SIM-Kartennummer am Handy auslesen

Eigentlich hat die SIM-Kartennummer keine große Bedeutung. Aber es gibt einige Fälle in denen man die braucht. Beispielsweise beim Anbieterwechsel, oder wenn man Multi-SIM (also mehrere SIM-Karten mit einer Rufnummer) nutzt, macht es Sinn, die Kartennummer zu kennen.

Der Fachbegriff für die Kartennummer lautet: Integrated Circuit Card ID (ICCID)

Unter Android kann man sich diese Kartennummer leider nicht anzeigen lassen. Aber wenn man im PlayStore einfach nach ICCID sucht, findet man einige Apps mit denen man die ICCID auslesen kann.

Bei iOS-Geräten (iPhone und iPad) ist das noch etwas einfacher: Einfach in die Einstellungen unter Allgemein / Info. Dort wird dann die ICCID angezeigt.

Wenn man hingegen die SIM-Karte schon ausgebaut hat: meist steht die ICCID auch aufgedruckt auf der Karte. Aber mit obigen Tipps erspart man sich u.U. das ausbauen.

Webserver-Administration mit VirtualMin – Plesk ist tot…

Bisher (siehe alte Blog-Einträge) war ich ein zufriedener Nutzer der kommerziellen Server-Administrationsoberfläche Plesk. Leider hat der Softwarehersteller seine Lizenzpolitik zum Jahresende 2017 so geändert, so das ich jetzt mehr Geld für die Administrationsoberfläche als für den vServer gezahlt hätte. Das war nicht mehr tragbar und so sah ich mich nach einer zukunftsfähigen Lösung um, die meine Anforderungen abdeckte. Diese wären:

  • Einfach Administration von Domains und Subdomains
  • Einfach Administration vom Mailadressen, Mailpostfächern und mySQL-Datenbanken
  • Grafische Oberfläche die verständlich und leicht zu installieren ist
  • Unterstützung von Let’s Encrypt SSL-Zertifikaten für Webserver, Mailserver und FTP-Server
  • Automatisierung von Backups auf einen externen Server, wenn möglich Übertragung per SSH

Ich habe einiges ausprobiert und bin dann letztlich bei VirtualMin gelandet, einer Erweiterung zu Webmin. Meine Anforderungen erfüllt es gut und die Installation verlief dank der ausführlichen Anleitung auf der Webmin-Homepage recht gut. Es stellte sich heraus, das man VirtualMin am besten mit dem Installationsskript auf einem Server installiert, auf dem ein minimal konfiguriertes Linux, am besten ohne Apache und mySQL läuft. Während das Installationsskript läuft, werden alle Komponenten wie mySQL, Apache, Mail- und FTP-Server nachinstalliert.

Ausführliche Infos und die Installationsanleitung findet man auf der Webseite von VirtualMin.

Die Navigation der Anwendung sieht dann so aus:

Alles in allem funktioniert das ganze sehr problemlos und nach kurzer Eingewöhnungszeit kann ich mitlerweile damit alles tun, was ich in Plesk erledigt habe. Nur halt endlich in einer OpenSource-Software, die keine irren Beträge kostet und von einer willkürlichen Preispolitik eines Herstellers abhängig ist.

Ach ja: ein Update von Plesk auf VirtualMin geht nicht, genauso wenig wie das zu einem anderen Panel hin ginge. Die Software macht hierfür zu viele Änderungen im System und jedes Administrationspanel speichert seine Daten an unterschiedlichen Orten und hat auch so einige Besonderheiten, die einen einfachen Umstieg schwierig machen. Aber mit einer Parallelbereitstellung von 2 Servern und schrittweisen Umzug war das alles kein großes Problem.

Snom-IP Telefon an der FritzBox anmelden

Ich habe mit meiner FritzBox zwar mehrere schnurlose FritzFons verbunden, aber ganz wollte ich auch jetzt auf den Komfort eines richtigen, kabelgebundenen Telefons nicht verzichten. Meine Wahl fiel auf eine Snom 300, das man bei EBay schon um die 30 EUR herum bekommt. Die folgende Anleitung funktioniert aber auch bei ähnlichen Snom-Telefonen.

Die Konfiguration des Telefons an der FritzBox ist zwar relativ einfach, allerdings muss man hier wissen, was man wo und wie einstellen muss.

Zunächst muss man in der FritzBox ein neues Telefonie-Gerät anlegen – Typ ist hier IP-Telefon.

Wichtig sind hier der Benutzername und das Kennwort. Die Anmeldung aus dem Internet sollte man nur dann erlauben, wenn man das auch wirklich braucht. Für ein IP-Telefon hinter der Fritz Box ist das nicht erforderlich und sollte somit aus Sicherheitsgründen deaktiviert bleiben.

Auf der Webkonfig des Snom-Telefons sollte man nun erstmal Allgemeine Dinge wie Sprache, Klingelton, Telefonbuch usw. konfigurieren. Infos hierzu gibt das Snom-Wiki her. Danach geht man auf den Punkt „Idendität 1“ und hinterlegt hier die Daten wie unten im Bild zu sehen.

