Webserver-Administration mit VirtualMin – Plesk ist tot…

Bisher (siehe alte Blog-Einträge) war ich ein zufriedener Nutzer der kommerziellen Server-Administrationsoberfläche Plesk. Leider hat der Softwarehersteller seine Lizenzpolitik zum Jahresende 2017 so geändert, so das ich jetzt mehr Geld für die Administrationsoberfläche als für den vServer gezahlt hätte. Das war nicht mehr tragbar und so sah ich mich nach einer zukunftsfähigen Lösung um, die meine Anforderungen abdeckte. Diese wären:

  • Einfach Administration von Domains und Subdomains
  • Einfach Administration vom Mailadressen, Mailpostfächern und mySQL-Datenbanken
  • Grafische Oberfläche die verständlich und leicht zu installieren ist
  • Unterstützung von Let’s Encrypt SSL-Zertifikaten für Webserver, Mailserver und FTP-Server
  • Automatisierung von Backups auf einen externen Server, wenn möglich Übertragung per SSH

Ich habe einiges ausprobiert und bin dann letztlich bei VirtualMin gelandet, einer Erweiterung zu Webmin. Meine Anforderungen erfüllt es gut und die Installation verlief dank der ausführlichen Anleitung auf der Webmin-Homepage recht gut. Es stellte sich heraus, das man VirtualMin am besten mit dem Installationsskript auf einem Server installiert, auf dem ein minimal konfiguriertes Linux, am besten ohne Apache und mySQL läuft. Während das Installationsskript läuft, werden alle Komponenten wie mySQL, Apache, Mail- und FTP-Server nachinstalliert.

Ausführliche Infos und die Installationsanleitung findet man auf der Webseite von VirtualMin.

Die Navigation der Anwendung sieht dann so aus:

Alles in allem funktioniert das ganze sehr problemlos und nach kurzer Eingewöhnungszeit kann ich mitlerweile damit alles tun, was ich in Plesk erledigt habe. Nur halt endlich in einer OpenSource-Software, die keine irren Beträge kostet und von einer willkürlichen Preispolitik eines Herstellers abhängig ist.

Ach ja: ein Update von Plesk auf VirtualMin geht nicht, genauso wenig wie das zu einem anderen Panel hin ginge. Die Software macht hierfür zu viele Änderungen im System und jedes Administrationspanel speichert seine Daten an unterschiedlichen Orten und hat auch so einige Besonderheiten, die einen einfachen Umstieg schwierig machen. Aber mit einer Parallelbereitstellung von 2 Servern und schrittweisen Umzug war das alles kein großes Problem.

Snom-IP Telefon an der FritzBox anmelden

Ich habe mit meiner FritzBox zwar mehrere schnurlose FritzFons verbunden, aber ganz wollte ich auch jetzt auf den Komfort eines richtigen, kabelgebundenen Telefons nicht verzichten. Meine Wahl fiel auf eine Snom 300, das man bei EBay schon um die 30 EUR herum bekommt. Die folgende Anleitung funktioniert aber auch bei ähnlichen Snom-Telefonen.

Die Konfiguration des Telefons an der FritzBox ist zwar relativ einfach, allerdings muss man hier wissen, was man wo und wie einstellen muss.

Zunächst muss man in der FritzBox ein neues Telefonie-Gerät anlegen – Typ ist hier IP-Telefon.

Wichtig sind hier der Benutzername und das Kennwort. Die Anmeldung aus dem Internet sollte man nur dann erlauben, wenn man das auch wirklich braucht. Für ein IP-Telefon hinter der Fritz Box ist das nicht erforderlich und sollte somit aus Sicherheitsgründen deaktiviert bleiben.

Auf der Webkonfig des Snom-Telefons sollte man nun erstmal Allgemeine Dinge wie Sprache, Klingelton, Telefonbuch usw. konfigurieren. Infos hierzu gibt das Snom-Wiki her. Danach geht man auf den Punkt „Idendität 1“ und hinterlegt hier die Daten wie unten im Bild zu sehen.

Im wesentlichen wars das auch schon mit den Einstellungen.

Stellt sich noch die Frage: Warum sollte man hier die Verbindung zur FritzBox aufbauen und nicht direkt zum SIP-Anbieter wie z.B. Sipgate? Nun – relativ einfach: Wenn man noch weitere Telefone an der FritzBox angemeldet hat, meldet sich die Fritz Box beim Anbieter an und es klingeln alle parallel und man kann vom einen Telefon zum anderen intern telefonieren.