HP Notebook Pavilion g7 braucht ewig um Windows 10 zu starten

Kürzlich hatte ich ein HP Notebook vom Typ Pavilion g7 in der Mangel. Unter Windows 7 lief es einwandfrei, aber seit dem Update auf Windows 10 bleibt es beim Starten ziemlich genau 2 Minuten lang mit einem schwarzen Bildschirm stehen, bevor der Start weiterläuft. Insgesamt braucht es über 3 Minuten zum hochfahren. Die Festplatte wurde schon gegen eine SSD getauscht, daran konnte es also nicht liegen.

Der erste Verdächtige in so einem Fall ist die Windows-Installation. Also erstmal Windows 10 neu installiert. Leider ohne Änderung. Danach dann ein BIOS-Update auf die aktuelle Version F66 installiert. Auch das brachte nichts. Treiberprobleme konnte ich aufgrund der Neuinstallation eher ausschließen.

Also blieb nur eins: Mit F10 beim Start ins BIOS und die BIOS-Einstellungen mal etwas genauer ansehen. Hier bin ich dann nach einem probieren bei der Einstellung „Switchable Graphics Mode“ gelandet. Per Default steht diese Einstellung auf „Dynamic Mode“. Wenn man das auf „Fixed“ ändert, sieht die Welt schon anders aus: aus den etwas über 3 Minuten sind jetzt gute 35 Sekunden für den Windows-Start geworden.

Fazit: Ich habe vorher schon etwas in Google gesucht und dort wird genau dieses langsame Starten von Windows 10 bei älteren HP-Notebooks oft als Problem aufgeführt. Aber eine Lösung habe ich in den entsprechenden Einträgen nie gefunden. Nun gut wenn das so einfach zu lösen ist.

HP-Notebook meldet nach Speicheraufrüstung: Memory incompatible (2E3)

Nach einer Aufrüstung des Arbeitsspeichers von 4 GB auf 8 GB meldete ein neueres HP-Notebook beim Rechnerstart: Memory incompatible (2E3).

Eigentlich war ich mir sicher, das ich die richtigen Speichermodule reingesteckt habe. Das Notebook verwendete DDR3-1600er Module in SO-DIMM-Bauweise. Und genau das habe ich installiert.

Dann habe ich mir nochmal das Originalmodul genauer angeschaut. Obwohl das optisch und auch von den Daten her gleich ist, handelt es sich beim Original um „Low Voltage“-Speicher.

Low Voltage wird vor allem bei Notebooks oder stromsparenden Rechnern eingesetzt, da hier mit niedrigerer Spannung entsprechend Energie gespart werden kann, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Steckt man nun normalen Speicher rein, kann das zwar funktionieren, aber er wird mit einer zu niedrigen Spannung betrieben und kann somit instabil laufen.

Die Lösung war dann auch ganze einfach: kaum hatte ich das richtige Speichermodul in Low Voltage-Bauweise reingesteckt, schon war die Meldung verschwunden. Was lerne ich daraus: Auch wenn ein Speichermodul optisch gleich aussieht und die Werte augenscheinlich passen, kann es doch noch einen Unterschied geben – also Augen auf beim Speicherkauf.

Kobil TAN-Generator – Suche nach Anfang…

Ein Bekannter hatte kürzlich das Problem, das sein Kobil TAN-Generator beim Onlinebanking per SmartTAN Plus / chipTAN nur noch „Suche nach Anfang“ brachte. Er war dann irgendwann genervt und ich durfte mich mit dem Thema befassen. Bei ihm ist das Problem nach einem Rechnerwechsel entstanden.

Zunächst mal der Standard-Hinweis:

Beim Flickerbild kann man im Onlinebanking mit der Lupe die Größe erhöhen oder verringern. Am Ende muss das Flickerbild so groß sein, das der Abstand zwischen den beiden Dreiecken genauso hoch ist, wie der Abstand am Leser. Die beiden Schaltflächen neben „Geschwindigkeit“ kann man nutzen, um die Geschwindigkeit anzupassen. Ändert man den Wert, wird kurz in gelb-orange der eingestellte Prozentwert in den Flickercode eingeblendet. Der Standard-Wert ist hier 80% und den sollte man auch für erste Versuche einstellen. Hat man irgendwann seine optimale Einstellung gefunden, empfielt es sich, den Haken bei „Speichern“ zu setzen. Das ganze wird aber im Browser als Cookie gespeichert, also alles andere als Dauerhaft und darum sollte man sich dann den passenden Prozentwert auch noch merken.

Bei meinem Bekannten hat die Einstellung hier leider nicht viel gebracht. Von 5 Versuchen hat gerade mal einer geklappt. Also weiter – was kann man noch tun?

