macOS – Bootfähigen Installations-USB-Stick erstellen

Um mir nach einem Festplattentausch an meinem Mac das macOS wieder zu installieren, wollte ich einen bootfähigen USB-Stick erstellen, so wie man das halt auch von Windows oder Linux her kennt. Auf die schnelle stellte ich fest: so ganz trivial wie bei Windows mit dem Startmedien-Ersteller ist das hier leider nicht.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege:

  1. Über die Kommandozeile – das hat Apple im Support-Eintrag hier beschrieben: https://support.apple.com/de-de/HT201372
  2. Mit dem kostenlosen Tool „Diskmaker X“. Im Prinzip macht das Tool nichts anderes als was Apple in seinem Support-Eintrag beschrieben hat, allerdings mit einer für Einsteiger verständlichen, grafischen Oberfläche. Hier nun die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Zunächst laden wir uns Diskmaker X6 von http://diskmakerx.com/ herunter und installieren die App am Mac. Dann startet man am Mac den Appstore und wechselt in den Reiter „Gekaufte Artikel“. hier kann man sich nun mit der Schaltfläche „Laden“ das gewünschte MacOS Image herunterladen. Ich in meinem Fall wollte „OS X El Capitan“ – also 10.11. Das ganze geht aber mit 10.12 genau so.

Wenn es jetzt die gleiche Version ist, die man herunterladen will wie die die man bereits installiert hat, kommt diese Abfrage:

Mit „Weiter“ kann man dann das Installationprogramm herunteraladen. Keine Angst, die Installation die danach startet kann man problemlos abbrechen.

Jetzt sollte Mac OS herunterladen. Je nach Internetverbindung kann das auch etwas länger dauern. In meinem Fall gut 2 1/2 Stunden…

Ist der Download erledigt, startet das Installationsprogramm, das man über das Menü einfach beendet. Dann startet man Diskmaker X6.

Zunächst wird man gefragt, welche Mac OS-Version man installieren möchte. Man hat die Wahl zwischen Yosemite, El Capitan und Sierra.

Auf die nächste Frage kann man „Diese Version verwenden“ antworten, da wir ja soeben mac OS heruntergeladen haben.

Welche Art von Medium wollen Sie nutzen? Eine gute Frage. Nun – man braucht einen USB-Stick, der mindestens 8 GB groß ist. Wenn er größer ist, macht das aber auch nichts. Alternativ könnte man hier auch z.B. eine USB-Festplatte oder eine SD-Karte auswählen, aber das ist eher ein Sonderfall. Also einfach „Einen 8 GB USB-Stick“ auswählen.

Jetzt zeigt die App alle USB-Sticks an. Meiner hatte den unpassenden Namen „Untitled“ – darum darf ich den jetzt auch auswählen. Wichtig: alle Daten auf dem Stick werden überschrieben. Also bitte 3x kontrollieren, ob man das richtige Gerät ausgewählt hat.

Es kommt sogar nochmal eine Sicherheitsabfrage, die das erklärt:

Während der Diskmaker nun die Daten kopiert, erscheint oben rechts nur dieses unscheinbare Fenster. Ab und an tut sich auch mal für 1-2 Minuten nichts. Einfach Geduld, USB-Stick nicht rausziehen.

Wenn die Installation auf dem Stick fertig ist, kann man einfach auf „Beenden“ klicken und schon hat man einen funktionierenden, bootfähigen Installationsstick für Mac OS X. Am besten probiert man aber das booten vom Stick mal aus, bevor man ihn benötigt!

WordPress bringt Meldung „Ein automatisches Update konnte nicht beendet werden“

Seit einigen Tagen kommt in einer meiner WordPress-Installationen permanent die meldung „Ein automatisches Update konnte nicht beendet werden – Bitte starte die Aktualisierung jetzt erneut.“

Egal wie oft man da drauf klickt: diese Meldung geht nicht mehr weg. Das ganze trat auf, als der Server während einer Plugin-Aktualisierung Probleme mit der Internet-Anbindung hatte. Das problematische Plugin habe ich mitlerweile von Hand per FTP aktualisiert. Aber die Meldung blieb…

Die Lösung des Problems ist, wie so oft recht simpel: Im Wurzelverzeichnis der WordPress-Installation gibt es eine Datei „.maintenance“. Diese löscht man einfach und schon ist die Meldung weg…

SmartArt Objekte in LibreOffice?

