CDs am Mac brennen oder kopieren

Früher (ja – das Wort nutze ich in letzter Zeit häufig) hatte ich an meinem Windows-PC die Software Nero, um damit bequem und einfach CDs zu brennen. Hauptsächlich machte ich damit 3 Dinge:

  • CDs 1:1 kopieren
  • Daten auf CD kopieren
  • Musik-CDs mit CD-Text fürs Auto erstellen

Die ersten beiden Punkte habe ich am Mac auch mit zusätzlicher Software realisiert, den letzten mit Bordmitteln.

Die kostenlose Brennsoftware „Burn“ ist zwar schon etwas älter, funktioniert aber auch in der aktuellen MacOS-Version noch immer problemlos. Die Software kann man kostenfrei hier bei SourceForge herunterladen.

Nach der Installation öffnet sich ein kleines, übersichtliches Fenster in dem man Daten, Audio, Video oder Kopie auswählen kann. Das ganze ist relativ selbsterklärend und funktioniert einfach. Für das was ich brauche an sich genau das richtige Tool, darum verwende ich das fast immer.

Bei meiner Suche nach einer Brenn-Software bin ich aber noch auf ein anderes Tool gestossen: LiquidCD. Beim Hersteller selbst kann man das nicht mehr herunterladen, aber bei ComputerBild wurde ich dann fündig.

Die Oberfläche ist etwas schöner als bei Burn, aber vom Funktionsumfang her ist sie kaum unterschiedlich. Außer das es noch einen Punkt „Fotos“ gibt.

 

Und zu guter letzt dann noch die Themenstellung, wie man eine Musik-CD mit iTunes erstellen kann, die dann auch CD-Text dabei hat, der auf dem Display im Auto angezeigt wird. Das geht sogar mit Bordmitteln sehr einfach. Zunächst importiert man die Musik in iTunes. Dann erstellt man mit „Ablage / Neu / Playlist“ eine neue Plalist und fügt hier alles hinzu, was man auf die CD brennen will. Hat man das erledigt, führt der Befehl „Ablage / Playlist auf Disc brennen“ zum Erfolg.

LibreOffice – bestimmte Zeilen oder Spalten auf jeder Seite andrucken

Eine Kollegin hatte ein langes LibreOffice Calc-Arbeitsblatt mit sehr vielen Datenzeilen darin. Nun wollte sie, das eine mehrzeilige Überschrift, die aber nicht in der ersten Zeile begonn, auf jeder Seite mit angedruckt wird. Meine spontante Idee mit Kopfzeilen waren keine Hilfe, da man eine Kopfzeile zwar nutzen kann um eine Seitenzahl oder den Dokumentnamen anzudrucken, nicht aber um passgenau die Beschriftung der Spalten anzubringen.

Vereinfacht habe ich das mal hier dargestellt – die rot markierten Zeilen sollten auf der Seite oben gedruckt werden, die Zeilen 1 und 2 nur auf der ersten Seite.

Die Lösung:

Der Menüpunkt „Format / Druckbereiche / Bearbeiten…“ öffnet dieses Fenster. Hier wählt man „Wiederholungszeilen / -benutzerdefiniert-“ aus. Rechts kann man dann entweder die Zeilenzahl in der Form $Zeilennummer_Start:$Zeilennummer_Ende reinschreiben, oder diese mit der Schaltfläche rechts davon mit der Maus markieren. Wenn man jetzt mit „OK“ bestätigt, hat man auch schon den gewünschten Effekt erreicht.

In meinem Beispiel würde es auch noch Sinn machen die Leerzeile 6 mit aufzunehmen, da sonst auf der zweiten Seite keine Leerzeile zwischen Überschrift und Daten gedruckt wird. Mit dem Menüpunkt „Datei / Druckvorschau“ kann man sich sofort vom Ergebnis am Bildschirm überzeugen, ohne unnötig Papier zu verschwenden.

Das ganze kann man übrigens auch mit Spalten machen – hier hilft dann das Feld „Wiederholungsspalten“ weiter.