Zunächst mal: Bildschirmhelligkeit auf Maximum setzen. Gerade bei Notebook-Bildschirmen ist das wichtig. Bei Fest-PCs gibt es bei einigen Bildschirmen einen „ECO-Modus“, der die Helligkeit reduziert. Auch der sollte aus sein. Wenn man am Arbeitsplatz eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen hat, sollte man die zum testen auch mal abschalten, da diese durchaus die Übertragung negativ beeinflussen könnten.

Beim Kobil TAN-Leser gibt es eine Taste „MENU“. Wenn man eine EC-Karte einlegt und auf MENU drückt, kommt man ins Menü des Kartenlesers. Hier kann man dann auf den Menüpunkt „Leser“ / „Flickermodus“ gehen. Standardmäßig ist der Flickermodus auf 00 gesetzt. Diesen Wert sollte man nun zunächst mal auf 01 und wenn das nichts hilft auf 02 setzen.

00 = Standardwert
01 = Empfohlene Einstellung für 24 Zoll-Bildschirme
02 = Empfohlene Einstellung für Hochglanz-Bildschirme

01 & 02 verringern allerdings die Batterielebensdauer!

Empfehlung ist, hier erstmal auf 01 zu gehen und es dann nochmal mit 80% Geschwindigkeit versuchen. Wenn es damit funktioniert, vorsichtig die Geschwindigkeit hoch setzen. Wenn es mit 01 und 80% nicht funktioniert, sollte man auf den Lesermodus 02 gehen und es hier nochmal mit 80% testen und wenns klappt auch da höher gehen.

An meinem Rechner verhielt es sich so, das ich mit Modus 00 bis 120% stabile Übertragungen hin bekam, bei 02 dagegen war bei 90% Schluß. Bei meinem Bekannten war Modus 01 und 90% ein brauchbarer Wert.

Wenn alles nichts hilft und man dem Onlinebanking der Bank die Schuld gibt, sollte man die Leserfunktion mit der Flickersupport-Seite vom Hersteller Kobil überprüfen. Hier wird der gleiche Flickercode wie im Onlinebanking gezeigt und man kann mal etwas damit herumprobieren.

Und wenn alle Stricke reissen, hilft es auch mal, es mit einem anderen Browser (z.B. Mozilla Firefox, Google Chrome oder Internet Explorer) zu testen.

 

Was tun mit alten Handys und elektronischen Geräten? Electroreturn!

Weihnachten ist gerade erst vorbei, und bei vielen lag irgendein elektronisches Gerät, seit es Handy, Tablet oder MP3-Player unterm Weihnachtsbaum.

Was macht man nun aber mit dem alten Gerät?

Wenn es noch funktioniert, dann wäre z.B. EBay ein guter Platz. Wenn es aber defekt ist: keinesfalls in den Hausmüll! Bei der Deutschen Post kann man sich kostenlos eine Electroreturn-Versandmarke ausdrucken. Angenommen werden alle kleinen elektronischen Geräte, wie Handys, Tablets, MP3-Player, Digitalkameras oder auch kleinere Computerbauteile wie Laufwerke oder leere Druckerpatronen. Verschicken darf man alles, was in einen Maxibrief passt: 35 x 25 x 5 cm, maximal 1000 Gramm.

Vor dem Versand sollte man (sofern noch möglich), Daten löschen bzw. SD-Karten entfernen. Danach ab in den Umschlag, Marke drauf und in den Briefkasten. Großer Vorteil: die Technik wird umweltschonend recycelt.

Electroreturn

Für die Entsorgung von Großgeräten: Entweder beim Kauf eines neuen zurückgeben, beim Händler eine Rücksendemarke anfordern oder beim Wertstoffhof abgeben.

Airprint nachrüsten mit Lantronix xPrint Server Home Edition

Da steht nun ein hochwertiger Farblaserdrucker, der zwar (fast) alles kann, nur mit dem iPad kann man darauf nicht drucken. Nun suchte ich nach einer fertigen Lösung, mit der man diesem (und beliebigen anderen Druckern) die AirPrint-Fähigkeit quasi nachrüsten kann. Meine Wahl fiel auf den xPrintServer Home Edition von Lantronix.

Das Gerät ist etwas größer als eine Zigarettenschachtel, wird per Kabel mit dem LAN, per USB mit dem Drucker und über ein Steckernetzteil mit Strom versorgt. Auf der Homepage des Herstellers kann man sich die Liste der unterstützten Drucker ansehen.

