Anonym im Internet surfen mit Tor-Browser

torconnectWarum anony surfen – ich habe doch nichts zu verbergen, oder? Nun… Nein! Freiheit ist ein sehr wichtiges Grundrecht. Und Spionage und Überwachung ist etwas, das wir in unserer Welt nicht akzeptieren dürfen. Je mehr Personen einen Anonymisierungs-Dienst nutzen, desto aufwändiger, teurer und uninteressanter wird die Massenüberwachung.

Damit wir auch diese Freiheit im digitalen Raum haben, bietet sich der Tor-Browser an. Ihn gibt es für MacOS X, Linux und Windows.

Direkt beim Start baut er eine verbindung zum Anonymisierungsnetzwerk Tor auf.

Surfe ich nun wirklich anonym? Prinzipiell ja, aber einige Dinge sollte man natürlich beachten:

  • Seiten die einen Login erfordern oder anbieten (Google, Facebook usw.) sind dann natürlich nicht anonym, da man ab da wieder verfolgt werden kann. Logisch – man hat sich jetzt ja ausgewiesen und seine Identität bekannt gegeben.
  • Kein BitTorrent über Tor nutzen
  • Vorsicht mit den Suchmaschinen. Google empfehle ich hier nicht. Lieber das mitgelieferte Disconnect nutzen.
  • HTTPS statt HTTP verwenden, wann immer das möglich ist (Browserplugin HTTPS-Everywhere empfohlen)
  • Keine Browserplugins in den Tor-Browser installieren
  • Vorsicht bei Webmaildiensten
  • Heruntergeladene Dokumente (Word, HTML usw.) erst öffnen, wenn man wieder Offline ist. Je nach Dokument kann das ggf. verfolgt werden.

Eine gute Aufstellung dieser Privacy-Hinweise findet man hier.

Hier noch ein Screenshot des Tor-Browsers. Da es sich hierbei um einen modifizierten Firefox-Browser handelt, sieht der sehr vertraut aus und ist somit auch für Einsteiger keine wirklich Herausforderung.

tor-browser

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