TeamSpeak 3 am Windows Server dauerhaft starten lassen

Kürzlich durfte ich einen TeamSpeak 3-Server auf einem Windows-Server installieren. An sich kein Problem, wenn man die Software nach jeder Anmeldung manuell startet. Schlecht ist das aber, wenn man die Software in einer RDP-Sitzung laufen lässt und dann z.B. durch versehentliche Abmeldung oder einen Server-Neustart danach der Teamspeak-Server nicht mehr läuft. Es musste also eine Lösung her, die TeamSpeak zuverlässig beim starten des Servers startete. Im Internet fand ich einiges dazu, aber das meiste war mit kostenpflichtigen Tools realisiert. Dabei geht es ganz einfach mit Bordmitteln!

Zunächst sollte man den TS3-Server einmalig manuell starten, damit man den Server-Key angezeigt bekommt, den man später zur Administration benötigt. Danach kann man ihn gleich wieder beenden.

Jetzt startet man am Server die Aufgabenplanung und legt hier eine neue „einfache Aufgabe“ an. Ich habe mal einzelne Screenshots davon gemacht.

Der Name und die Beschreibung sind eigentlich egal.

Über den Trigger wird gesteuert, wann die Aufgabe gestartet werden soll – hier macht nur „Beim Start des Computers“ Sinn.

Die Aktion muss „Programm starten“ heißen. Als Programm hinterlegt man den kompletten Pfad zur ts3server.exe. Bei „Starten in“ habe ich später auch noch den Pfad des TS3-Verzeichnisses eingetragen – vermutlich ist das hier an der Stelle schon sinnvoll.

Danach bearbeitet man die Aufgabe nochmal, da man hier noch zwei Dinge ändern sollte.

Zunächst auf der Registerkarte „Allgemein“ – hier muss „Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen“ ausgewählt sein. Wenn man das Fenster später mit „OK“ verlässt, muss man gültige Anmeldedaten eingeben!

Auf der Registerkarte „Trigger“ sollte man die Aktion nochmal bearbeiten und „Verzögern für 1 Minute“ aktivieren. Ansonsten kann es sein, das der Server gestartet wird, bevor die Netzwerkverbindung verfügbar ist, was dann nicht funktioniert und auch wenn die Netzwerkverbindung später hergestellt wird, nicht immer zuverlässig klappt. 1 Minute hat sich bei mir als guten Wert erwiesen.

Und zu guter letzt sollte man die Optionen auf „Einstellungen“ so setzen, wie im folgenden Screenshot zu sehen.

Das wars dann auch schon mit der Konfiguration. Wenn auf dem Server nichts lebensnotweniges läuft, sollte man jetzt mal einen Neustart machen, um es zu testen.

Ich habe es bei mir mit Windows Server 2012 durchgeführt, aber es sollte auch auf Client-Windows-Betriebssystemen wie Windows 7 oder Windows 10 in ähnlicher Weiße funktionieren.

Und wer jetzt meint, TeamSpeak sei nur für Gamer interessant, den muss ich enttäuschen! Hier ging es um eine qualitativ hochwertige Tonübertragung zu einem Webinar…

Betrugsmasche – Webseiten geben vor, den Safari-Browser unter iOS zu sperren

Seit einigen Tagen gibt es eine neue Betrugsmasche im Internet. Diesmal sind iPhone- und iPad-Nutzer betroffen. Wird im Safari-Browser eine „versuchte“ Seite geöffnet, das durchaus mit Links in Mails oder Facebook passieren kann, so geht diese scheinbar nicht mehr zu. Der Browser lässt sich zwar in den Hintergrund bewegen, aber ansonsten sieht er gesperrt aus.

Der Hinweis, der angeblich vom Bundeskriminalamt kommt, fordert zur Zahlung von 200 EUR oder ähnlichen Beträgen mittels iTunes-Karten auf. Wenn man kurz darüber nachdenkt, kommt man vermutlich von selber drauf, das unsere Strafverfolgungsbehörden  niemals per iTunes-Guthabenkarten bezahlt werden wollen.

Was tun als Betroffener? Ganze einfach: Das ganze wird mit einem JavaScript realisiert und somit bekommt man das auf zwei Arten wieder weg:

Zuerst sollte man unter „Einstellungen / Safari / Erweitert“ den Punkt „JavaScript“ deaktivieren. Danach einfach den Browser öffnen und die Seite schließen. Wenn das erledigt ist, JavaScript wieder aktivieren, da es doch von vielen Homepages benötigt wird.