Im wesentlichen wars das auch schon mit den Einstellungen.

Stellt sich noch die Frage: Warum sollte man hier die Verbindung zur FritzBox aufbauen und nicht direkt zum SIP-Anbieter wie z.B. Sipgate? Nun – relativ einfach: Wenn man noch weitere Telefone an der FritzBox angemeldet hat, meldet sich die Fritz Box beim Anbieter an und es klingeln alle parallel und man kann vom einen Telefon zum anderen intern telefonieren.

macOS – Mauszeiger vergrößern

Ich sehe zwar nicht sonderlich schlecht, aber auf einem hochauflösenden Bildschirm ist der Mauszeiger von macOS schon sehr klein und geht dann gerne mal unter. Es gibt zwar die Hilfe, das man mit einer Art Schüttelbewegung der Maus den Zeiger kurz größer erscheinen lässt, aber etwas größer wäre er manchmal gut.

Unter Windows findet man die Einstellung bei der Maus, wo man sie aber beim Mac vermisst.

Beim Mac ist sie in den Bedienungshilfen versteckt. Da aber nicht im Punkt „Maus“, wo man sie vermuten würde, sondern unter „Anzeige“. Einfach die Cursor-Größe etwas nach oben drehen. Keine Angst, der Mauszeiger wird dadurch nicht pixelig – er wird ganz sauber groß skaliert. Das gleiche gilt für Standard-Zeiger wie z.B. die Hand. Einige wenige wie z.B. das Fadenkreuz sehen etwas komisch aus. Aber dafür ist der Zeiger jetzt nicht mehr so winzig.

Probiere es mal aus!

Per VNC auf den Raspberry Pi schalten

Manchmal ist es nicht schlecht, wenn man sich mal kurz auf den Raspberry Pi per VNC draufschalten kann. Nun kann man zwar einfach einen VNC-Server wie TightVNC installieren, allerdings stellt dieser einen zusätzlichen virtuellen Bildschirm bereit. Ich möchte aber genau das sehen, was auch wirklich auf dem angeschlossenen Bildschirm dargestellt wird. Hierzu benötigt man das Paket x11vnc

Also:

sudo apt-get updatesudo apt-get install x11vnc

Und danach startet man das ganze einfach aus einer SSH-Sitzung heraus mit

x11vnc -usepw -forever -display :0

Die Option „-forever“ besagt, das der VNC-Server auch nach der Verbindungstrennung weiterläuft. Mit „-usepw“ wird man beim ersten Aufruf nach einem VNC-Kennwort gefragt. Das sollte man nun festlegen. Es hat mit dem Linux-Benutzerpasswort nichts zu tun. Hier geht es um das Passwort, das man beim Verbindungsaufbau in seinem VNC-Client eingeben muss. Ein Readonly-Kennwort muss man nicht vergeben.

Der Verbindungsaufbau zum VNC-Server ist nun so lange möglich, wie die aktuelle SSH-Session läuft bzw. so lange bis man mit Strg + C den Server beendet hat.

Um eine Verbindung aufzubauen benötigt man einen beliebigen VNC-Client, den es für fast alle Betriebssysteme gibt. Der Verbindungsaufbau erfolgt dann zur IP vom Raspberry Pi gefolgt von der Portnummer 5900. Also z.B. zu 192.168.178.25:5900

Manchmal wäre es schön, wenn der VNC-Server automatisch nach der User-Anmeldung gestartet werden würde. Hierzu erstellt man eine Autostart-Datei namens /home/pi/.config/autostart/X11VNC.desktop

mit folgendem Inhalt:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=X11VNC
Exec=x11vnc -usepw -forever -display :0
StartupNotify=false

Und nach einem Neustart vom Raspberry Pi wird nun nachdem sich der Benutzer angemeldet hat, automatisch der VNC-Server gestartet.

Nun kann es aber auch sinnvoll sein, das der VNC-Server noch vor der Benutzeranmeldung gestartet wird. Auch das geht. Zunächst muss man das VNC-Passwort an zentraler Stelle ablegen:

sudo x11vnc -storepasswd /etc/x11vnc.pass

Dann legen wir eine systemd-Unit an,

sudo nano /lib/systemd/system/x11vnc.service

mit folgendem Inhalt:

[Unit]
Description=Start X11VNC
After=multi-user.target

[Service]
Type=simple
ExecStart=/usr/bin/x11vnc -display :0 -auth guess -forever -loop -noxdamage -repeat -rfbauth /etc/x11vnc.pass -rfbport 5900 -shared

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Und last-but-not least wird nun noch der autostart eingerichtet:

sudo systemctl enable x11vnc.service

 

 

Aktivierung von MS Office 2010 nicht möglich – telefonische Aktivierung nicht mehr unterstützt

An einem vorhandenen Rechner wurden einige Hardware-Komponenten getauscht, woraufhin das installierte und aktivierte Office 2010 Home and Business beim Start die Meldung brachte, das es neu aktiviert werden müsse.

