Facebook-Account dauerhaft löschen – so gehts!

Fast jeder ist bei Facebook angemeldet, aber wenn man dann seinen Account löschen will, steht man vor dem Problem: Wie geht das? Fest steht auf alle Fälle, das eine Anmeldung schneller geht als eine Löschung.

Grundsätzlich gibt es in Facebook zwei Möglichkeiten der Account-Löschung

Konto deaktivieren
Etwas versteckt findet man in Facebook die Möglichkeit, sein Konto zu deaktivieren. Hierzu klickt man oben rechts auf „Konto / Kontoeinstellungen / Sicherheit“. Relativ weit unten auf der Seite befindet sich ein Link „Konto deaktivieren“. Im folgenden kann man die Deaktivierung noch begründen – muss aber nicht.
Hiermit wird das Konto nur vorübergehend deaktiviert. Ab diesem Zeitpunk bekommt man keine Status-Updates von Freunden und auch keine Mails von Facebook. Das Konto kann man aber selbst jederzeit wieder aktivieren – hierzu loggt man sich einfach mit den Facebook-Zugangsdaten wieder ein.

Konto dauerhaft löschen
Ein Konto endgültig zu löschen ist schon schwieriger, da Facebook nur sehr ungern Mitglieder verliert. Das ist wohl auch der Grund, warum man hier keinen Link in den Einstellungen findet. Tief in der Hilfe versteckt findet man aber schon was. Zunächst geht man auf diesen Link:
https://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account
Mit einem Klick auf „Absenden“ wird die Löschung bei Facebook beauftragt. Der Löschvorgang dauert ca. 14 Tage. In dieser Zeit darf man sich auf keinen Fall bei Facebook wieder einloggen, da ansonsten die Löschung als Fehler gewertet wird und zurückgezogen wird. Facebook löscht nach ca. 14 Tagen alle Daten, Foto und Sonstiges. Was nicht gelöscht wird sind Fotos bei Freunden, die auf einen selbst verweisen. Hier hilft es nur, mit dem Einsteller der Fotos Kontakt aufzunehmen.

Zugriff auf SMTP-Server zum testen per Kommandozeile / telnet

Zu Diagnosezwecken ist es häufig sinnvoll, sich direkt per Kommandozeile von Hand mit einem SMTP-Mailserver zu verbinden. Da die Befehle etwas kryptisch sind, hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung.

An der Kommandozeile den Befehl   Telnet SERVERNAME 25

Vom Server kommt dann i.d.R. eine Meldung in der Form zurück:

220 SERVERNAME ESMTP Service …
oder
Connected to SERVER, Escape character is…

Eine einfache Mail kann man dann so versenden:

EHLO test.beispiel.de
MAIL FROM:<ABSENDERADRESSE>
RCPT TO:<EMPFÄNGERADRESSE>
DATA
Subject: Betreff
{ENTER}
Dies ist der Text der Mail.
{ENTER}
.
QUIT

 

Info: Nach MAIL FROM und RCPT TO ist die Mailadresse auch jeweils in spitze Klammern zu schreiben! Also z.B. MAIL FROM:<uiuiui@nulloioioioi23434.de>

DOS-Programme heute noch laufen lassen

Es gibt sie noch vereinzelt, die alten guten DOS-Programme. Doch was macht man, wenn man sie noch aus irgendwelchen Gründen nutzen muss? Gründe wären z.B. das man an die Daten ran muss, die in einer alten DOS-Anwendung gespeichert sind, oder weil man aus sentimentalen Gründen ein gutes altes DOS-Spiel mal wieder spielen möchte.

Nun – die Lösung ist recht einfach:

Zunächst laden wir uns die kostenlose Anwendung DOSBox von www.dosbox.com herunter und installieren sie. DOSBox gibt es für Mac OS X, Linux, Windows und einige andere Betriebssysteme. Nach dem Start der Anwendung wird man von einem altbekannten DOS-Fenster begrüßt.

dosbox1

Auch wenn das wie DOS aussieht und auch (fast) so funktioniert, ist es doch nur eine Emulation. Daher hat dieses Fenster zunächst auch keinen Zugriff auf die echten Laufwerke des PCs. Ich habe mein altes DOS-Programm nun in den Ordner C:\DOSPRG kopiert. Mit dem Befehl

mount c c:\dosprg

bindet die DOSBox dieses Verzeichnis als Laufwerk C: ein.

