ownCloud – File is locked – Datei kann nicht gelöscht werden

In einer von mir betreuten ownCloud-Instanz trat der Fehler auf, das einzelne Dateien in der Weboberfläche nicht gelöscht werden konnten. Auf der Oberfläche stand nur die Meldung „Fehler beim löschen der Datei“.

In der owncloud.log stand beim Löschversuch (hier nur ein kurzer Auszug): „method“:“DELETE“,…1003.pdf\“ is locked

Lösung:

Zuerst die ownCloud mit dem Eintrag ‚maintenance‘ => true; in der config/config.php in den Wartungsmodus setzen. Danach geht man z.B. mit phpMyAdmin in die Datenbank und führt diesen SQL-Befehl aus:

DELETE FROM oc_file_locks WHERE 1

Danach stellt man den Eintrag ‚maintenance‘ in der config.php wieder auf false und schon sollte alles wieder gehen. Wenn der Fehler nur einmalig oder sporadisch auftritt, ist hiermit alles erledigt. Sollte das ganze häufiger der Fall sein, ist Ursachenforschung empfehlenswert.

Als etwas unsaubere, aber nachhaltige Lösung könnte man in der config/config.php auch diesen Eintrag setzen:

‚filelocking.enabled‘ => false,

Damit wäre das FileLocking generell deaktiviert.

Nextcloud Sicherheitscheck

In der Nextcloud (oder auch ownCloud) sind die Daten sicher, weil sie nicht bei irgendeiner großen (amerikanischen) Firma liegen. Sollte man denken. Das setzt aber voraus, das man alles richtig konfiguriert hat und nicht durch Konfigurationsfehler oder mangelnde Updates hier „Löcher“ aufgerissen hat.

Seit kurzem gibt es den Nextcloud Security Scan unter https://scan.nextcloud.com .

Hier kann man schnell (und kostenlos) die eigene Nexcloud-Installation in Hinblick auf die Sicherheit bewerten lassen. Ein A+ ist natürlich das erwünschte Ergebnis. Auch wenn es der Name nicht nahelegt: man kann damit auch ownCloud-Installationen scannen!

Passt mit der Konfiguration irgendwas nicht, oder hat man an der eigenen Installation Punkte zu Optimierung, wird das auch gleich mit hilfreichen Tipps angezeigt.

Kleiner Fallstrick noch: wurde die eigenen Cloud schonmal gescannt, so werden die historischen Daten angezeigt. Neben „scanned at“ steht der Zeitpunkt und mit dem Doppelpfeil rechts davon kann man einen Neu-Scan veranlassen.

Fazit: ein muss für jeden der eine Nextcloud oder ownCloud selber betreibt.

ownCloud vs. Nextcloud – was bringt mir das?

Momentan spielt sich zwischen ownCloud und Nextcloud ähnliches ab wie damals zwischen OpenOffice und LibreOffice:

ownCloud war das ursprüngliche Projekt, aber aufgrund einiger Streitereien haben einige Entwickler das Handtuch geworfen und eine Abspaltung (=Fork) des Projekts gemacht. Den gibt es nun mit dem Namen „NextCloud“.

Im Gegensatz zur ownCloud bietet Nextcloud eine etwas schönere Oberfläche, Unterstützung von WebRTC, Branding, anonyme Uploads, Passwortrichtlinien, Integration der Online-Office-Lösung „Collabora Online“ und noch ein paar Dinge, die es bei ownCloud nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Version gab.

Das Upgrade von ownCloud zu Nexcloud verlief erstaunlich problemlos. Ein paar Kleinigkeiten sollte man aber beachten:

Ich habe von ownCloud 9.1.4 upgedated. Zunächst habe ich meine ownCloud in den Wartungsmodus (Maintenance-Mode) versetzt und Datenbank sowie Daten gesichert. Dann löscht man alle Dateien und Verzeichnisse, außer dem config und dem data-Verzeichnis. Jetzt überträgt man die „neue“ Version. Beim Upgrade von ownCloud zu Nextcloud ist es wichtig, das man nicht von ownCloud direkt zur aktuellsten Version von Nextcloud upgraden darf. Der Migrationspfad ist

ownCloud 9.1.x -> Nextcloud 10.0.4 -> Nextcloud 11.x

Aber zunächst habe ich mal die Nextcloud 10.0 hochgeladen, den Wartungsmodus in der config wieder entfernt und dann das Upgrade über den Aufruf der Startseite im Browser gestartet. Alternativ kann man das auch mit dem CLI-Utility der Nextcloud machen, was aber nur bei größeren Instanzen nötig ist.