Wenn das nicht funktioniert, dann hilft zuverlässig unter „Einstellungen / Safari“ der Punkt „Verlauf und Websitedaten löschen“. Dann sind allerdings der Browserverlauf und alle geöffneten Webseiten auch entfernt.

 

SIM-Karten zuschneiden – was nicht passt wird passend gemacht…

Immer wieder hat man es mit alten SIM-Karten zu tun, die nicht in aktuelle Android-Handys oder iPhones passen. Neuere SIM-Karten werden meist als Universal-SIM geliefert, bei der man das passende rausdrücken kann. Aber bei alten SIM-Karten hat man es hier schwer.

Die garantiert funktionierende Lösung ist, eine Ersatz-SIM beim Provider zu bestellen. Wenn es aber eilt, oder man die kosten sparen will, kann man es auch versuche, diese zuzuscheiden. Von Standard-SIM auf Mini-SIM funktioniert das meistens ganz gut, von Standard-SIM auf Nano-SIM ist die Erfolgsquote zumindest bei mir nicht so hoch.

Wichtig für alle Nachmacher: Auch wenn man alles richtig macht, besteht die Gefahr, das die SIM zerstört wird. Ich hafte weder für beschädigte SIMs noch für beschädigte Handys!

Bewährt hat sich bei mir die von www.sim-karte-gratis.de bereitgestellte Schablone. Nein, ich werde von denen nicht gesponsort, aber diese PDF hat mir hier schon öfters treue Dienste geleistet. Einfach der Anleitung im PDF folgen und möglichst nicht zu viel wegschneiden.

Viel Erfolg beim Nachmachen!

EBay Versandlabel am Mac auf Dymo Labelwriter drucken

Da habe ich nun, um mir den Versand von EBay-Artikeln etwas zu vereinfachen, einen gebrauchten Dymo Labelwriter 400 Turbo zugelegt. Der Anschluß per USB an meinem Mac war problemlos. Auch das Drucken mit der Dymo-Software funktionierte auf Anhieb. Aber die Versandetiketten von EBay konnte ich auf Anhieb nicht drucken, da diese in einer PDF-Datei im Format DIN A4 kommen. Geht man einfach auf „Drucken“, kommt lediglich ein weißes Label aus dem Drucker. Die meisten Anleitungen zu dem Thema im Internet waren entweder für Windows, oder viel zu umständlich. Hier der einfachste Weg, den ich finden konnte:

Zunächst speichert man mit dem Speichern-Symbol das Label als PDF-Datei ab.

Dann öffnet man die PDF-Datei mit der Vorschau-App vom Mac (also dem Standard-Anzeigeprogramm für PDFs). Dort wählt man den Menüpunkt „Werkzeuge / Rechteckige Auswahl“ aus.

Dann zieht man mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um das eigentliche Label. Möglichst nahe am Text entlang. Das ganze sollte dann so wie im Bild aussehen.

Dann wählt man im Menü den Punkt „Werkzeuge / Beschneiden“ aus.

Die Meldung die dann kommt kann man bestätigen. Jetzt sollte das Label ohne große weiße Ränder angezeigt werden.

Und zu guter letzt ruft man die normale Druckfunktion auf.

Hier sind auch einige Einstellungen wichtig:

Papierformat – hier muss man das Papier auswählen, das man im Labeldrucker hat – in meinem Fall „99012 Large Address“.

Die Ausrichtung muss auf Querformat umgestellt werden.

Ansonsten die Einstellungen wie im Bild und schon klappt es mit dem Drucken.

Viel Erfolg bei der Nutzung eures Dymo Labelwriters am Mac. Das ganze sollte auch mit anderen Dymo-Modellen oder mit Labelwritern anderer Hersteller gehen.

Viel Erfolg beim Drucken von EBay-Versandlabeln!

 

Kobil TAN-Generator – Suche nach Anfang…

Ein Bekannter hatte kürzlich das Problem, das sein Kobil TAN-Generator beim Onlinebanking per SmartTAN Plus / chipTAN nur noch „Suche nach Anfang“ brachte. Er war dann irgendwann genervt und ich durfte mich mit dem Thema befassen. Bei ihm ist das Problem nach einem Rechnerwechsel entstanden.