LibreOffice ist gut. Aber zugegeben: manche (wenige) Dinge sind im Microsoft Office einfach schöner. Eines dieser Dinge sind die SmartArts, mit denen man z.B. in eine Präsentation sehr einfach ein schönes Schaubild integrieren kann.

Wenn man jetzt nicht gerade zu den absoluten Power-Usern gehört, die täglich so was benötigen, gibt es hier aber auch für LibreOffice eine Lösung. Am einfachsten lädt man sich das SmartArt Objects Workaround Template herunter und öffnet das mit LibreOffice. Es werden nun 213 verschiedene Grafikobjekte angezeigt. Das gewünschte einfach doppelt anklicken, dann in der Folienansicht markieren und über die Zwischenablage in die eigene Präsentation einfügen.

Mit einem Doppelklick auf die jeweiligen Texte kann man diese bearbeiten und auch z.B. die Farben der Grafiken kann man bei Bedarf noch anpassen. Ok – nicht die absolute Super-Lösung, aber um mal schnell eine Grafik zu bauen, reicht es alle mal.

 

ownCloud vs. Nextcloud – was bringt mir das?

Momentan spielt sich zwischen ownCloud und Nextcloud ähnliches ab wie damals zwischen OpenOffice und LibreOffice:

ownCloud war das ursprüngliche Projekt, aber aufgrund einiger Streitereien haben einige Entwickler das Handtuch geworfen und eine Abspaltung (=Fork) des Projekts gemacht. Den gibt es nun mit dem Namen „NextCloud“.

Im Gegensatz zur ownCloud bietet Nextcloud eine etwas schönere Oberfläche, Unterstützung von WebRTC, Branding, anonyme Uploads, Passwortrichtlinien, Integration der Online-Office-Lösung „Collabora Online“ und noch ein paar Dinge, die es bei ownCloud nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Version gab.

Das Upgrade von ownCloud zu Nexcloud verlief erstaunlich problemlos. Ein paar Kleinigkeiten sollte man aber beachten:

Ich habe von ownCloud 9.1.4 upgedated. Zunächst habe ich meine ownCloud in den Wartungsmodus (Maintenance-Mode) versetzt und Datenbank sowie Daten gesichert. Dann löscht man alle Dateien und Verzeichnisse, außer dem config und dem data-Verzeichnis. Jetzt überträgt man die „neue“ Version. Beim Upgrade von ownCloud zu Nextcloud ist es wichtig, das man nicht von ownCloud direkt zur aktuellsten Version von Nextcloud upgraden darf. Der Migrationspfad ist

ownCloud 9.1.x -> Nextcloud 10.0.4 -> Nextcloud 11.x

Aber zunächst habe ich mal die Nextcloud 10.0 hochgeladen, den Wartungsmodus in der config wieder entfernt und dann das Upgrade über den Aufruf der Startseite im Browser gestartet. Alternativ kann man das auch mit dem CLI-Utility der Nextcloud machen, was aber nur bei größeren Instanzen nötig ist.

Beim Upgrade von Nextcloud 10.0.4 auf Nextcloud 11.x darf man dann obige Schritte noch einmal wiederholen.

Wenn dann alles geklappt hat, steht der Nutzung der Nextcloud nichts mehr im Wege. Die Clients auf den Windows-, Linux- und Mac-Rechnern kann man von ownCloud auf Nextcloud updaten, muss man aber nicht, da die jeweils „anderen“ kompatibel sind. Ich habe es gemacht.

Nutzt man die ownCloud per WebDAV aus iPad-Apps, ändert sich nichts.

Hier ein Blick auf die neue Oberfläche:

Mozilla Firefox – automatische Updates verhindern

Dieser Tipp ist jetzt weniger für zu Hause gedacht. Aber gerade in Firmen kommt es vor, das man eine Anwendung mit einer bestimmten Browserversion testet und verhindern will, das automatische Updates der Anwendung durch den Anwender dazwischenkommen und mit Pech alles lahmlegen.