Anschließen war sehr einfach und schnell und ohne weitere Konfiguration hat es dann gleich auf Anhieb funktioniert: Das iPad bot den Drucker als mögliches Druckziel an. Lediglich wenn man spezielle Einstellungen machen möchte, den Namen des Druckers ändern will oder ein Firmware-Update durchführen möchte, benötigt man das einfach zu bedienende Webinterface. Hier gibts einen kleinen Punktabzug: Mit dem Safari-Browser am iPad kann man das Webinterface zwar nutzen, aber die Drucker-Einstellungen nicht ändern. Lediglich die Papiergröße konnte ich am iPad von Letter auf A4 ändern, alle anderen Konfigurationspunkte sind aber nicht auswählbar.

Neben der Home Edition gibt es auch noch eine Office-Edition, die einige weitere für mich nicht relevanten Features wie User-Management, Proxy-Server-Unterstützung, Sichern und Rücksichern der Konfiguration oder Firmware-Update per USB.

Fazit:Super Sache, wenn man Airprint nachrüsten möchte. Lohnt sich aber nur für höherwertige Drucker, da das Gerät auch etwas über 100 EUR kostet und man dann schauen muss, ob sich das lohnt.

Sicher wäre sowas auch als Selbstbaulösung mit einem Raspberry Pi machbar. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich sowas auch angreifen 😉

So sieht die angeschlossene Box aus:

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Und so das Webinterface:

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Cowdfunding – das One Dollar Board – Teil 2

Crowdfunding ist eine interessante Möglichkeit für Startup-Unternehmen, ihre Projekte zu finanzieren. Kürzlich bin ich auf der Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ auf ein interessantes Projekt gestoßen: Das 1 US-Dollar Mikrocontroller Board.

Nachzulesen ist der Artikel hier. Leider sind die 50.000 USD nicht zusammengekommen und somit wurde das Projekt über Indigogo auch nicht finanziert. Aber jetzt gibt es ein neues Indigogo-Projekt – diesmal ist die Funding-Schwelle bei nur 5.000 USD und somit absolut erreichbar.

Das Projekt gibts hier bei Indigogo.

Das neue Board sieht dem alten sehr ähnlich, soll aber einzige zusätzliche Lötfelder für diverse Chips bekommen. Dank WiFi-Modul wird es dann auch für mich interessant 🙂

onedollarboard

Das Innenleben eines Fernsehers

Früher, als die Fernseher noch groß und schwer waren, habe ich öfters mal an den Fernsehgeräten herumgebastelt. An die Flachbildschirme habe ich mich bisher nie herangewagt.

Heute habe ich dann mal einen Flach-Fernseher aufgeschraubt und war erstaunt, wie wenig Platinenmaterial da noch drinnen ist.

Die linke Platine ist für die Stromversorgung, die rechte ist das eigentliche Herz des Fernsehers. Insgesamt ist die Platine kleiner als ein PC-Motherboard. Reparaturversuche sind hier aber auch nicht wirklich sinnvoll – zumindest wenn man kein Profi ist. Ich beschränkte mich darauf, nach aufgequollenen Elkos und problematischen Steckverbindungen Ausschau zu halten.

TV-innenleben1

TV-innenleben2

Bastelprojekt: Lattepanda als Windows Heim-Server

Treue Leser meines Blogs wissen es: ich nutze so gut wie kein Windows mehr. Nur für einige wenige, sehr spezielle Anwendungen muss ich noch auf Windows zurückgreifen. Ein immer per Remote Desktop verfügbarer Windows-Rechner wäre hier die geniale Lösung. Nur leider brauchen alle Windows-PCs zu viel Strom um sie 24 Stunden eingeschaltet zu lassen.

Bei Kickstarter bin ich nun kürzlich über das Crowdfunding-Projekt „Lattepanda“ gestolpert. Das ist ein Mini-PC ähnlich dem bei mir für Bastelprojekte sehr beliebten Raspberry Pi. Nur mit dem Unterschied das er eine x86 CPU nutzt und Windows 10 vorinstalliert hat.

Aber nun der Reihe nach. Im Karton finde ich neben der eigentlichen Platine zwei mit Laser ausgeschnittene Holzplatten, mit denen man ein hübsches Gehäuse zusammenbauen kann. Da ich auf die Technik gespannt bin, nehme ich den Lattepanda erstmal ohne Gehäuse in Betrieb. Das Teil kann ich auch später noch zusammenstecken.

