SmartArt Objekte in LibreOffice?

LibreOffice ist gut. Aber zugegeben: manche (wenige) Dinge sind im Microsoft Office einfach schöner. Eines dieser Dinge sind die SmartArts, mit denen man z.B. in eine Präsentation sehr einfach ein schönes Schaubild integrieren kann.

Wenn man jetzt nicht gerade zu den absoluten Power-Usern gehört, die täglich so was benötigen, gibt es hier aber auch für LibreOffice eine Lösung. Am einfachsten lädt man sich das SmartArt Objects Workaround Template herunter und öffnet das mit LibreOffice. Es werden nun 213 verschiedene Grafikobjekte angezeigt. Das gewünschte einfach doppelt anklicken, dann in der Folienansicht markieren und über die Zwischenablage in die eigene Präsentation einfügen.

Mit einem Doppelklick auf die jeweiligen Texte kann man diese bearbeiten und auch z.B. die Farben der Grafiken kann man bei Bedarf noch anpassen. Ok – nicht die absolute Super-Lösung, aber um mal schnell eine Grafik zu bauen, reicht es alle mal.

 

ownCloud vs. Nextcloud – was bringt mir das?

Momentan spielt sich zwischen ownCloud und Nextcloud ähnliches ab wie damals zwischen OpenOffice und LibreOffice:

ownCloud war das ursprüngliche Projekt, aber aufgrund einiger Streitereien haben einige Entwickler das Handtuch geworfen und eine Abspaltung (=Fork) des Projekts gemacht. Den gibt es nun mit dem Namen „NextCloud“.

Im Gegensatz zur ownCloud bietet Nextcloud eine etwas schönere Oberfläche, Unterstützung von WebRTC, Branding, anonyme Uploads, Passwortrichtlinien, Integration der Online-Office-Lösung „Collabora Online“ und noch ein paar Dinge, die es bei ownCloud nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Version gab.

Das Upgrade von ownCloud zu Nexcloud verlief erstaunlich problemlos. Ein paar Kleinigkeiten sollte man aber beachten:

Ich habe von ownCloud 9.1.4 upgedated. Zunächst habe ich meine ownCloud in den Wartungsmodus (Maintenance-Mode) versetzt und Datenbank sowie Daten gesichert. Dann löscht man alle Dateien und Verzeichnisse, außer dem config und dem data-Verzeichnis. Jetzt überträgt man die „neue“ Version. Beim Upgrade von ownCloud zu Nextcloud ist es wichtig, das man nicht von ownCloud direkt zur aktuellsten Version von Nextcloud upgraden darf. Der Migrationspfad ist

ownCloud 9.1.x -> Nextcloud 10.0.4 -> Nextcloud 11.x

Aber zunächst habe ich mal die Nextcloud 10.0 hochgeladen, den Wartungsmodus in der config wieder entfernt und dann das Upgrade über den Aufruf der Startseite im Browser gestartet. Alternativ kann man das auch mit dem CLI-Utility der Nextcloud machen, was aber nur bei größeren Instanzen nötig ist.

Beim Upgrade von Nextcloud 10.0.4 auf Nextcloud 11.x darf man dann obige Schritte noch einmal wiederholen.

Wenn dann alles geklappt hat, steht der Nutzung der Nextcloud nichts mehr im Wege. Die Clients auf den Windows-, Linux- und Mac-Rechnern kann man von ownCloud auf Nextcloud updaten, muss man aber nicht, da die jeweils „anderen“ kompatibel sind. Ich habe es gemacht.

Nutzt man die ownCloud per WebDAV aus iPad-Apps, ändert sich nichts.

Hier ein Blick auf die neue Oberfläche:

Mozilla Firefox – automatische Updates verhindern

Dieser Tipp ist jetzt weniger für zu Hause gedacht. Aber gerade in Firmen kommt es vor, das man eine Anwendung mit einer bestimmten Browserversion testet und verhindern will, das automatische Updates der Anwendung durch den Anwender dazwischenkommen und mit Pech alles lahmlegen.

Das habe ich nun für den Mozilla Firefox benötigt. Hier wollte ich alle automatischen Updates verhindern.

Am einfachsten geht das, indem man in die Adresszeile „about:config“ eintippt und die Meldung bestätigt.

Nun ändert man folgende Einträge auf folgende Werte ab:

app.update.auto = false
browser.search.update = false
app.update.enabled = false
extensions.update.enabled = false
extensions.update.notifyUser = false

Nun einfach den Tab schließen und Firefox neu starten.

Nun gibt es aber immer noch die Möglichkeit, das der Anwender über den „Über“-Dialog manuell ein Update startet. Aber auch hierfür gibt es eine ganz einfach Lösung.

Zunächst sucht man nach dem Profil-Ordner von Firefox. Im Profile-Ordner legt man einen Ordner „chrome“ an, sofern der noch nicht vorhanden ist.

