Produkttest: Max ELV Heizungssteuerung

Es ist nun 3 Jahre her, als ich zum Entschluss kam: eine vernünftige Heizungssteuerung muss her. Öfters waren wir mal unterwegs und es wäre schön gewesen, wenn man einzelne Heizkörper im Haus von Unterwegs hätte steuern können. Unsere Wahl fiel auf das Max-Heizungssteuerungs-System von ELV. Nach der nun schon längeren Betriebszeit, kann ich das ganze nun auch gut beurteilen.

Produktfoto von ELV

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme gestaltete sich einfach: zunächst wurde der Max Cube in Betrieb genommen. Das ist quasi das Element, welches das Funksystem mit dem LAN verbindet. Die Konfiguration gestaltete sich mit der mitgelieferten Java-Software, die im Browser läuft sehr einfach. Das ganze funktioniert unter Windows und am Mac und mit etwas Bastelei wohl auch unter Linux (nicht selbst getestet). Am Cube werden nun die Thermostate, Wandthermostate, Eco-Schalter und Türkontakte sowie Funksteckdosen angelernt. Auch das genau wie der Tausch der Thermostate: danke verständlicher Anleitung problemlos.

Funktion

Zur Nutzung am lokalen Rechner kann man die schon erwähnte Konfigurationssoftware verwenden. Die Java-Software startet am Rechner und mit dem Webbrowser greift man dann darauf zu. Warum der Cube nicht direkt ein Webinterface bereitstellt, ist mir schleierhaft. Steuerbefehle werden hier meist in wenigen Sekunden umgesetzt. Nun kann man über die Software auch das Max Portal freischalten. Hier kann man dann über eine Webseite beim Hersteller oder per Smartphone-App die Heizung verwalten. Steuerbefehle dauern hier bis zu 3 Minuten. Wenn… naja… wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Es gab Zeiten, da hatte das Portal regelmäßig Ausfälle und auch heute hakt es ab und an nochmal. Die Hotline ist dann leider keine große Hilfe. Die SmartPhone-App ist nicht so toll – da aber weiter unten mehr dazu.

Komponenten

Zur sinnvollen Nutzung braucht man einen Cube als Schnittstelle zum LAN, dann mindestens 1 Heizkörperthermostat. Wenn man mehrere Heizkörper in einem Raum hat, geht das auch, dann braucht man logischerweise pro Heizkörper ein Thermostat. In größeren Räumen wie Wohnzimmer habe ich dann noch einen Türsensor, der beim Lüften die Heizkörper abschaltet. Und damit man nicht immer zum einstellen der Temperatur aufstehen muss, empfiehlt sich ein Wandthermostat. Mit dem Eco-Taster kann man alle Heizkörper beim Verlassen des Hauses in den Eco-Modus bringen. Den hätte ich mir sparen können, da das ganze schöne über die Zeitsteuerung geht – zumindest wenn man wie ich einen ziemlich regelmäßigen Tagesablauf hat. Dann gibt es noch eine schaltbare Steckdose. Damit kann man sowohl Elektroheizungen steuern, als auch eine Zeitschaltung für die Umwälzpumpe für das Warmwasser realisieren. Letzteres habe ich damit gemacht.

Der Cube steht bei mir im 1. OG, von wo aus alle Thermostate im 2. OG, 1. OG und EG sowie die Steckdose im Keller problemlos erreicht werden können. Soll heißen: Die Funkreichweite ist in Ordnung.

Oberfläche der Max-Anwendung

Schwachstellen

Leider hat das System einige Schwachstellen. Zunächst mal verstehe ich nach wie vor nicht, warum der Cube kein Webinterface hat, sondern über den Weg eines Portals und einer lokalen Java-App genutzt werden muss. Über die Java-Anwendung kommen auch Firmware-Updates für den Cube, womit ich mir mal einen Cube zerstört habe. Eine gleichzeitige Nutzung von lokaler Java-Anwendung und Steuerung übers Portal ist nicht möglich. Bei Räumen ohne Raumthermostat wird leider nicht die aktuelle Raumtemperatur angezeigt, obwohl das Heizungsthermostat die ja kennen müsste.