Das habe ich nun für den Mozilla Firefox benötigt. Hier wollte ich alle automatischen Updates verhindern.

Am einfachsten geht das, indem man in die Adresszeile „about:config“ eintippt und die Meldung bestätigt.

Nun ändert man folgende Einträge auf folgende Werte ab:

app.update.auto = false
browser.search.update = false
app.update.enabled = false
extensions.update.enabled = false
extensions.update.notifyUser = false

Nun einfach den Tab schließen und Firefox neu starten.

Nun gibt es aber immer noch die Möglichkeit, das der Anwender über den „Über“-Dialog manuell ein Update startet. Aber auch hierfür gibt es eine ganz einfach Lösung.

Zunächst sucht man nach dem Profil-Ordner von Firefox. Im Profile-Ordner legt man einen Ordner „chrome“ an, sofern der noch nicht vorhanden ist.

Darin legt man eine Datei „userCrome.css“ an, die folgenden Inhalt haben muss:

@namespace url(„http://www.mozilla.org/keymaster/gatekeeper/there.is.only.xul“);

@-moz-document url-prefix(„chrome://browser/content/aboutDialog.xul“) {

#updateBox {
display: none
}
}

Danach Firefox einfach neu starten und schon ist die Update-Schaltfläche im Versions-Dialog verschwunden.

Mozilla Firefox – rechte Maustaste bringt Menü über dem gewünschten Menü

Der Betreff beschreibt recht „komisch“, was ich hiermit eigentlich sagen will. Seit einiger Zeit nutze ich zur Netzwerküberwachung das webbasierte Tool „prtg“. Hier wird im Browser viel mit der rechten Maustaste gearbeitet. An einem Rechner mit Firefox wird nun über das gewünschte Kontext-Menü, welches die Webseite liefert immer das Standard-Firefox-Menü drübergelegt, was die Seite dann unbedienbar macht. Das sieht dann so aus:

Das ganze ist aber recht einfach zu beheben, wenn man weiß an welcher Stelle man das anfassen muss. Zunächst gibt man in der Adresszeile vom Firefox  about:config  ein und bestätigt die Meldung, das man wirklich vorsichtig sein wird. In die Suchzeile oben gibt man nun „dom.ev“ ein und wählt dann in der Trefferliste den Eintrag „dom.event.contextmenu.enabled“ aus. Mit einem Doppelklick stellt man den auf „true“, damit es dann so aussieht wie hier im Screenshot.

Jetzt kann man das Konfig-Fenster wieder schließen und ab sofort funktioniert die rechte Maustaste auf den entsprechenden Webseiten ohne eine Überblendung des Firefox-Menüs.

 

HP-Notebook meldet nach Speicheraufrüstung: Memory incompatible (2E3)

Nach einer Aufrüstung des Arbeitsspeichers von 4 GB auf 8 GB meldete ein neueres HP-Notebook beim Rechnerstart: Memory incompatible (2E3).

Eigentlich war ich mir sicher, das ich die richtigen Speichermodule reingesteckt habe. Das Notebook verwendete DDR3-1600er Module in SO-DIMM-Bauweise. Und genau das habe ich installiert.

Dann habe ich mir nochmal das Originalmodul genauer angeschaut. Obwohl das optisch und auch von den Daten her gleich ist, handelt es sich beim Original um „Low Voltage“-Speicher.

Low Voltage wird vor allem bei Notebooks oder stromsparenden Rechnern eingesetzt, da hier mit niedrigerer Spannung entsprechend Energie gespart werden kann, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Steckt man nun normalen Speicher rein, kann das zwar funktionieren, aber er wird mit einer zu niedrigen Spannung betrieben und kann somit instabil laufen.

Die Lösung war dann auch ganze einfach: kaum hatte ich das richtige Speichermodul in Low Voltage-Bauweise reingesteckt, schon war die Meldung verschwunden. Was lerne ich daraus: Auch wenn ein Speichermodul optisch gleich aussieht und die Werte augenscheinlich passen, kann es doch noch einen Unterschied geben – also Augen auf beim Speicherkauf.