Am Mac lautet der entsprechende Befehl dann z.B. mount c /users/thomas/dosprg

Da das tippen mit der englischen Tastaturbelegung etwas mühselig ist, bietet es sich an, vorher noch

keyb gr

einzutippen. Das schaltet die Tastatur auf Deutsch um. Achtung – eigentlich muss man kezb gr eigeben, da das y und das z vertauscht sind.

dosbox2

Nun kann das Programm gestartet werden. Da sich nicht jeder mit dem guten alten DOS auskennt, hier der Reihe nach: Der Prompt – also der Text links vom blinkenden Cursor zeigt mit Z:\> an, das wir uns auf Laufwerk Z: befinden. Mit der Eingabe von C: wechseln wir zunächst auf das Laufwerk C:.

Mit dem Befehl DIR kann man sich den Inhalt des jeweiligen Verzeichnisses anzeigen lassen. Mit cd zomba wechsele ich ins Verzeichnis „Zomba“, von wo aus ich dann die lesen.exe mit dem entsprechenden Befehl starte.

Mehr Befehle braucht man schon nicht zu kennen, um eine alte DOS-Anwendung starten zu können.

dosbox3

 

Und schon ist es geschafft und die uralte DOS-Anwendung tut klaglos ihren Dienst.

Aber einige Einschränkungen gibt es: wenn ein Programm z.B. bestimmte Hardware erfordert oder Drucken will, gibt es Probleme. Hier hilft einfach nur ausprobieren.

 

Anonym im Internet surfen mit Tor-Browser

torconnectWarum anony surfen – ich habe doch nichts zu verbergen, oder? Nun… Nein! Freiheit ist ein sehr wichtiges Grundrecht. Und Spionage und Überwachung ist etwas, das wir in unserer Welt nicht akzeptieren dürfen. Je mehr Personen einen Anonymisierungs-Dienst nutzen, desto aufwändiger, teurer und uninteressanter wird die Massenüberwachung.

Damit wir auch diese Freiheit im digitalen Raum haben, bietet sich der Tor-Browser an. Ihn gibt es für MacOS X, Linux und Windows.

Direkt beim Start baut er eine verbindung zum Anonymisierungsnetzwerk Tor auf.

Surfe ich nun wirklich anonym? Prinzipiell ja, aber einige Dinge sollte man natürlich beachten:

  • Seiten die einen Login erfordern oder anbieten (Google, Facebook usw.) sind dann natürlich nicht anonym, da man ab da wieder verfolgt werden kann. Logisch – man hat sich jetzt ja ausgewiesen und seine Identität bekannt gegeben.
  • Kein BitTorrent über Tor nutzen
  • Vorsicht mit den Suchmaschinen. Google empfehle ich hier nicht. Lieber das mitgelieferte Disconnect nutzen.
  • HTTPS statt HTTP verwenden, wann immer das möglich ist (Browserplugin HTTPS-Everywhere empfohlen)
  • Keine Browserplugins in den Tor-Browser installieren
  • Vorsicht bei Webmaildiensten
  • Heruntergeladene Dokumente (Word, HTML usw.) erst öffnen, wenn man wieder Offline ist. Je nach Dokument kann das ggf. verfolgt werden.

Eine gute Aufstellung dieser Privacy-Hinweise findet man hier.

Hier noch ein Screenshot des Tor-Browsers. Da es sich hierbei um einen modifizierten Firefox-Browser handelt, sieht der sehr vertraut aus und ist somit auch für Einsteiger keine wirklich Herausforderung.

tor-browser

Ultimate Boot CD oder anderes ISO Image bootfähig auf USB-Stick

Gestern habe ich die Ultimate Boot CD vorgestellt. Was macht man nun aber an Rechnern ohne CD-Laufwerk? Richtig: man bootet direkt von einem USB-Stick. Ein ISO-Image bekommt man auf verschiedenste Wege auf einen USB-Stick. Der grafisch schönste und einfachste Weg ist das Tool UNetbootin, das kostenlose hier heruntergeladen werden kann. Das Tool gibt es für Mac, Linux und Windows.

Der Ablauf ist ganz einfach: ISO herunterladen, USB-Stick einstecken, UNetbootin starten, unten das USB-Laufwerk auswählen und die ISO-Datei in das entsprechende Feld eintragen. Dann einfach OK drücken und dann dauert es etwas. Danach kann dann von dem Stick gebootet werden.

Noch ein Tipp: Hat man sich einen USB-Stick mit der ISO der Ultimate Boot CD erstellt, kann man auch noch eigene ISO-Dateien oder Floppy-Disk-Images einbinden. Das geht so: das Image einfach in den Ordner ubcd/custom auf den Stick kopieren. Dann die Datei custom.cfg im gleichen Ordner öffnen und dort den entsprechenden Eintrag hinzufügen. Wie die Einträge aussehen müssen, steht hier.

