Plesk – Regelmäßiger Dump der mySQL-Datenbanken in ein Verzeichnis – Teil 2

Hier habe ich erklärt, wie man alle mySQL-Datenbanken z.B. per Cronjob regelmäßig in ein Verzeichnis exportiert. Das klappte auch prima bis zu dem Moment, als ich auf mySQL 5.6 upgedated habe. Seitdem bekomme ich immer wenn der Cronjob läuft eine Mail mit diesem Inhalt:

Warning: Using a password on the command line interface can be insecure.

Das ganze ist natürlich nervig, darum musste eine Lösung her. Zunächst mal habe ich das Skript geringfügig geändert. Statt Benutzernamen steht jetzt hier nur noch –login-path=local

#!/bin/bash
for db in $(mysql --login-path=local -e 'show databases' -s --skip-column-names); do
if [[ "$db" != *schema* && "$db" != *phpmyadmin* && "$db" != "event" && "$db" != "psa" && "$db" != "mysql" ]]; then
mysqldump --login-path=local $db | bzip2 -c > /root/backup/mysql/$db.sql.bz2
fi
done

Nur das Skript alleine reicht aber noch nicht – jetzt muss man noch mit dem Befehl mysql_config_editor den Zugriff für einen Benutzer einrichten. Unter Plesk bietet sich hier der Admin-User an, oder man legt extra einen hierfür an.

mysql_config_editor set --login-path=local --host=localhost --user=admin --password

Wenn der Befehl nicht ausgeführt werden kann, muss man eventuell vorher noch den mySQL-Config-Editor nachinstallieren. Das erledigt dann der Befehl:

apt-get install libmysqlclient-dev

Und schon gibt es wieder eine regelmäßige Sicherung der Datenbanken!

Cowdfunding – das One Dollar Board – Teil 2

Crowdfunding ist eine interessante Möglichkeit für Startup-Unternehmen, ihre Projekte zu finanzieren. Kürzlich bin ich auf der Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ auf ein interessantes Projekt gestoßen: Das 1 US-Dollar Mikrocontroller Board.

Nachzulesen ist der Artikel hier. Leider sind die 50.000 USD nicht zusammengekommen und somit wurde das Projekt über Indigogo auch nicht finanziert. Aber jetzt gibt es ein neues Indigogo-Projekt – diesmal ist die Funding-Schwelle bei nur 5.000 USD und somit absolut erreichbar.

Das Projekt gibts hier bei Indigogo.

Das neue Board sieht dem alten sehr ähnlich, soll aber einzige zusätzliche Lötfelder für diverse Chips bekommen. Dank WiFi-Modul wird es dann auch für mich interessant 🙂

onedollarboard

Linux und Windows parallel installiert – Problem mit der Uhrzeit

Auf einem Netbook habe ich Windows und Ubuntu-Linux parallel installiert. Soweit kein Problem, man kann beim booten auswählen was man starten will und standardmäßig wird Ubuntu gestartet. Wenn man nun aber Windows startet, hinkt die Uhrzeit 1 Stunde im Winter bzw. 2 Stunden im Sommer hinterher. Das Problem hängt damit zusammen, das unter Linux die Rechneruhr immer auf der Universalzeit UTC läuft, unter Windows dagegen hat sie die lokale Uhrzeit der eigenen Zeitzone.

Das ganze kann man sehr einfach beheben. Hierzu startet man unter Windows mit dem Befehl „regedit“ den Regisstrierungs-Editor. Dort legt man dann den Schlüssel

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\TimeZoneInformation\RealTimeIsUniversal

als DWORD (32 Bit) an und weist ihm den Wert 1 zu. Das ganze sollte dann so wie im Screenshot unten aussehen. Nach einem Neustart von Windows passt dann die Uhrzeit sowohl und Linux als auch unter Windows.

Es gäbe theoretisch noch den anderen Weg, das man das Problem unter Linux angeht. Der empfiehlt sich aber nicht, da hierdurch bei Zeitumstellungen Probleme auftreten können.