Die iOS-App ist einfach nur schlecht. Ab und an passiert beim Ändern der Temperatur einfach nichts. In einer alten App-Version hat man die Temperatur eingestellt und musste auf „Senden“ klicken. In der neuen Version stellt man nur noch die Temperatur ein, und muss hoffen das irgendwas passiert. Oft klappt es, aber leider nicht immer. Wir haben es uns nun schon angewöhnt, nach 5 Minuten nochmal in die App zu schauen. Echt umständlich. Am iPad sieht die App zwar gut aus, aber wenn man wie ich die Rotationssperre des iPads auf Querformat hat, wird die App aus unverständlichen Gründen immer im Hochformat angezeigt. Und dann das schlimmste: die iPhone-App ist keine 64 Bit-App. Damit wird, sobald die Max-App geladen wird, das 32 Bit-Subsystem am iPhone geladen und somit das ganze Gerät unnötig verlangsamt. Seit iOS 10 bekommt man hier sogar einen Hinweis. Diesen Mangel könnte der Hersteller (wenn er denn wollte) leicht beheben, da die gleiche App aus dem Hause eq3 (das ist der Hersteller des Systems) sehr wohl 64 Bit unterstützt, aber die von ELV leider nicht.

Max ELV verlangsamt das iPhone

Und dann gibt es noch ein Problem: 2 Heizkörperthermostate haben in der letzten Zeit den Geist aufgegeben. Beide mit dem gleichen Fehler: Dreht man am Drehrad, sprang die Temperatur unkontrollierbar hoch und runter, anstatt einfach in 0,5 Grad Schritten in die passende Richtung zu gehen.

Fazit

Mein Fazit ist durchwachsen. Die Hardware ist ganz ok für den Preis, der Cube und die Steuerung des Cubes ist nicht mehr zeitgemäß, genauso wie das Konzept eines zentralen Portals. Die Software und insbesondere die iOS App sind absolut schlecht.

Insgesamt werde ich das System zwar behalten, aber ich werde mich mal damit befassen, ob ich das ganz per Raspberry Pi und FHEM steuern kann. Das es grundsätzlich geht habe ich im entsprechenden Forum schon gelesen. Dann fliegt halt der Cube, aber der Rest kann bleiben. Und dann ist man auch von einem zentralen Portalbetreiber unabhängig.

Nachtrag 07.01.2017

Seit wenigen Tagen gibt es ein Update der iOS-App. Jetzt unterstützt die wenigstens mal den zeitgemäßen 64-Bit-Modus. Das aber auch erst, nachdem im ELV-Forum unzählige Anwender nachgefragt haben. An sich hat die App bei meinen wenigen Versuchen in den letzten Tagen funktioniert. Aber ob das auch zuverlässig ist, werde ich erst in ein paar Wochen beurteile können.

macOS – Standardprogramm für Dateityp ändern

Unter Windows kann man „einfach“ auf „Datei öffnen mit“ gehen, dann eine andere Anwendung z.B. für JPG oder PNG-Bilder auswählen, den Haken bei „als Standard-Anwendung“ setzen und schon ist die entsprechende Anwendung als Standard für einen Dateityp gewählt.

Wo ist das aber am Mac zu finden? Eigentlich ganz einfach: eine entsprechende Datei mit der rechten Maustaste (oder Control + Maustaste) anklicken und „Informationen“ im Kontext-Menü auswählen. Im Bereich „Öffnen mit“ wählt man nun einfach das passende Programm aus und geht dann unten auf „Alle ändern“.

Die Sicherheitsabfrage die noch kommt bestätigen und schon werden alle Dateien mit der gleichen Endung wie die gewählte mit der neuen Standard-Anwendung geöffnet. Bei Grafiken schwöre ich z.B. auf XnViewMP, da ich hier schön durch Verzeichnisse blättern kann und auch ein paar einfache Bearbeitungsfunktionen direkt starten kann, was in der Vorschau vom Mac nicht so schön geht.

Piwik 3.0 aktualisiert Charts seit Update nicht mehr

Für die Analyse von Webseiten-Zugriffen gibt es ein super-tolles, kostenloses Tool: Piwik. Kurz vor Weihnachten ist hier die neue Version Piwik 3.0.0 erschienen und ich musste natürlich sofort updaten. Das Update klappte scheinbar reibungslos und die neue Oberfläche gefällt mir von der Optik her. Also alles gut? Leider nein! Am nächsten Tag stellte ich fest, das zwar noch Zugriffe auf meine Seiten protokolliert wurden, aber die ganzen Charts die das grafisch anzeigten, seit dem Update nicht mehr aktualisiert wurden. Für die (relativ einfache) Lösung musste ich etwas länger suchen.