Zunächst mal der Standard-Hinweis:

Beim Flickerbild kann man im Onlinebanking mit der Lupe die Größe erhöhen oder verringern. Am Ende muss das Flickerbild so groß sein, das der Abstand zwischen den beiden Dreiecken genauso hoch ist, wie der Abstand am Leser. Die beiden Schaltflächen neben „Geschwindigkeit“ kann man nutzen, um die Geschwindigkeit anzupassen. Ändert man den Wert, wird kurz in gelb-orange der eingestellte Prozentwert in den Flickercode eingeblendet. Der Standard-Wert ist hier 80% und den sollte man auch für erste Versuche einstellen. Hat man irgendwann seine optimale Einstellung gefunden, empfielt es sich, den Haken bei „Speichern“ zu setzen. Das ganze wird aber im Browser als Cookie gespeichert, also alles andere als Dauerhaft und darum sollte man sich dann den passenden Prozentwert auch noch merken.

Bei meinem Bekannten hat die Einstellung hier leider nicht viel gebracht. Von 5 Versuchen hat gerade mal einer geklappt. Also weiter – was kann man noch tun?

Zunächst mal: Bildschirmhelligkeit auf Maximum setzen. Gerade bei Notebook-Bildschirmen ist das wichtig. Bei Fest-PCs gibt es bei einigen Bildschirmen einen „ECO-Modus“, der die Helligkeit reduziert. Auch der sollte aus sein. Wenn man am Arbeitsplatz eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen hat, sollte man die zum testen auch mal abschalten, da diese durchaus die Übertragung negativ beeinflussen könnten.

Beim Kobil TAN-Leser gibt es eine Taste „MENU“. Wenn man eine EC-Karte einlegt und auf MENU drückt, kommt man ins Menü des Kartenlesers. Hier kann man dann auf den Menüpunkt „Leser“ / „Flickermodus“ gehen. Standardmäßig ist der Flickermodus auf 00 gesetzt. Diesen Wert sollte man nun zunächst mal auf 01 und wenn das nichts hilft auf 02 setzen.

00 = Standardwert
01 = Empfohlene Einstellung für 24 Zoll-Bildschirme
02 = Empfohlene Einstellung für Hochglanz-Bildschirme

01 & 02 verringern allerdings die Batterielebensdauer!

Empfehlung ist, hier erstmal auf 01 zu gehen und es dann nochmal mit 80% Geschwindigkeit versuchen. Wenn es damit funktioniert, vorsichtig die Geschwindigkeit hoch setzen. Wenn es mit 01 und 80% nicht funktioniert, sollte man auf den Lesermodus 02 gehen und es hier nochmal mit 80% testen und wenns klappt auch da höher gehen.

An meinem Rechner verhielt es sich so, das ich mit Modus 00 bis 120% stabile Übertragungen hin bekam, bei 02 dagegen war bei 90% Schluß. Bei meinem Bekannten war Modus 01 und 90% ein brauchbarer Wert.

Wenn alles nichts hilft und man dem Onlinebanking der Bank die Schuld gibt, sollte man die Leserfunktion mit der Flickersupport-Seite vom Hersteller Kobil überprüfen. Hier wird der gleiche Flickercode wie im Onlinebanking gezeigt und man kann mal etwas damit herumprobieren.

Und wenn alle Stricke reissen, hilft es auch mal, es mit einem anderen Browser (z.B. Mozilla Firefox, Google Chrome oder Internet Explorer) zu testen.

 

Erfahrungsbericht: Zahlungzensur bei Paypal – unglaublich…

Am 01. Januar 2017 fand ich auf der Internetseite vom Weltenbummler Michael Fleck eine DVD die mich interessierte. Ihr Titel „Auf nach Cuba“. Da ich die unbedingt haben wollte, bestellte ich die und zahlte wie nicht selten schnell und bequem mit Paypal. Bisher hatte ich damit nie Probleme – der Betrag wird einige Tage nach der Zahlung vom Girokonto abgebucht und gut ist.