Leider schlug die Online-Aktivierung fehl. Der Aktivierungsassistent teilt einem dann mit, das man telefonisch aktivieren solle. Dann kommt diese Meldung:

Was nun? Eine neue Office-Version kaufen schied aus, da aus Kompatiblitätsgründen unbedingt Office 2010 benötigt wurde.

Die Meldung legt ja nahe, das eine telefonische Aktivierung nicht mehr möglich sei. Das stimmt so aber nicht. Bei Microsoft gibt es eine Seite, über die man die aktuell gültige Rufnummer abfragen kann:

https://support.office.com/de-de/article/Fehler-beim-Aktivieren-von-Office-Die-telefonische-Aktivierung-wird-f%C3%BCr-dieses-Produkt-nicht-mehr-unterst%C3%BCtzt-9b016cd2-0811-4cb3-b896-5a6a13177713

 

Strg + Alt + Entf in Remote Desktop-Sitzung vom Mac aus eingeben, um das Passwort zu ändern

Vom Mac aus nutze ich zur Verwaltung von Windows-Servern den Microsoft-Remote-Desktop Client. Nun stellte sich kürzlich die Frage, wie man das Passwort ändern kann, da es ja keine Entf-Taste am Mac gibt, um in das entsprechende Menü zu gelangen.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten:

Windows-Tastatur anschließen: will ich nicht, ist am MacBook Pro nicht so schön.

Per Kommandozeile: net user Benutzername neuesPasswort  – ist zwar ok, aber auch nicht die universelle Lösung

Das einfachste, naheliegendste, aber man braucht etwas zur Lösung: Entf ist am Mac die Tastenkombination fn + Backspace. Also muss man statt Strg + Alt + Entf die Tasten Control + Alt/Option + fn + Backspace (Pfeil nach links) drücken und schon ist alles ganze einfach.

Linux – Dateien anzeigen, die in den letzten X Tagen erstellt oder geändert wurden

Unter Linux ist es relativ leicht, alle Dateien rekursiv unterhalb des aktuellen Verzeichnisses anzeigen zu lassen, die in den letzten X Tagen geändert wurden:

find ./ -mtime -3

Dieser Befehl gibt alles Dateien aus, die in den letzten 3 Tagen geändert oder erstellt wurden.

Andersherum geht es natürlich auch – wenn man statt -3 z.B. +3 angibt, werden alle Dateien ausgegeben, die älter als 3 Tage sind.

E-Mail „Final Reminder – Expiration Offer“ für eine Domain erhalten – was ist das?

Für meine Domain mit der Endung „.space“ habe ich kürzlich die untenstehende Mail erhalten. Auf den ersten, flüchtigen Blick hat es für mich fast so ausgesehen, als ob ich meine Domain für 86 USD verlängern lassen müsse. Als ich dann aber den Text genauer gelesen habe, stellte ich fest, das es ein „Angebot“ für SEO (Suchmaschinenoptimierung) sei und keine Rechnung.

Also – wer auch solche Mails bekommt: Löschtaste betätigen! Mehr ist so ein komisches Angebot nicht wert.

Plesk Onyx Server – Upgrade von mySQL auf MariaDB 10.1

Nachdem ich einen neuen Server mit CentOS 7 aufgesetzt habe und darauf Plesk Onyx als Administrationsoberfläche installiert habe, musste ich feststellen, das darauf mySQL Server 5.5 lief. Da ich einige bestehende Datenbanken übernehmen musste, brauchte ich da was neueres.

Wie so oft im Internet fand ich viele falsche Anleitungen, wie man das macht. Hier nun die zusammengefasste und richtige Fassung:

Zunächst muss man die Version 10.1 von MariaDB installieren. 10.2 wird von Plesk noch nicht voll unterstützt. Was auch immer das bedeutet – ich wollte es nicht ausprobieren. Die Anleitung gibt es bei Plesk.

Theoretisch ist damit das Update auch schon erledigt. Aber ganz vollständig ist die Anleitung leider noch nicht, da die Datenbankstruktur selbst hiermit noch nicht upgedated wurde, was man an Einträgen im Log sieht.

Abschließend muss man noch mit dem Befehl

MYSQL_PWD=`cat /etc/psa/.psa.shadow` mysql_upgrade -uadmin

die Datenbankstruktur aktualisieren – und schon funktioniert alles mit MariaDB 10.1.

Nachdem ich dann aber den Watchdog wieder aktiviert habe und den Server neu startete, stellte ich fest, das der Watchdog mit der MariaDB nicht umzugehen wusste. Ich habe da dann noch vom Watchdog eine Mail bekommen, das die Überwachung von MySQL deaktiviert wurde.

Die Lösung: in den Einstellungen vom MySQL-Dienst im Watchdog musste ich die Befehle für das Starten und Beenden des Services anpassen, wie im folgenden Screenshot. Und damit wurde dann auch MariaDB wieder überwacht.