Beim Upgrade von Nextcloud 10.0.4 auf Nextcloud 11.x darf man dann obige Schritte noch einmal wiederholen.

Wenn dann alles geklappt hat, steht der Nutzung der Nextcloud nichts mehr im Wege. Die Clients auf den Windows-, Linux- und Mac-Rechnern kann man von ownCloud auf Nextcloud updaten, muss man aber nicht, da die jeweils „anderen“ kompatibel sind. Ich habe es gemacht.

Nutzt man die ownCloud per WebDAV aus iPad-Apps, ändert sich nichts.

Hier ein Blick auf die neue Oberfläche:

Gemeinsam am eigenen Stammbaum arbeiten – Webtrees

Privat befasse ich mich seit einigen Jahren mit der Erforschung meiner Vorfahren – auch Familienforschung, Ahnenforschung oder Genealogie genannt. Früher, als ich das noch alleine machte und das ganze überschaubar war, hatte ich ein Programm auf meinem Computer. Dann kamen aber interessierte Familienmitglieder dazu, die auch jeweils wertvolle Beiträge zum Stammbaum leisten konnten und wollten. Aber das manuelle zusammenfügen blieb bei mir hängen – das war eine nervige Arbeit.

Eine bessere, webbasierte Lösung musste her. Auf kommerzielle Anbieter wollte ich hier nicht zurückgreifen. Letzendlich bin ich dann bei der kostenlosen Software Webtrees gelandet. Diese kann man unter http://webtrees.net herunterladen. Danach muss man sie auf einem Webserver oder Webhosting-Angebot installieren.

Das tolle daran: man kann Zugriffsrechte vergeben, bestimmen was ein nicht angemeldeter Benutzer sieht oder nicht sieht und jeder kann am Stammbaum arbeiten – auch gleichzeitig.

Das ganze sieht dann so aus:

webtrees-screen

Und da die Installation nicht ganz selbsterklärend ist, habe ich ein kleines Hilfe-Video gedreht, das die Installation dieser super-guten Webanwendung erklärt. Über Kommentare zum Video freue ich mich sehr und bei Interesse werde ich noch weiter, z.B. über die Benutzung von Webtrees erstellen.

OpenSource: Mindmaps mit FreeMind

Mindmaps kann man entweder mit kostenpflichtiger und teilweise teurer bzw. nur als Abo erhältlicher Software erstellen, oder man greift auf das kostenlose Freemind zurück. Freemind kann man kostenlos hier herunterladen. Neben Windows und Linux ist es auch für den Mac erhältlich. Da es eine Java-Anwendung ist, ist sie weitgehend plattformunabhängig. Seit Anfang Februar ist neben der stabilen Version auch eine Version 1.1.0 Beta2 verfügbar. Diese habe ich mir mal näher angesehen.

Mindmaps können mit Freemind ähnlich einfach und grafisch schön gestaltet werden, wie es im kommerziellen Programmen der Fall ist.

freemind-Screenshot

Schön ist auch die Möglichkeit, einzelne Zweige der Mindmap mit Erinnerungen zu verknüpfen, so das man gleich einen Projektplan erstellen kann. Im Gegensatz zum weit verbreiteten MindJet MindManager kann man damit leider keine Gantt-Diagramme erstellen, was momentan noch ein echter Nachteil ist.

freemind3

Fazit: Wer einfach nur eine Mindmap erstellen muss, für den ist FreeMind eine brauchbare Anwendung. Neben dem Preis (kostenlos) ist auch die Plattformunabhängigkeit ein großer Vorteil.

OpenSource: Umfragen erstellen mit LimeSurvey

Wieder mal stand ich vor der Herausforderung eine Umfrage zu erstellen. Diesmal sollte es eine etwas größere Umfrage werden und ich stand schon kurz davor, das mit dem kostenpflichtigen Produkt „SurveyMonkey“ zu tun. Aber halt: Was hat die OpenSource-Szene hier zu bieten?