Diesmal war es anders. Sofort nachdem ich in Paypal auf den Bezahlen-Button geklickt habe, kam eine Meldung, das meine Zahlung aus Sicherheitsgründen überprüft werden müsse. Noch dachte ich an nichts böses. Was dann aber folgte, war irgendwie weniger lustig. Erstmal bekam ich diese Mail:

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Wir brauchen Ihre Hilfe
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Guten Tag, Thomas Weiland!

Aus Sicherheitsgründen werden die Kontoaktivitäten in unserem System
regelmäßig überprüft. Vor Kurzem haben wir bei der Überprüfung Ihres Kontos
ein Problem festgestellt.

PayPal ist verpflichtet, alle weltweit geltenden regulatorischen
Vorschriften einzuhalten. Unter anderem müssen wir sicherstellen, dass
unsere Kunden, Händler und Partner bei der Nutzung von PayPal alle
gesetzlichen Vorschriften beachten.

Zur Sicherstellung der gesetzlich zulässigen Nutzung Ihres PayPal-Kontos
brauchen wir von Ihnen Folgendes:

1. Zweck der Zahlung 91204XXXE vom 01 Januar 2017 über €18.00
sowie eine vollständige und ausführliche Beschreibung der Waren oder
Dienstleistungen, die Sie kaufen wollten. Bitte erklären Sie uns auch die
folgende Nachricht in den Transaktionsdetails „Auf nach Cuba.“

Diese Informationen können Sie uns in Ihrem PayPal-Konto unter
„Konfliktlösungen“ zur Verfügung stellen. Klicken Sie dazu in der Spalte
„Aktion“ auf „Klären“ und folgen Sie den Anweisungen.

Sollten wir bis zum 17 Januar 2017 nichts von Ihnen hören, müssen wir Ihr
Konto einschränken, bis das Problem gelöst ist.

Wir bitten um eine zeitnahe Rückmeldung. Für eventuelle Unannehmlichkeiten
möchten wir uns entschuldigen.

Viele Grüße
Ann
Ihr Team von PayPal

Daraufhin loggte ich mich etwas verunsichert in Paypal ein. Dort kam dann gleich der Hinweis, das ich mit unerlaubten Waren handeln würde, und Paypal wolle mich und meine Handelsaktivitäten näher kennenlernen und ich müsse nun begründen, was ich da eingekauft habe. Ich fange an, mich wie ein Schwerverbrecher vorzukommen. Ich habe gegen Handelsbeschränkungen verstossen, illegale Güter gekauft. Ohje. Ich fühle mich schlecht.

Na toll – was war passiert? Scheinbar existieren seit den 1960er Jahre in den USA irgendwelche Handelssanktionen gegen Cuba und jede Paypal-Zahlung die den Begriff „Cuba“ oder „Kuba“ beinhaltet wird wohl separat behandelt und geprüft.

Irgendwie erinnert mich das ganze an die Selektorenliste in der BND-NSA-Affäre. Da werden also alle Zahlungen im Hintergrund vollautomatisch und ohne Hirn gegen irgendwelche Prüflisten laufen lassen. Was passiert, wenn ich da jetzt „Atomwaffen“ in den Verwendungszweck schreibe? Kommt dann gleich ein S.W.A.T.-Team zu mir nach Hause, oder sehe ich einfach zu viele schlechte Filme.

Ich beschließe, einfach einen Screenshot des gekauften Artikels hochzuladen. Einen Tag später war mein Konto wieder freigeschaltet.

Was bleibt, ist aber ein sehr fader Beigeschmack, der mich dazu bewegt, künftig wenn irgendwie möglich kein Paypal mehr zu nutzen. Insgesamt werde ich dadurch jetzt auch meine Einstellung zur Nutzung von Diensten mit Sitz in den USA grundlegend überdenken.

Wer jetzt sagt „Aber ich habe doch nichts zu verbergen“ sollte an der Stelle mal mit diesem gedankenlosen Spruch aufhören und darüber nachdenken, wie schnell man durch seltsame, weltfremde und unverständliche Automatismen in Generalverdacht kommen kann und welche Konsequenzen sowas, wenn es dumm läuft haben kann.

Ich sage nur: keine Macht den Schlapphüten (Geheimdiensten), keine Macht totalitären Staaten und Firmen die diese unterstützen.

