Back to the roots – Amiga auf dem Mac emulieren

Nach dem C64 ging es für mich dann nicht etwa mit einem DOS- oder Windows-PC weiter, sondern ich landete beim Amiga. Der Amiga bot für die damalige Zeit ein modernes 3,5 Zoll Diskettenlaufwerk und war grafikfähig, im Gegensatz zu den DOS-PCs, die meistens noch rein textbasiert waren.

Ich hatte damals einen Amiga 600 HD, mit sagenhaften 1 MB RAM und einer 40 MB Festplatte (richtig gelesen: Megabyte!). Den Amiga habe ich noch heute im Keller, da es für mich ein absolutes Kult-Gerät ist. Aber gerne hätte ich mal wieder mein alte Workbench-Oberfläche am Mac. Workbench ist quasi das Betriebssystem des Amiga.

Auch hier habe ich mich intensiv im Internet informiert und bin dann beim Emulator FS-UAE angekommen. Herunterladen, entpacken und im Programm-Ordner installiert und nichts geht… Naja – man benötigt noch zwei Dinge:

  1. Ein Kickstart ROM. Das kann man entweder legal mit der Amiga Forever CD erwerben, oder man lädt es sich hier herunter. Da ich einen echten Amiga besitze und auch die Amiga Forever CD irgendwo im Schrank ist, stellt das kein Problem dar. Ein anderer Weg wäre, das ROM von einem echten Amiga auf den PC zu übertragen, was aber nicht ganz einfach ist.
  2.  Ein Disketten-Image als ADF-Datei. Ich hatte hier zum Glück die Workbench als ADF, so das ich gleich loslegen konnte.

Im Emulator legt man sich dann ein Profil an, in dem ADF, eventuell Festplatten-Image und Kickstart sowie die Rechnerkonfig (Joystick, Maus, Arbeitsspeicher, Grafikkarte usw.) definiert sind und startet das dann.

Wenn alles glatt läuft, sollte das in etwa so aussehen:

fs-uae-screen

In dem Screenshot ist die Workbench, also die Oberfläche des Amiga zu sehen und rechts die Uhr, welche eine der berühmtesten Amiga-Anwendungen war. Auch Spiele laufen in der Emulation natürlich.

Jetzt wieder die Frage: welcher Praxisnutzen liegt vor? Nun – am Amiga habe ich wirklich gearbeitet: ich hatte damals die Textverarbeitung „Textomat“ von Databecker, die Datenbanksoftware „Datamat“ auch von Databecker und eine Tabellenkalkulation im Einsatz. Programmiert habe ich damals mit CanDo (einer grafischen Programierumgebung), AmigaE und AMOS (einer Basic-Sprache für den Amiga). Aus dieser Zeit habe ich noch viele Disketten und an diese Daten möchte ich gerne wieder ran. Dazu benötige ich aber erstmal eine auf meinem Mac funktionierende Amiga-Umgebung.

Back to the roots – C64 auf dem Mac emulieren

Meine erste Berührung mit Computern hatte ich mit dem C64. Das ganze war ein sehr prägendes Ereignis, das sich auf meine Jobwahl und mein restliches Leben auswirken sollte, auch wenn die erste Berührung mit dem C64er damit bestand, Summergames und Wintergames darauf zu spielen. Wirklich kreative Anwendungen (im Sinne von Programmieren) folgten dann erst später. Falls Du nicht weißt, was ein C64 er ist, empfehle ich diesen Wikipedia-Artikel. Kurz zusammengefasst ist es der bekannteste 8 Bit-Heimcomputer, der sagenhafte 64 Kilobyte Speicher hatte. Nicht Megabyte oder Gigabyte, nein – ich rede von Kilobyte!

Da ich hauptsächlich am Mac arbeite, gestaltete sich die Suche nach einem C64-Emulator etwas schwieriger. Ich landete auf vielen alten Seiten. Am Ende fand ich 2 aktuellere Projekte:

VirtualC64 – Das ist das aktuellere von beiden Programmen, sieht optisch sehr ansprechend aus. Leider ist einer meiner Macs noch vor Baujahr 2012 und unterstützt Metal noch nicht. Somit läuft darauf diese Anwendung nicht. Um VirtualC64 zum laufen zu bekommen, muss man sich hier die ROMs herunterladen und nach dem Start von VirtualC64 auf das Programmfenster ziehen.

VICE – Dieses Programm kenne ich noch von Windows her. Neben Windows und DOS gibt es VICE auch für zahlreiche andere Plattformen, von OS/2 über Linux bis hin zum Mac. Die aktuellste Version ist von 2012, also schon etwas älter. Aber das hielt mich nicht davon ab, es unter Mac OS X El Capitan zu installieren. Ich wählte die mit dem Clang-Compiler erstellte Version. Im Programm-Verzeichnis vom Mac legt man am besten einen Ordner „VICE“ an und kopiert den Inhalt vom DMG einfach da rein. Ein richtiger Installer ist leider nicht dabei, aber ich denke das bekommt man so auch recht einfach hin. Nach der Installation einfach x64 im VICE-Verzeichnis starten und schon kann das C64-Feeling beginnen. Mit dem Menüpunkt „File / Attach Disk Image / Unit 8“ kann man ein virtuelles Disketten-Image „einlegen“.

Zum testen konnte ich es mir nahtürlich nicht nehmen, die damals beliebten Winter Games zu starten. Nach einer Ladezeit, die der vom Original C64 entsprach…

wintergames1

Startete dann auch das Spiel „WinterGames“ 🙂

Unglaublich – das ganze fühlt sich wie eine Zeitreise an. Welchen Nutzen hat es? Nun – wegen den Spielen eigentlich keinen. Aber ich hatte noch einige Disketten mit Daten und Programmen aus der Zeit. Die habe ich irgendwann mal in Diskettenimage-Dateien konvertiert. Und jetzt kann ich die wieder nutzen 😉

OpenSource: Mindmaps mit FreeMind

Mindmaps kann man entweder mit kostenpflichtiger und teilweise teurer bzw. nur als Abo erhältlicher Software erstellen, oder man greift auf das kostenlose Freemind zurück. Freemind kann man kostenlos hier herunterladen. Neben Windows und Linux ist es auch für den Mac erhältlich. Da es eine Java-Anwendung ist, ist sie weitgehend plattformunabhängig. Seit Anfang Februar ist neben der stabilen Version auch eine Version 1.1.0 Beta2 verfügbar. Diese habe ich mir mal näher angesehen.

Mindmaps können mit Freemind ähnlich einfach und grafisch schön gestaltet werden, wie es im kommerziellen Programmen der Fall ist.

freemind-Screenshot

Schön ist auch die Möglichkeit, einzelne Zweige der Mindmap mit Erinnerungen zu verknüpfen, so das man gleich einen Projektplan erstellen kann. Im Gegensatz zum weit verbreiteten MindJet MindManager kann man damit leider keine Gantt-Diagramme erstellen, was momentan noch ein echter Nachteil ist.

freemind3

Fazit: Wer einfach nur eine Mindmap erstellen muss, für den ist FreeMind eine brauchbare Anwendung. Neben dem Preis (kostenlos) ist auch die Plattformunabhängigkeit ein großer Vorteil.