Schnell bin ich bei LimeSurvey gelandet. Limesurvey kann man auf limesurvey.org herunterladen. Zugegeben: die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einer kurzen Einarbeitungszeit ist auch eine komplexere Umfrage schnell realisiert. Für den Umfrageteilnehmer wirkt alles sehr übersichtlich und professionell.

Zur Installation benötigt man einen Webserver mit PHP- und mySQL-Unterstützung. Die Installation selbst ist sehr schnell erledigt.

Für die Installation und das Erstellen von Umfragen gibt es hier eine schöne deutschsprachige Anleitung.

Die Auswertung der fertigen Umfrage erfolgt dann entweder über das integrierte Statistikmodul oder man lädt sich eine Excel-Tabelle herunter und wertet die dann mit Excel (oder LibreOffice) aus.

Hier mal ein Beispiel wie sowas in etwa aussehen kann.

limesurvey-Statistiken

Fazit: Wenn man bereit ist, die Anleitung zu lesen und sich etwas mit LimeSurvey zu befassen, wird man hier recht schnell und kostengünstig an sein Ziel kommen. Toll ist auch, das man Umfragen exportieren und in einer anderen LimeSurvey Installation wieder importieren kann. Und man ist nicht von irgendwelchen Obergrenzen abhängig, d.h. man kann beliebig viele Umfragen mit beliebig vielen Teilnehmern durchführen.

Und da LimeSurvey eines der OpenSource-Projekte ist, die mir am Herzen liegen, helfe ich hier auch im Projekt mit (Bug-Reporting und deutsche Übersetzung).

Fernsehsendung der Öffentlich Rechtlichen aus der Mediathek herunterladen – MediathekView

Wieder einen Film verpasst? Eigentlich kein Problem, da fast jeder Fernsehsender eine Mediathek anbietet, in der man die Filme auch später noch ansehen kann.

Bei den öffentlich rechtlichen werden diese aber relativ früh wieder gelöscht. Schön wäre es nun, die Folgen herunterladen zu können.

Genau hier setzt das kostenlose Tool „MediathekView“ an, das man hier herunterladen kann.

Die Anwendung selbst läuft unter Mac OS X, Linux oder Windows und ist recht einfach zu bedienen: Beim Start wird die Liste der Filme heruntergeladen, links kann man nach Sendungen suchen und rechts kann man sie dann als MP4-Datei herunterladen, größtenteils in 2 unterschiedlichen Qualitäten.

Alles in allem eine sehr praktische Anwendung, die sehr praktisch ist und eine wesentlich schönere, da schlichtere Oberfläche als die jeweiligen Mediatheken hat.

Mediathek-View

Hibiscus – die kostenlose Onlinebanking-Anwendung

hibiscusSeit meinem Mac-Umstieg war ich auf der Suche nach einer Onlinebanking-Anwendung für den Mac. So wirklich begeistern konnte mich aber keine der Mac-Anwendungen, da mir die einen Programme zu teuer waren, bei anderen wieder das Problem bestand, das sie pro Rechner lizenziert werden müssen, oder nicht unter Linux laufen.

Mein Traum: eine Anwenung, die auf allen Betriebssystemen läuft und auf einen zentralen Datenbestand zugreift, der hier auf dem NAS liegt.

Mein Traum wurde wahr! Und zwar mit Hibiscus. Die Oberlfäche dieser plattformunabhängigen, da in Java programmierten Onlinebanking-Anwendung sieht zwar sehr schlicht und am Anfang ungewohnt aus. Mit etwas Übung findert man sich darin aber sehr schnell zurecht. Neben dem PIN/TAN-Verfahren werden auch alle anderen Zugangsmedien wie Chipkarte oder Schlüsseldatei unterstützt. Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Adressbuch, Datenimport und Export in verschiedenen Formaten, Umsatzanzeige und Auswertungen – das alles ist kein Problem.

Außerdem gibt es noch weitere Plugins: jVerein – die Vereinsverwaltung und Jollina – ein Lohnbuchhaltungsprogramm. Diese habe ich aber nicht getestet.

Wer auf der Suche nach eine schnellen, einfachen, plattformübergreifenden und kostenlosen HBCI-Onlinebankingsoftware ist, kann sich Hibiscus mal ansehen. Wie bei allen OpenSource-Projekten freut sich der Programmierer natürlich über Spenden.