Darin legt man eine Datei „userCrome.css“ an, die folgenden Inhalt haben muss:

@namespace url(„http://www.mozilla.org/keymaster/gatekeeper/there.is.only.xul“);

@-moz-document url-prefix(„chrome://browser/content/aboutDialog.xul“) {

#updateBox {
display: none
}
}

Danach Firefox einfach neu starten und schon ist die Update-Schaltfläche im Versions-Dialog verschwunden.

Mozilla Firefox – rechte Maustaste bringt Menü über dem gewünschten Menü

Der Betreff beschreibt recht „komisch“, was ich hiermit eigentlich sagen will. Seit einiger Zeit nutze ich zur Netzwerküberwachung das webbasierte Tool „prtg“. Hier wird im Browser viel mit der rechten Maustaste gearbeitet. An einem Rechner mit Firefox wird nun über das gewünschte Kontext-Menü, welches die Webseite liefert immer das Standard-Firefox-Menü drübergelegt, was die Seite dann unbedienbar macht. Das sieht dann so aus:

Das ganze ist aber recht einfach zu beheben, wenn man weiß an welcher Stelle man das anfassen muss. Zunächst gibt man in der Adresszeile vom Firefox  about:config  ein und bestätigt die Meldung, das man wirklich vorsichtig sein wird. In die Suchzeile oben gibt man nun „dom.ev“ ein und wählt dann in der Trefferliste den Eintrag „dom.event.contextmenu.enabled“ aus. Mit einem Doppelklick stellt man den auf „true“, damit es dann so aussieht wie hier im Screenshot.

Jetzt kann man das Konfig-Fenster wieder schließen und ab sofort funktioniert die rechte Maustaste auf den entsprechenden Webseiten ohne eine Überblendung des Firefox-Menüs.

 

HP-Notebook meldet nach Speicheraufrüstung: Memory incompatible (2E3)

Nach einer Aufrüstung des Arbeitsspeichers von 4 GB auf 8 GB meldete ein neueres HP-Notebook beim Rechnerstart: Memory incompatible (2E3).

Eigentlich war ich mir sicher, das ich die richtigen Speichermodule reingesteckt habe. Das Notebook verwendete DDR3-1600er Module in SO-DIMM-Bauweise. Und genau das habe ich installiert.

Dann habe ich mir nochmal das Originalmodul genauer angeschaut. Obwohl das optisch und auch von den Daten her gleich ist, handelt es sich beim Original um „Low Voltage“-Speicher.

Low Voltage wird vor allem bei Notebooks oder stromsparenden Rechnern eingesetzt, da hier mit niedrigerer Spannung entsprechend Energie gespart werden kann, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Steckt man nun normalen Speicher rein, kann das zwar funktionieren, aber er wird mit einer zu niedrigen Spannung betrieben und kann somit instabil laufen.

Die Lösung war dann auch ganze einfach: kaum hatte ich das richtige Speichermodul in Low Voltage-Bauweise reingesteckt, schon war die Meldung verschwunden. Was lerne ich daraus: Auch wenn ein Speichermodul optisch gleich aussieht und die Werte augenscheinlich passen, kann es doch noch einen Unterschied geben – also Augen auf beim Speicherkauf.

1. Geburtstag dieses Blogs

Heute feiert mein Blog@Work seinen ersten Geburtstag! Happy Birthday – feiere schön im Kreise deiner Digitalen Verwandtschaft und Freunde.

Ursprünglich war diese Seite nur als digitaler Notizzettel für mich gedacht, damit ich wichtige Infos immer im Zugriff habe und nicht lange suchen muss. Aber die vielen Zugriffe auf dieses Blog und die zahlreichen Kommentare zeigen mir: der Notizzettel ist auch für andere hilfreich. Das freut mich natürlich!

Wechsel von iPhone zu Android – kein SMS-Empfang mehr!?

Ein Bekannter wechselte kürzlich von einem iPhone auf ein Android-Handy (unverständlich, aber naja…). Seitdem bekommt er von anderen iPhone-Nutzern keine SMS mehr.

Das Problem ist relativ einfach erklärt: Seine Handynummer, die er behalten hat, ist noch bei iMessage angemeldet und die anderen iPhones versuchen nun iMessage zu verschicken, die aber am Android-Handy nicht ankommen.

Die Lösung ist relativ simpel.

Auf
https://selfsolve.apple.com/deregister-imessage/de/de

kann man sich schnell und einfach von iMessage und Facetime abmelden. Es gibt zwei Möglichkeiten – entweder wenn man das iPhone noch hat, dann geht’s über die Einstellungen, oder wenn man es nicht mehr hat, dann bekommt man eine Bestätigungs-SMS.

