One has Told You about Privacy“. Neben den eigentlichen Lerninhalten war das auch eine prima Übung für die Englische Sprache. Aktuell besuche ich dort den Kurs „Sicherheit im Internet“, der auch sehr gut gemacht ist und die Lerninhalte gut vermittelt. Mein Tipp: einfach mal vorbeischauen und testen!

Mobilfunk Netzabeckung

Immer wieder benötige ich im Job Informationen zur Netzabdeckung der 3 Deutschen Mobilfunkprovider. Und jedes mal darf ich auf neues nach den Netzabdeckungs-Karten googeln.

Darum habe ich diese hier in einem Beitrag übersichtlich zusammengestellt.

D1 – Telekom

D2 – Vodafone

O2

Wichtig ist zu wissen, das bei allen Mobilfunkanbietern die Angaben Schätzwerte ist, d.h. selbst wenn auf der Karte angezeigt wird, das Mobilfunkversorgung vorhanden ist, dies in der Praxis insbesondere in Gebäuden durchaus anders aussehen kann. Aber als grober Anhaltspunkt sind sie sehr hilfreich.

mySQL: InnoDB, riesige ibdata1 verkleinern

Testweise musste ich kürzlich an meinem Linux-Server (auf dem auch dieses Blog läuft), eine sehr große Datenmenge in eine mySQL-Datenbank importieren. Importiert wurden ca. 37 Mio. Datensätze. Das Ergebnis war eine ca. 1,2 GB große Datei /var/lib/mysql/ibdata1

Nachdem ich die Datenbank nicht mehr benötigte habe ich sie wieder gelöscht. Zuerst die Tabellen und dann die ganze Datenbank. Nun dachte ich mir, der Speicherplatz würde wieder freigegeben werden. Leider Fehlanzeige! Die ibdata1 war nach wie vor 1,2 GB groß.

Nach viel Recherche im Internet fand ich leider keine Lösung, die mich total überzeugte.

Das einzige brauchbare was ich fand war das hier, was dann auch zum Erfolg führte:

  1. Datenbank sichern mit dem Befehl  mysqldump –all-databases -p > dbsicherung.sql
  2. Die Datei /etc/mysql/my.cnf um den Eintrag „innodb_file_per_table“ im Abschnitt [mysqld] ergänzt, damit pro Tabelle eine Datei angelegt wird, die dann auch beim löschen der Tabelle gelöscht wird.
  3. MySQL mit dem Befehl /etc/init.d/mysql stop  beenden
  4. Sicherheitshalber das Datenverzeichnis sichern mit den Befehlen:
    1.   mv /var/lib/mysql/ibdata1 /root/ibdata-backup/
    2.   mv /var/lib/mysql/lib_logfile* /root/ibdata-backup/
  5. MySQL wieder starten mit  /etc/init.d/mysql start
  6. Die Daten wieder importieren mit dem Befehl  mysql -u root -p < dbsicherung.sql

Die Datei dbsicherung.sql und die gesicherten Daten in /root/ibdata-backup/ habe ich sicherheitshalber noch einige Tage aufgehoben und nachdem dann alles reibungslos funktionierte wieder gelöscht.

Nach dieser Aktion belegte mySQL nur noch ca. 80 MB auf meiner Platte, was dann eine deutliche Verbesserung darstellte.

Wie immer bei solchen Tipps: das nachmachen erfolgt auf eigenes Risiko – ich kann keinen Support und keine Haftung übernehmen!

 

Krypto-Trojaner wie Locky auf dem Vormarsch

Seit einigen Tagen sind Krypto-Trojaner wie Locky oder Tesla-Crypt auf dem Vormarsch. Einmal auf dem Rechner werden alle Daten verschlüsselt und sind nur nach einer Lösegeldzahlung von mehreren 100 USD oder mehr wieder zugänglich. Wenn überhaupt, denn selbst wenn bezahlt wird, ist nicht sicher, ob man seine Daten jemals wieder sieht.

Wie kann man sich schützen?

  • Mails aus unbekannter Quelle immer sehr kritisch betrachten, Anhänge nicht öffnen
  • Mails mit Anhängen auch aus bekannten Quellen erst nach Rücksprache mit dem Absender öffnen
  • Daten sichern, z.B. auf einer externen Festplatte. Wichtig ist, das diese aber nur während der Datensicherung mit dem Rechner verbunden ist, da sonst auch die Sicherungsplatte mit verschlüsselt wird.
  • Microsoft Office so konfigurieren, das Makros nicht oder nur nach Rückfrage ausgeführt werden. Die wenigsten Anwender benötigen Macros.
  • Betriebssystem und Virenscanner immer aktuell halten.

Verbreitet werden diese Viren übrigens per Mail – der Text klingt interessant und soll zum öffnen des Anhangs motivieren. Eine solche Beispielmail wäre diese hier:

Trojaner1