GIMP – die kostenlose Alternative zu Photoshop?

gimpBildbearbeitung macht man mit Adobe Photoshop, oder? Für den professionellen Anwender in einer Werbeagentur oder im Fotostudio mag dies wohl zutreffen. Für den privaten Anwender oder den Gelegenheits-Bildbearbeiter in einer Firma, reicht aber das kostenlose GIMP in der Regel aus.

Herunterladen kann man GIMP hier. Es ist für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich und bietet in allen 3 Betriebssystemen die gleiche Oberfläche. Beim ersten Programmstart gehen 3 Fenster auf, was den Einsteiger durchaus verwirrt. Das war für mich am Anfang auch die Einstiegshürde. Ich empfehle daher jeden Neuling, erstmal über den Menüpunkt „Fenster / Einfenstermodus“ den Einfenstermodus zu aktivieren.

Die wesentlichen Bildbearbeitungsfunktionen sind vorhanden und wenn man sich etwas mit dem Programm befasst bekommt man damit auch hervorragende Ergebnisse hin. Auf Youtube gibt es zahlreiche Tutorials zu Gimp allgemein oder zu speziellen Funktionen.

Einziger Kritikpunkt: manchmal verhält sich das Programm „komisch“ und man kann Resultate nicht erklären. Das ist aber selten und in der aktuellen Version auch lange nicht mehr so häufig anzutreffen, wie noch in den vorherigen Versionen. Wer also eine kostenfreie Bildbearbeitung sucht, und auch unter verschiedenen Betriebssystemen immer die gleiche Anwendung haben möchte, der sollte sich GIMP mal ansehen.

OwnCloud 9 veröffentlicht

Dienste wie DropBox oder Google Drive mag ich nicht. Warum? Nun – ganz einfach: Die Daten liegen in den USA, unterliegen nicht unseren Datenschutzgesetzen und ich habe auch keine wirkliche Kontrolle darüber, wer damit was macht bzw. Zugriff darauf hat.

Die Lösung ist relativ einfach: ownCloud – die Cloud-Lösung für Jedermann. Man kann diese entweder auf einem Webserver betreiben, oder man hat ein passendes NAS und hat es dort installiert. Der Funktionsumfang ist dem von DropBox sehr ähnlich, allerdings noch mit weiteren Vorteilen: so kann man auch Kalender und Kontakte damit synchronisieren und beispielsweise eine Webmail-Oberfläche integrieren.

Seit wenigen Tagen ist nun die neue Version ownCloud 9 freigegeben. Wesentliche Neuerungen sind die Möglichkeiten, Dateien zum kommentieren und Tags für Dateien zu setzen. Da ich einige Fotosammlungen auf meiner ownCloud habe, ist das für mich ein wichtiges Argument, das Update einzuspielen. Neben kleineren Verbesserungen und einigen Sicherheitsupdates soll auch der WebUpdater verbessert worden sein. Der machte bisher bei mir häufiger Probleme.

Von ownCloud 8 auf ownCloud 9 kann man nicht per Weboberfläche updaten. Ich wählte nun den klassischen, manuellen Weg.

Nach einer Sicherung der Daten und der mySQL-Datenbank ändere ich am Webserver im Verzeichnis config in der Datei config.php den Eintrag  ‚maintenance‘ => false,   auf true. Damit ist die ownCloud im Wartungsmodus und es kann kein User mehr etwas ändern oder sich anmelden.

owncloud-updateDanach lösche ich im onwCloud-Verzeichnis alles, bis auf das Verzeichnis config und das Verzeichnis data. Nun lade ich die entpackten Dateien aus dem ZIP-Archiv hoch. Nach dem Hochladen wird wieder der Wartungs-Eintrag auf false gesetzt und die ownCloud im Webbrowser aufgerufen. Es sollte nun dieses Fenster erscheinen, das man mit „Aktualisierung starten“ weiterklicken kann. Die nun folgende Aktualisierung kann etwas dauern – bei mir knapp 5 Minuten.

Danach sollte man sich zunächst als Admin in der ownCloud anmelden und alle deaktivierten Apps (z.B. Kalender, Kontakte usw.) wieder aktivieren. Danach folgt dann der Test mit dem / den normalen User.

Wenn alles geklappt hat, sollte es das gewesen sein. Wenn nicht, findet man im ownCloud-Forum Hilfe.