Linux – Konfigurationsdateien ohne Kommentar- und Leerzeilen ausgeben

Konfigurationsdateien unter Linux können recht unhandlich werden. Jetzt hatte ich kürzlich eine Squid-Konfigurationsdatei hier, die über 7.000 Zeilen lang war, wobei fast alles Kommentarzeilen oder Leerzeilen waren. Für eine bessere Übersichtlichkeit und Wartung wollte ich nun alles außer den Kommentaren und Leerzeilen ausgeben lassen.

grep -v „^#“ /etc/squid/squid.conf | sed -e ‚/^$/d‘

Dieser Befehl hat mir dann weitergeholfen. Als Ergebnis kommen dann nur die reinen Konfigurationszeilen raus.

Der grep-Befehl lässt zunächst nur alle Zeilen durch, die nicht mit „#“ anfangen. Der sed-Befehl entfernt dann alle Leerzeilen.

Das Ergebnis kann man dann in eine Datei umleiten und die dann als neue Konfigurationsdatei nutzen. Es empfiehlt sich aber, die alte Konfig-Datei zu sichern, da die Kommentare doch manchmal sinnvoll sind.

LibreOffice Präsentationen verkleinern und Hilfe bei extrem langer Speicherdauer

Eine Kollegin hatte eine LibreOffice-Präsentation, die beim speichern extrem lange Zeit (mehr als 10 Minuten) benötigt hat. Außerdem war die Präsentation über 15 MB groß und musste um sie per Mail zu verschicken verkleinert werden.

Beide Probleme kann man mit Bordmitteln von LibreOffice bequem und einfach beheben – der Menüpunkt „Extras / Präsentation komprimieren“ hilft hier weiter.

Beim Schritt 3 kann man die JPEG-Qualität in % angeben. Kleinere Werte bedeuten kleinere Dateien, aber auch schlechtere Bildqualität. Empfehlenswert sind hier Werte von 70 bis 80%, da man hier einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße erreichen kann.

Die rot markierte Option „Verknüpfungen zu externen Grafiken lösen“ behebt das Problem, das LibreOffice extrem lange Zeit benötigt oder auch gar nicht mehr reagiert, wenn man eine Datei abspeichern will. Das Problem entsteht meist indem man Inhalte über die Zwischenablage einfügt und dann ggf. Verknüpfungen auf externe Netzwerkressourcen bestehen. Hier werden diese Netzwerkdaten lokal in die Datei integriert und alles ist dann wieder schnell. (vereinfacht ausgedrückt).

OLE-Objekte sind auch ein weiterer Grund für lange Speicherzeiten oder Kompatibilitätsprobleme. Sowas entsteht z.B. wenn man eine Excel-Tabelle in eine LibreOffice-Präsentation einfügt. Vorteile von OLE ist, das man das Objekt noch bearbeiten kann. Nachteil ist aber, das es relativ groß und langsam ist bzw. auf Rechnern ohne die eingebettete Anwendung (in dem Beispiel MS Excel) nicht bearbeitet werden kann. Müssen die Daten nicht mehr nachträglich geändert werden, kann man hier die Option wie im Bild gezeigt auswählen. Muss man noch Änderungen vornehmen, sollte man diese Option aber nicht aktivieren.

Auf der letzten Seite wird dann noch eine Zusammenfassung angezeigt. In meinem Beispiel wurde die Präsentation von 14,2 MB auf 7,3 MB verkleinert.

Es empfiehlt sich hier immer an dieser Stelle, nur mit einer Kopie des Dokuments zu arbeiten und die unkomprimierte Version als Archivkopie stehen zu lassen. Hat man beispielsweise die JPG-Qualität zu niedrig gesetzt, hat man sonst keine Möglichkeit mehr, die dann sehr schlechte Qualität der Präsentation wieder auf akzeptables Niveau zu bringen.

Fazit: Diese gut versteckte Funktion in LibreOffice sollte jeder kennen, der häufig mit Präsentationen arbeitet und diese auch mit anderen Personen per Mail austauschen muss.

 

iPad/iPhone startet nach Update nicht mehr – Maßnahmen zur Wiederbelebung

Jetzt ist es passiert – ich habe an einem iPad ein iOS-Update gemacht und danach zeigte es nur noch den Apfel auf dem Display an. Alle weiteren Versuche endeten auch immer mit einem Apfel auf dem Display.

Was macht man nun?

Wir benötigen einen Windows- oder Mac-Rechner mit installiertem iTunes. Dann schaltet man das iPad aus. Dann drückt man den Home-Button und hält ihn gedrückt, während man das iPad mit dem Rechner verbindet. Am iPad wird nun das iTunes-Symbol angezeigt und iTunes sollte sich mit der untenstehenden Meldung äußern:

Zunächst kann man „Aktualisieren“ ausprobieren. Hier wird das iOS nochmal installiert, und die Daten sollten erhalten bleiben. In meinem Fall half nur ein „Wiederherstellen“ weiter, was im Prinzip einer kompletten Neuinstallation incl. Formatierung entspricht. Hierbei gehen die Daten verloren, d.h. man kann danach seine (hoffentlich) vorhandene Datensicherung zurücksichern.