Der Stromanschluß erfolgt über ein USB-Netzteil (nicht im Lieferumfang), das mindestens 2 Ampere liefern muss. Zum ersten Test musste hier mein iPad-Ladegerät herhalten. Dann noch USB-Maus und Tastatur angesteckt und den Bildschirm per HDMI verbunden. Direkt nach dem Einschalten startet ein Windows 10 Home in der 64 Bit-Version. Leider in Englisch, aber das kann man ja ändern. Nach der Einrichtung und einigen Updates geht es los und ich kann mich etwas umsehen. Der Mini-Rechner reagiert dank 1,8 GHz Quad Core Atom-CPU und 4 GB RAM recht gut. Es ist on-board eine SSD mit 64 GB verbaut, auf die ich gleich mal einige Anwendungen installiere. Alles was Office-typisch ist, oder ein Webbrowser funktionieren ausreichend schnell. Neben 2 USB 2.0-Ports hat die Platine auch einen USB 3.0 Anschluss. Hier schließe ich dann meine externe SSD an, auf die mal die Daten kommen sollen.

Ganz am Ende habe ich dann noch das Holz-Gehäuse zusammengebaut. Echt durchdacht, da man die Holzteile nur rausdrücken und dann zusammenstecken muss. Das ganze funktioniert ohne Kleben oder Schrauben!

Und noch ne kleine Ergänzung: ich habe eines der ersten Geräte bekommen – da war eine Windows 10 Lizenz dabei. Mitlerweile werden die wohl leider ohne gültige Seriennummer verkauft 🙁

So sah das ganze direkt nach dem Auspacken aus.

Lattepanda-Paket

Erster Funktionstest – hier noch ohne Gehäuse.

Latepanda-erster-Test

Per Windows-Update installiere ich die deutschsprachigen Sprachdateien.

Lattepanda-Windows-Update

Und irgendwann habe ich dann auch noch das Gehäuse zusammengebaut.

Lattepanda-mit-Gehaeuse

Crowdfunding – das 1 Dollar Mikrocontroller-Board

Crowdfunding ist eine interessante Möglichkeit für Startup-Unternehmen, ihre Projekte zu finanzieren. Heute bin ich auf der Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ auf ein interessantes Projekt gestoßen: Das 1 US-Dollar Mikrocontroller Board.

Es wird von einer Firma in Brasilien entwickelt und soll an sich für den Einsatz in Schulen dienen. Normale Mikrocontroller-Boards sind teurer und somit werden diese kaum den Schülern zum experimentieren mit nach Hause gegeben. Dieses hier kostet nur 1 US-Dollar und hat auch gleich einen USB-Anschluß mit an Board, so das zur Programmierung keine spezielle Hardware oder Verkabelung erforderlich ist. Mit an Board ist eine Arduino-kompatible 8 Bit-CPU mit 6 GPIO-Ports.

Wer das Crowdfunding unterstützt, bekommt die entsprechende Anzahl an Boards voraussichtlich im Oktober 2016 zugeschickt. Es sind Pakete mit 1, 5, 25 oder 100 Boards erhältlich und es kommen noch Versandkosten in Höhe von 3 US-Dollar hinzu.

Was ich genau mit dem Board unternehmen werde, weiß ich nicht, aber das werden wir dann noch sehen. Die Crowdfunding-Finanzierung läuft noch ca. 2 Monate und somit ist noch etwas Zeit, die geplanten 50.000 USD zu erreichen.

Auf alle Fälle ist das ein interessantes Projekt, das hoffentlich auch die Computerausbildung in Schulen vorantreiben wird. Wer auch so ein Board haben möchte und das Projekt unterstützen will – hier der direkte Link.

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Quick and Dirty: Router mit Zeitschaltuhr…

Es gibt Lösungen, die sollte man einfach nicht machen. Aber man macht sie trotzdem, weils nicht anders geht.

Aktuelles Beispiel ist ein Cisco-VPN-Router, der ziemlich zuverlässig einmal täglich die Verbindung verliert. Meine Analyse hat gezeigt, das das immer genau dann auftritt, wenn die Zwangstrennung der vorgeschalteten DSL-Leitung zuschlägt. Eine kurze Leitungsunterbrechung sollte eigentlich bei einem richtig konfigurierten VPN kein Thema sein, zumal das DSL eine feste IP-Adresse hat.

Da der Router aber von einem externen Dienstleister aufgestellt wurde, und wir an die Zugangsdaten nicht rankommen, musste eine andere Lösung gesucht werden.

Das manuelle ziehen des Stromsteckers ist definitiv keine Dauerlösung.

Abhilfe – ganz einfach: im DSL-Router haben wir die Zwangstrennung in das Zeitfenster zwischen 2 und 3 Uhr Nachts gelegt. Eine mechanische Zeitschaltuhr trennt den VPN-Router dann einfach von 4:00 bis 4:15 Uhr vom Strom.

Damit wäre das lästige Thema dann auch erledigt. Mit der Lösung an sich bin ich absolut nicht glücklich, da es extrem unschön ist, aber wie gesagt: besondere Probleme erfordern besondere Maßnahmen.

Zeitschaltuhr