WhatsApp Account löschen – so gehts richtig!

Gründe seinen WhatsApp-Account zu löschen gibt es viele. Einer davon wäre Datenschutz und Zusammenarbeit mit Facebook. Aber wie macht man es richtig? Wer denkt es reicht die App einfach zu löschen: Falsch! Dann ist die App zwar nicht mehr auf dem Handy, aber Dinge wie Chatverlauf, Profilbild und Status liegen nach wie vor am Server von WhatsApp und können dort wieder abgerufen werden. Außerdem sieht es für andere dann noch immer so aus, als würde man WhatsApp nutzen und man ist auch in den WhatsApp-Gruppen nach wie vor Mitglied.

Hier nun das richtige (erprobte) Vorgehen.

Zunächst öffnet man in der WhatsApp-App die Einstellungen und geht da auf „Account“.

Da gibt es dann den Punkt „Meinen Account löschen“.

Nun muss man seine Handynummer eingeben.

 

Nun wird man noch nach dem Grund gefragt, warum man seinen Account löschen will. Diese Angabe ist allerdings freiwillig.

Und jetzt ein letztes mal Bestätigen und schon ist man seinen WhatsApp-Account losl.

TeamSpeak 3 Server auf Linux vServer installieren

Genau wie am Client ist auch am Server die Windows-Ära bei mir jetzt langsam komplett vorüber. Es gibt noch genau 2 Anwendungen, die bisher unter Windows liefen: Teamspeak Server und mein Jabber-Server. Beide werde ich nun auf meinen Linux vServer installieren. Den Anfang macht TeamSpeak, den ich im folgenden auf einem Linux-Server installiere.

Grundsätzlich sollte man für alle Dienste die man auf einem Linux-Server installiert aus sicherheitsgründen immer einen eigenen User nehmen. Auf gar keinen Fall darf man sowas als root installieren. Also legen wir einen Userverzeichnis und einen User an mit:

root@srv:~# mkdir /home/ts3
root@srv:~# useradd -g users ts3 -d /home/ts3/

Nun vergeben wir dem User noch ein Passwort:

root@srv:~# passwd ts3
 Enter new password:
 Retype new password:
 passwd: password updated successfully

Und zu guter letzt muss nun der Benutzer noch Eigentümer seines Home-Verzeichnisses werden.

root@srv:~# chown ts3 /home/ts3/

Nun loggen wir uns am besten per ssh mit den Benutzerdaten unseres ts3-Users auf dem Server ein. Auf der Seite http://www.teamspeak.com/en/downloads#server findet sich der Download-Link der aktuellen Server-Sersion. Mit dem Kopieren-Icon kann man sich den Link zur aktuellsten Version in die Zwischenablage kopieren. Am Server muss man dann nur noch wget <kopierte Adresse> einfügen.

Mit

tar xfvj teamspeak3-server....tar.bz2

wird dann das Archiv entpackt. Nun wechseln wir mit cd in das Verzeichnis, das gerade durch das Entpacken angelegt wurde und starten den Server mit ./ts3server_minimal_runscript.sh

Wenn alles richtig läuft, müsste nun sowas hier kommen:

------------------------------------------------------------------
 I M P O R T A N T
------------------------------------------------------------------
 Server Query Admin Account created
 loginname= "serveradmin", password= "XXXX"
------------------------------------------------------------------

 I M P O R T A N T
------------------------------------------------------------------
 ServerAdmin privilege key created, please use it to gain
 serveradmin rights for your virtualserver. please
 also check the doc/privilegekey_guide.txt for details.

token=XXXXX
------------------------------------------------------------------

Die angezeigten Informationen sollte man nun am besten in einer Datei abspeichern, da wir diese später nochmal brauchen. Das Minimal-Runscript ist nicht für den dauerhaften Betrieb geeignet! Es läuft nur so lange, wie die SSH-Sitzung aktiv ist. Wird diese geschlossen, wird auch der Server beendet. Das ist natürlich nicht sinnvoll. Mit Strg + C beenden wir nun erstmal den TS3-Server.

