nginx/Plesk – GZIP-Komprimierung aktivieren

Kürzlich habe ich auf Google PageSpeed Insights mal meine eigene Webseite überprüft und als Antwort bekam ich ein „Poor“ zurück, d.h. die Lade- und Reaktionszeiten meines Servers waren schlecht.

Die einzelnen Punkte ging ich dann Schritt für Schritt durch. Einige Sachen wie große Grafiken optimieren oder weniger JavaScripts konnte ich teilweise umsetzen, aber ein Punkt machte mich stutzig: „Website-Daten komprimiert ausliefern“. Sofern der Besucher der Seite nicht gerade einen uralten Internet Explorer verwendet, kann der Server die Webseiten-Daten vor der übertragung mit gzip komprimieren. Scheinbar war das bei mir ausgeschaltet.

Auf der Homepage von Plesk gibt es eine Anleitung, die wie man das aktiviert. Aber leider ist die nur halb richtig, darum hier die korrigierte Fassung.

Zunächst legt man eine Datei „/etc/nginx/conf.d/gzip.conf“ mit folgendem Inhalt an:

gzip on; gzip_disable "MSIE [1-6]\.(?!.*SV1)"; gzip_proxied any; gzip_types text/plain text/css application/x-javascript text/xml application/xml application/xml+rss text/javascript application/javascript image/x-icon image/bmp image/svg+xml; gzip_vary on;

Der fett geschriebene Teil fehlt in der „offiziellen“ Anleitung. Danach einfach mal über /etc/init.d/nginx restart den nginx neu starten. Nun werden die gut komprimierbaren Dateitypen komprimiert. Es macht keinen Sinn, hier z.B. JPG-Dateien, die ja von sich aus schon komprimiert sind, nochmal zu komprimieren. Das würde nur Zeit kosten.

Wenn man weitere Dateitypen hinzufügen will, lohnt sich ein Blick in die Datei /etc/nginx/mime.types – hier sieht man, welche Dateiendung mit welchem MIME-Typ ausgeliefert wird. Den MIME-Typ schreibt man dann einfach in die gzip.conf mit rein.

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