Zunächst habe ich manuell den Befehl ./piwik/console core:archive  eingegeben. Dieser sollte eigentlich die Charts aktualisieren und hat das bisher auch immer zuverlässig gemacht.

Aber nun kommt nur noch die Fehlermeldung, das mein Webserver PHP 5.4 nutzt, was nicht mehr unterstützt wird. Stimmt aber nur teilweise: Mein Webserver wird mit Plesk verwaltet und ich kann pro Webspace wählen, welche PHP-Version genutzt werden soll. Für Piwik nutze ich so PHP 7.1. Aber wenn nun cron den Befehl console core:archive aufruft, wird die Standard PHP-Version des Betriebssystems genutzt – und das ist das alte PHP 5.4.

Die Lösung ist nun, das man console mit einer neueren PHP-Version startet. Bei meinem Server mit Plesk liegen die einzelnen PHP-Versionen unter /opt/plesk/php

Der Befehl in cron muss also so aussehen:

/opt/plesk/php/7.1/bin/php /var/www/vhosts/xyz/piwik/console core:archive > /dev/null 2>&1

Und schon werden auch die Grafiken wieder aktualisiert…

Gibt man den neuen Befehl (ohne das > /dev/null 2>&1) in der SSH-Shell ein, sieht es auch schon deutlich besser aus:

Apple Mail – spezielle Ordner festlegen

Früher war es in Apple Mail ganz einfach, einen speziellen Ordner für Gesendete Mails, Archiv, SPAM oder Papierkorb festzulegen: man klickte den Ordner an und wählte im Menü „dieses Postfach verwenden für…“ aus. Bis El Capitan ging das so, aber jetzt unter macOS Sierra suchte ich die Funktion vergebens an der gewohnten Stelle.

Hier ist sie „versteckt“: in AppleMail auf „Mail / Einstellungen“, dann den entsprechenden Account auswählen und dort auf die Registerkarte „Postfachverhalten“. Hier kann man nun wie früher jeden Ordner festlegen. Es ist nämlich schlecht, wenn das iPhone gesendete Mails im Ordner „Sent“ ablegt, der Mac dagegen in „Sent Messages“.

Hat man die Ordner hier wieder vereinheitlicht, kann man noch evtl. fehlerhaft einsortierte Mails verschieben und dann den falschen Ordner löschen.

MS Excel / LibreOffice Calc – maximal Zeilen- und Spaltenanzahl und Beschränkungen

Kürzlich kam die Frage auf: wie viele Zeilen bzw. Spalten kann MS Excel, und wie sieht es mit LibreOffice Calc aus. Hier die Zusammenfassung meiner Recherche:

MS Excel 2003

Zeilen: 65.536
Spalten: 256
Zeichen pro Zelle: 32.767
Anzahl Arbeitsblätter: 65.531

MS Excel 2007-2016

nur wenn die Datei als XLSX gespeichert wurde. Im XLS-Format gelten die Werte von Excel 2003.
Zeilen: 1.048.576
Spalten: 16.384
Zeichen pro Zelle: 32.767
Anzahl Arbeitsblätter: keine Begrenzung – nur durch RAM begrenzt

LibreOffice Calc 4.4.2 bis 5.2.x

Zeilen: 1.048.576
Spalten: 1.024
Zeichen pro Zelle: 32.767
Anzahl Arbeitsblätter: 1.024

Windows – Richtung des Scrollrades ändern

Am Mac geht das Scrollrad (bzw. die Scrollfläche der MagicMouse) genau anders herum als das am Windows PC der Fall ist. Das hängt vermutlich damit zusammen, das hier die gewohnte Scrollbewegung vom iPad einfach auf die Maus abgebildet wurde. Prinzipiell finde ich die Scrollrichtung vom Mac vertrauter. Am Mac könnte man die Richtung der von Windows anpassen. Umgekehrt gibt es leider keine einfach Möglichkeit. Aber es gibt natürlich auch hier eine Lösung:

Zunächst muss man sich im Gerätemanager die Geräteklassen-GUID der verwendeten Maus anzeigen lassen.