Nun starten wir den Server erstmal „normal“:

-bash-4.2$ ./ts3server_startscript.sh start
Starting the TeamSpeak 3 server
TeamSpeak 3 server started, for details please view the log file

Und jetzt ist es auch an der Zeit, das wir uns erstmal den für unser Betriebssystem passenden TeamSpeak-Client von der Seite herunterladen:

http://www.teamspeak.com/en/downloads

Im TeamSpeak-Client verbinden wir uns mit „Verbindungen / Verbinden“ mit unserem Server. Entweder direkt auf die IP-Adresse, oder über einen schon gesetzten DNS-Eintrag, wie in meinem Beispiel.

Der erste der sich am Server einloggt wird nun gleich nach dem Server-Token gefragt, um Admin-Rechte zu bekommen. Hier trägt man das Token aus der Textdatei ein.

Wenn nun alles geklappt hat, sollte das ganze so aussehen.

Jetzt läuft zwar der Server, aber wir haben ein Problem: nach einem Server-Boot startet er nicht automatisch. Dies müssen wir nun noch anpassen. Nun loggen wir uns wieder als root am Server per ssh ein. Mit nano /etc/init.d/teamspeak3  erstellen wir nun eine Datei mit folgendem Inhalt:

#!/bin/sh
### BEGIN INIT INFO
# Provides: teamspeak3
# Required-Start: $local_fs $network
# Required-Stop: $local_fs $network
# Default-Start: 2 3 4 5
# Default-Stop: 0 1 6
# Description: Teamspeak 3 Server
### END INIT INFO


# INIT Script by www.SysADMINsLife.com
######################################
# Customize values for your needs: "User"; "DIR"

USER="ts3"
DIR="/home/ts3/teamspeak3-server_linux_amd64"
 
###### Teamspeak 3 server start/stop script ######
 
case "$1" in
start)
su $USER -c "${DIR}/ts3server_startscript.sh start"
;;
stop)
su $USER -c "${DIR}/ts3server_startscript.sh stop"
;;
restart)
su $USER -c "${DIR}/ts3server_startscript.sh restart"
;;
status)
su $USER -c "${DIR}/ts3server_startscript.sh status"
;;
*)
echo "Usage: {start|stop|restart|status}" >&2
exit 1
;;
esac
exit 0

Die beiden Variablen USER und DIR sind ggf. noch anzupassen. Und mit chmod 755 /etc/init.d/teamspeak3 machen wir das Startskript nun noch ausführbar.

Unter Debian & Co. aktiviert nun dieser Befehl den Autostart:

update-rc.d teamspeak3 defaults

Wenn man hingegen Redhat oder CentOS (wie ich hier) verwendet, dann hilft das hier weiter:

Dienst hinzufügen:

chkconfig --add teamspeak3

Anzeigen lassen:

chkconfig --list teamspeak3

Autostart aktivieren:

chkconfig teamspeak3 on

Nun ist es hilfreich, den Server mal zu booten, um zu testen ob das mit dem Autostart auch klappt.

 

Internet-Terminal mit Lubuntu einrichten

Auf einem Rechner, der in einem frei zugänglichen Bereich steht, war bisher als „Internet-Terminal“ ein Windows 10 installiert, welches nach jedem Update Probleme machte. Dieses durfte ich nun auf Lubuntu updaten.

Vorgaben waren:

  • Firefox als Browser soll automatisch starten
  • Bildschirmschoner soll erscheinen, Energiesparmodus muss aus sein
  • Automatische Anmeldung als Gast-Benutzer, somit Wiederherstellung aller Einstellungen nach Neustart
  • Administrierbarkeit per SSH
  • keine großen Probleme mit Updates

Zunächst habe ich als Linux-Distribution Lubuntu gewählt, einfach weil es einen sehr schlichten Desktop mitbringt, einfach anzupassen ist und nicht so viel unnötigen Ballast mitschleppt. Während der Installation habe ich mir einen Admin-Bediener angelegt, der später für SSH-Zugriffe und zum lokalen Administrieren benötigt wird. Den Autologin habe ich an der Stelle auf „Nein“ stehen, da später ja mit einem Gast-Bediener gearbeitet werden soll.