RegEdit-Timezone

Vernünftiges Bildanzeige-Programm für alle Betriebssysteme – XnView MP

Unter Windows verwendete ich früher immer IrfanView, um meine Fotos anzuzeigen. Das war praktisch, da man viel mit der Tastatur machen konnte und wenn man z.B. im Ordner der Urlaubsfotos eines geöffnet hatte, konnte man mit den Pfeiltasten durchblättern. Außerdem konnte man auch einfachste Bearbeitungen wie Bilder drehen direkt aus dem Programm erledigen.

Jetzt bin ich zum Mac gewechselt und habe auch einen Rechner mit Linux hier. Gerade am Mac nervt mich die Anwendung „Vorschau“: das blättern durch viele Bilder in einem Ordner ist nervig. Und bearbeiten kann man damit schonmal gar nichts. Eine sinnvolle Lösung musste her.

Am Ende bin ich dann bei XnView MP gelandet. Das Programm kann man hier kostenlos herunterladen. Kostenlos aber nur für private Nutzung. Für gewerbliche Nutzer fallen bis zu 26 EUR pro Lizenz an, gestaffelt nach gekaufter Lizenzanzahl. Die Anwendung gibt es für den Mac, für Linux und auch für Windows.

Über die Icons oben kann man die wichtigsten Dinge wie Baumansicht, rein- und rauszoomen, zum nächsten bzw. vorherigen Bild wechseln oder Bilder drehen durchführen. Das alles funktioniert sehr schnell und XnView kommt mit über 500 Grafikformaten klar, wobei ich eigentlich nur eine handvoll benötige.

Die Einstellungen sind anfangs für mich nicht ganz optimal gewählt. So startet das Programm beim Start über eine Datei immer im Vollbild, was mich extrem stört. Aber das und einige andere Kleinigkeiten kann man in den sehr umfangreichen Einstellungen ändern. Ein Blick in die Einstellungen lohnt sich, bevor man das Programm frustriert entfernt, da man hier sehr viele Dinge individuell anpassen kann.

xnview-screenshot

FritzBox – was tun bei instabiler DSL-Verbindung

Da habe ich nun von der Telekom das Produkt „Pseudo-DSL 16000“. Warum Pseudo? Nun – weil ich 16.000 zahle und aus der Leitung kommen 12.000. Aber damit nicht genug: Wenn man sich mit der immensen Leitungsgeschwindigkeit im DSL-Ghetto dann mal ein Streaming-Video anschaut kommt schnell die Ernüchterung: warum bricht das alle 20 Minuten ab. Warum läuft Internet-Radio nie stabil?

Beim Blick in die Logs meiner Fritz-Box ist mir dann aufgefallen, das sehr häufig Einträge wie der rot markierte drinnen standen. „DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung). Wenn man zu dem Zeitpunkt auf die Fritz Box schaut, blinkt dann auch das DSL-Licht.

DSL-Sync

Die Abhilfe ist relativ einfach. Man geht an seiner FritzBox auf den Bereich „Internet / DSL-Informationen / Störsicherheit“. Hier kann man dann die Regler vorsichtig etwas nach links bewegen. Hier ist ausprobieren angesagt. Das Motto sollte lauten: so weit nach links wie nötig, so weit rechts wie möglich. Je weiter die Regler stehen, desto langsamer wird die (meist ohnehin schon langsame) DSL-Verbindung. Aber lieber eine stabile Verbindung mit DSL 9000 als eine instabile mit DSL 12.000.

Mit den gezeigten Einstellungen läuft meine Box mit Werten zwischen 9.500 und 10.000 relativ stabil. Wenn ich alles auf „maximale Performance“ stelle, habe ich zwar DSL 12.000 aber dafür auch 10 und mehr Unterbrechungen am Tag, was so nicht geht.

DSL-Sync2

Unabhängig davon bleibt aber meine Forderung: Liebe Telekom – ihr müsst leistungsabhängig bezahlt werden. Ich Zahle ca. 35 EUR für einen DSL 16.000 Anschluß und bekomme nur DSL 10.000 stabil geliefert. Also stehen euch eigentlich nur 21,88 EUR zu. Genau das wird dann auch der Grund sein, warum ich mich sobald der Glasfaserausbau im Ort fertig ist von euch verabschiede und zu M-Net wechseln werde. Danke – die Zeit mit euch war nicht immer schön…