In der Registry sucht man dann (per regedit) nach dieser GUID. Mann sollte dann bei einem Unterschlüssel von HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Enum\HID\…. landen.

 

Den entsprechenden Eintrag klappt man dann einfach auf. Darunter gibt es den Eintrag „Device Parameters“. Darin befindet sich ein Eintrag „FlipFlowwheel“ mit dem Wert 0. Diesen Wert ändert man einfach auf 1. Dann wiederholt man die Suche nach der GUID – bei mir waren insgesamt 3 Schlüssel zu ändern.

Nach einem abschließenden Neustart verhält sich das Mausrad nun genau andersherum als vor dieser Änderung. Zurückändern ist an der Stelle in der Registry natürlich auch jederzeit möglich.

Bei den Synaptics Touchpads funktioniert es nach meiner Erfahrung leider nicht immer. An einem älteren PC hat es geklappt, an einem neueren nicht. Vermute das liegt hier an den Treiberversionen, aber da mir das nur für das Mausrad wichtig war, habe ich das nicht mehr weiter verfolgt.

macOS – Automatische Rechtschreibkorrektur abschalten

Es macht mich krank – ich kann das 10-Finger-System sehr gut, aber wenn ich am Mac einen längeren Text tippe, kommt nie das raus, was ich eingetippt habe. Warum? Nun, die automatische Rechtschreibkorrektur hat meine Eingaben verschlimmbessert.

Somit: Die Funktion muss weg, und zwar sofort. Das ganze geht recht einfach:

Oben links aufs Apfel-Menü / Systemeinstellungen / Tastatur

Dann auf der Registerkarte „Text“ die obersten 3 Optionen ausschalten. Und schon kommt das an, was man auch eingibt. Die Typografische Interpunktion, die man hier auch ausschalten könnte, finde ich wiederrum ganz praktisch. Die darf auf meinem Mac an bleiben.

macOS – Autostart von Programmen

An meinem Mac möchte ich, das die App „Lightshot“ immer automatisch mitgestartet wird. Unter Windows ganz einfach – man erstellt im Autostart-Ordner eine Verknüpfung. Am Mac sucht man diese Funktion erstmal vergeblich. Wenn man aber weiß wo man suchen muss, ist es auch hier ganz einfach:

Oben aufs Apfel-Menü / Systemeinstellungen / Benutzer und Gruppen

Beim eigenen Benutzer kann man die gewünschte App dann unter „Anmeldeobjekte“ hinzufügen, und schon wird die für den eigenen Benutzer nach jeder Anmeldung gestartet.

Phishing-Mail – Sichern Sie Ihr Konto zeitgemäß ab…

Kürzlich habe ich die untenstehende Mail bekommen. Absender „Ihre Volksbank Raiffeisenbank“. Im Text steht ziemlich viel Unsinn, aber diesmal in recht gutem Deutsch. Und richtig geraten: wer hier ein sicheres TAN-Verfahren festlegt, der gibt seine Zugangsdaten und sein Geld an jemanden anders… Nicht gut. Darum: diese Mail und alles was ähnlich aussieht (auch von anderen Banken oder Firmen) gleich löschen. Keinesfalls auf den Link klicken, da auch wenn man nichts eingibt, durchaus Sicherheitslücken am eigenen PC genutzt werden könnten.

TeamViewer Portable – Einstellungen trotzdem speichern

Zur Fernwartung nutze ich gerne die Portable Version von TeamViewer. Leider kann man da die Einstellungen nicht speichern. In der Datei teamviewer.ini kann man zwar den Eintrag „nosave=1“ (ohne Anführungszeichen) setzen, dann werden Einstellungen gespeichert, allerdings in die Registry des Rechners. Wirklich portabel ist das ganze dann nicht. Nach einiger Suche fand ich die Lösung:

In der Datei teamviewer.ini setzt man folgende Einträge:

nosave=1

importsettings=1

Dann startet man TeamViewer und ändert die Einstellungen so ab, wie man sie gerne haben will. In den Erweiterten Einstellungen gibt es ganz unten den Punkt „Exporteinstellungen für TeamViewer Portable“. Damit exportiert man sich die aktuellen Einstellungen. Die Datei muss dann tv.ini heißen und im gleichen Verzeichnis wie der Teamviewer gespeichert werden. Ergebnis: Diese Einstellungen bleiben dann erhalten.