An dieser Stelle übrigens noch herzlichen Dank an Michael Fleck, den ich auch über das Chaos mit Paypal informiert habe. Er stand mit mir in sehr freundlichem Mailkontakt und konnte das ganze genauso wenig fassen und verstehen wie ich.

Was tun mit alten Handys und elektronischen Geräten? Electroreturn!

Weihnachten ist gerade erst vorbei, und bei vielen lag irgendein elektronisches Gerät, seit es Handy, Tablet oder MP3-Player unterm Weihnachtsbaum.

Was macht man nun aber mit dem alten Gerät?

Wenn es noch funktioniert, dann wäre z.B. EBay ein guter Platz. Wenn es aber defekt ist: keinesfalls in den Hausmüll! Bei der Deutschen Post kann man sich kostenlos eine Electroreturn-Versandmarke ausdrucken. Angenommen werden alle kleinen elektronischen Geräte, wie Handys, Tablets, MP3-Player, Digitalkameras oder auch kleinere Computerbauteile wie Laufwerke oder leere Druckerpatronen. Verschicken darf man alles, was in einen Maxibrief passt: 35 x 25 x 5 cm, maximal 1000 Gramm.

Vor dem Versand sollte man (sofern noch möglich), Daten löschen bzw. SD-Karten entfernen. Danach ab in den Umschlag, Marke drauf und in den Briefkasten. Großer Vorteil: die Technik wird umweltschonend recycelt.

Electroreturn

Für die Entsorgung von Großgeräten: Entweder beim Kauf eines neuen zurückgeben, beim Händler eine Rücksendemarke anfordern oder beim Wertstoffhof abgeben.

Produkttest: Max ELV Heizungssteuerung

Es ist nun 3 Jahre her, als ich zum Entschluss kam: eine vernünftige Heizungssteuerung muss her. Öfters waren wir mal unterwegs und es wäre schön gewesen, wenn man einzelne Heizkörper im Haus von Unterwegs hätte steuern können. Unsere Wahl fiel auf das Max-Heizungssteuerungs-System von ELV. Nach der nun schon längeren Betriebszeit, kann ich das ganze nun auch gut beurteilen.

Produktfoto von ELV

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme gestaltete sich einfach: zunächst wurde der Max Cube in Betrieb genommen. Das ist quasi das Element, welches das Funksystem mit dem LAN verbindet. Die Konfiguration gestaltete sich mit der mitgelieferten Java-Software, die im Browser läuft sehr einfach. Das ganze funktioniert unter Windows und am Mac und mit etwas Bastelei wohl auch unter Linux (nicht selbst getestet). Am Cube werden nun die Thermostate, Wandthermostate, Eco-Schalter und Türkontakte sowie Funksteckdosen angelernt. Auch das genau wie der Tausch der Thermostate: danke verständlicher Anleitung problemlos.

Funktion

Zur Nutzung am lokalen Rechner kann man die schon erwähnte Konfigurationssoftware verwenden. Die Java-Software startet am Rechner und mit dem Webbrowser greift man dann darauf zu. Warum der Cube nicht direkt ein Webinterface bereitstellt, ist mir schleierhaft. Steuerbefehle werden hier meist in wenigen Sekunden umgesetzt. Nun kann man über die Software auch das Max Portal freischalten. Hier kann man dann über eine Webseite beim Hersteller oder per Smartphone-App die Heizung verwalten. Steuerbefehle dauern hier bis zu 3 Minuten. Wenn… naja… wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Es gab Zeiten, da hatte das Portal regelmäßig Ausfälle und auch heute hakt es ab und an nochmal. Die Hotline ist dann leider keine große Hilfe. Die SmartPhone-App ist nicht so toll – da aber weiter unten mehr dazu.

Komponenten

Zur sinnvollen Nutzung braucht man einen Cube als Schnittstelle zum LAN, dann mindestens 1 Heizkörperthermostat. Wenn man mehrere Heizkörper in einem Raum hat, geht das auch, dann braucht man logischerweise pro Heizkörper ein Thermostat. In größeren Räumen wie Wohnzimmer habe ich dann noch einen Türsensor, der beim Lüften die Heizkörper abschaltet. Und damit man nicht immer zum einstellen der Temperatur aufstehen muss, empfiehlt sich ein Wandthermostat. Mit dem Eco-Taster kann man alle Heizkörper beim Verlassen des Hauses in den Eco-Modus bringen. Den hätte ich mir sparen können, da das ganze schöne über die Zeitsteuerung geht – zumindest wenn man wie ich einen ziemlich regelmäßigen Tagesablauf hat. Dann gibt es noch eine schaltbare Steckdose. Damit kann man sowohl Elektroheizungen steuern, als auch eine Zeitschaltung für die Umwälzpumpe für das Warmwasser realisieren. Letzteres habe ich damit gemacht.