Nach der Installation habe ich zunächst einmal auf der grafischen Oberfläche die Spracheinstellungen geöffnet, damit Lubuntu fehlende Sprachpakete nachinstalliert. Ansonsten ist z.B. Firefox in Englisch.

Danach folgen diese Befehle:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install mc ssh net-tools
sudo apt-get remove light-locker apparmor

Die ersten beiden bringen erstmal das Linux und die Paketquellen auf den aktuellen Stand. Mit dem dritten installiere ich MidnightCommander (brauche ich immer), den SSH-Server und die net-tools, damit Befehle wie z.B. ifconfig funktionieren. Der letzte Befehl entfernt apparmor, weil der leider mit dem Gast-Bediener kollidiert und den Bidschirmschoner light-locker.

Wenn man light-locker deinstalliert, wird automatisch XScreensaver installiert, was wir dann im folgenden auch brauchen. Apparmor hat das Problem, das wenn der Gastbediener angemeldet wird, immer die Meldung „No session for pid XXX“ erscheint. Vermutlich kann man das auch hinbekommen, indem man den Apparmor richtig konfiguriert, aber das habe ich an der Stelle nicht gemacht.

Nun legen wir eine Datei /etc/lightdm/lightdm.conf mit folgendem Inhalt an:

[SeatDefaults]

autologin-guest=true

Hiermit wird automatisch der Gast-User beim Rechnerstart angemeldet. Wir bleiben noch als Admin angemeldet und konfigurieren nun den Firefox (z.B. Startseite), den Bildschirmschoner und die Energiespareinstellungen von xfce. Die Startkonfiguration die jedesmal nach der Anmeldung für den Gast-Benutzer verwendet wird, wird aus /etc/guest-session/skel/ in ein temporäres Profilverzeichnis kopiert. In das /etc/guest-session/skel/ müssen wir nun auch unsere „Wunschkonfiguration“ vom aktuellen Bediener reinkopieren. In meinem Beispiel wären das:

.xscreensaver -> Konfiguration vom Bildschirmschoner
.mozilla (Ordner) -> Konfiguration vom Firefox Browser
Schreibtisch (Ordner) -> Desktop-Icons
.config/xfce4/xfce-perchannel-xml/xfce4-power-manager.xml -> Energiespareinstellungen – hier habe ich eingestellt das der Rechner nicht in den Energiesparmodus geht.

Dann habe ich im Verzeichnis /etc/guest-session/skel/.config noch einen Ordner autostart angelegt und dort die Datei „firefox.desktop“ vom Schreibtisch reinkopiert, damit der Firefox automatisch gestartet wird. Außerdem habe ich im gleichen Ordner noch eine Datei „xscreensaver.desktop“ mit folgendem Inhalt angelegt:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=XScreensaver
Comment=Bildschirmschoner
GenericName=Bildschirmschoner
Exec=xscreensaver -nosplash
Terminal=false
X-MultipleArgs=false
Type=Application
Icon=xscreensaver

Hiermit wird dann der Dienst vom XScreensaver nach der Anmeldung gestartet, sonst funktioniert der Bildschirmschoner nicht.

Nun ist Zeit für einen Neustart und schon ist unser Internet-Rechner fertig…

Und ja – mir ist bewusst, das es dann noch einiges an der Konfig zu tun gibt, wenn man es benötigt. Zum Beispiel nicht benötigte Anwendungen ausblenden oder das Startmenü und den Desktop soweit eindampfen, das nur das was tatsächlich benötigt wird angezeigt wird. Für meinen Einsatzzweck hat es aber so gereicht.