Der Cube steht bei mir im 1. OG, von wo aus alle Thermostate im 2. OG, 1. OG und EG sowie die Steckdose im Keller problemlos erreicht werden können. Soll heißen: Die Funkreichweite ist in Ordnung.

Oberfläche der Max-Anwendung

Schwachstellen

Leider hat das System einige Schwachstellen. Zunächst mal verstehe ich nach wie vor nicht, warum der Cube kein Webinterface hat, sondern über den Weg eines Portals und einer lokalen Java-App genutzt werden muss. Über die Java-Anwendung kommen auch Firmware-Updates für den Cube, womit ich mir mal einen Cube zerstört habe. Eine gleichzeitige Nutzung von lokaler Java-Anwendung und Steuerung übers Portal ist nicht möglich. Bei Räumen ohne Raumthermostat wird leider nicht die aktuelle Raumtemperatur angezeigt, obwohl das Heizungsthermostat die ja kennen müsste.

Die iOS-App ist einfach nur schlecht. Ab und an passiert beim Ändern der Temperatur einfach nichts. In einer alten App-Version hat man die Temperatur eingestellt und musste auf „Senden“ klicken. In der neuen Version stellt man nur noch die Temperatur ein, und muss hoffen das irgendwas passiert. Oft klappt es, aber leider nicht immer. Wir haben es uns nun schon angewöhnt, nach 5 Minuten nochmal in die App zu schauen. Echt umständlich. Am iPad sieht die App zwar gut aus, aber wenn man wie ich die Rotationssperre des iPads auf Querformat hat, wird die App aus unverständlichen Gründen immer im Hochformat angezeigt. Und dann das schlimmste: die iPhone-App ist keine 64 Bit-App. Damit wird, sobald die Max-App geladen wird, das 32 Bit-Subsystem am iPhone geladen und somit das ganze Gerät unnötig verlangsamt. Seit iOS 10 bekommt man hier sogar einen Hinweis. Diesen Mangel könnte der Hersteller (wenn er denn wollte) leicht beheben, da die gleiche App aus dem Hause eq3 (das ist der Hersteller des Systems) sehr wohl 64 Bit unterstützt, aber die von ELV leider nicht.

Max ELV verlangsamt das iPhone

Und dann gibt es noch ein Problem: 2 Heizkörperthermostate haben in der letzten Zeit den Geist aufgegeben. Beide mit dem gleichen Fehler: Dreht man am Drehrad, sprang die Temperatur unkontrollierbar hoch und runter, anstatt einfach in 0,5 Grad Schritten in die passende Richtung zu gehen.

Fazit

Mein Fazit ist durchwachsen. Die Hardware ist ganz ok für den Preis, der Cube und die Steuerung des Cubes ist nicht mehr zeitgemäß, genauso wie das Konzept eines zentralen Portals. Die Software und insbesondere die iOS App sind absolut schlecht.

Insgesamt werde ich das System zwar behalten, aber ich werde mich mal damit befassen, ob ich das ganz per Raspberry Pi und FHEM steuern kann. Das es grundsätzlich geht habe ich im entsprechenden Forum schon gelesen. Dann fliegt halt der Cube, aber der Rest kann bleiben. Und dann ist man auch von einem zentralen Portalbetreiber unabhängig.

Nachtrag 07.01.2017

Seit wenigen Tagen gibt es ein Update der iOS-App. Jetzt unterstützt die wenigstens mal den zeitgemäßen 64-Bit-Modus. Das aber auch erst, nachdem im ELV-Forum unzählige Anwender nachgefragt haben. An sich hat die App bei meinen wenigen Versuchen in den letzten Tagen funktioniert. Aber ob das auch zuverlässig ist, werde ich erst in ein paar Wochen beurteile können.