Das bietet sich an, um z.B. eine BIOS-Update-CD zu booten, ohne einen Rohling zu verschwenden. Einige Image booten so aber nicht – z.B. ein komplettes Ubuntu-Linux. Hier muss man dann einen eigenen USB-Stick mit UNetbootin erstellen.

unetbootin

Hardware-Diagnose mit der Ultimate Boot CD

Immer wieder benötigt man zur Fehlersuche Tool, mit denen man seine Computerhardware auf korrekte Funktion überprüfen kann. Startet ein Rechner nicht mehr, oder stürzt er häufig ab, helfen Hardware-Diagnosetools wieder Speicherdiagnose oder Festplatten-Prüfprogramme weiter. Natürlich kann man sich diese Programme einzeln herunterladen, aber das ist extrem mühevoll. Schneller und einfacher geht es mit der Ultimate Boot CD. Das ISO-Image kann man sich hier kostenlos herunterladen. Das dann auf eine CD gebrannt und davon gebootet und schon zeigt der Rechner ein Auswahlmenü aus, in dem man verschiedenste Tool starten kann.

Im Bereich „Memory“ kann ich das Speicherprüfprogramm „Memtest 86+“ sehr empfehlen. Wird hier ein Fehler erkannt, so ist der Arbeitsspeicher im Rechner defekt. Im Bereich „HDD“ gibt es verschiedenste Festplattenprüfprogramme, je nach Hersteller das passende wählen, aber auch Programme um eine Festplatte sicher zu löschen (Sanitize). Also Vorsicht – vorher lesen!

Diese CD ist meine klare Empfehlung, um Hardwareprobleme sicher zu diagnotizieren.

ubcd-screen

Umgang mit Spam-Telefonaten – Teil 2 – FritzBox Sperrlisten

Im letzten Blog-Eintrag habe ich den Umgang mit einzelnen, besonders hartnäckigen Anrufern erklärt.

Heute geht es mir um die universelle Lösung. Am liebsten wäre es mir, wenn die Anrufe gar nicht bei mir landen würden und ich es einfach gar nicht mitbekommen würde. Ein Arbeitskollege gab mir den Tipp, ich solle mir doch die Tellows-Scoreliste für die Fritz Box herunteladen. Die Listen kosten einmalig 19,95 EUR. Es gibt eine Liste mit Score 7 und eine mit Score 8-9.

In der Fritz Box legt man nun 2 neue Telefonbücher an und importiert die beiden Listen da rein. Eines geht leider nicht, da die maximale Anzahl an Einträgen im Telefonbuch sonst überschritten wird. Wenn man schon dabei ist, kann man auch noch eine „eigene Sperrliste“ anlegen.

In den Einstellungen zur Rufbehandlung muss man nun nur noch sagen, das alle Anrufe aus dem Telefonbuch gesperrt werden sollen (siehe Screenshot). Und schon hat man Ruhe vor CallCentern, Gewinnspielversprechen, aufdringlichen Angeboten und ist am Telefon nur noch für die wirklich wichtigen Personen wie Geschäftspartner, Familie und Freunde erreichbar.

Klar – die Mitarbeiter in CallCentern verdienen ihr Geld mit solchen Anrufen. Das will ich gar nicht verurteilen. Aber mich kosten sie Zeit und Geld und wenn man nicht aufpasst und mal auf ein unseriöses Angebot hereinfällt, dann ist das mehr als ärgerlich. Dies ist für mich auch der Hauptgrund, warum ich niemals am Telefon irgendetwas kaufen würde. Wenn dann werde ich aktiv, oder ich will die Unterlagen / Infos schriftlich haben…

rufbehandlung

 

Umgang mit Spam-Telefonaten – Teil 1 – Telefonpaul

banner_300_100Langsam sind diese Spam-Anrufe einfach nicht mehr zu ertragen. Seit meine Telefonnummer im Telefonbuch steht (das war ein Fehler) bekomme ich mehr oder weniger regelmäßig interessante Anrufe: mein Telefonanbieter sei zu teuer, ich könne mit Strom und Versicherungen viel Geld sparen, ich habe mehrere Reisen, ein Auto und ein Pferd gewonnen. Eigentlich ein Traum, nur leider ist das meiste davon nur Abzocke und kostet mich enorm Zeit.

Grund genug, nach einer Lösung zu suchen.

Hier nun die Lösung für einzelne, extrem nervige Zeitgenossen: in der FritzBox kann man in den Telefonieeinstellungen eine Rufumleitung für bestimmte Rufnummern einrichten. Wenn diese Anrufen, dann leite ich sie einfach an den lieben Telefonpaul weiter. Der nutzt eine normale Festnetznummer und somit kostet es mich keinen Cent extra.

Alle Info und die Nummer findest Du auf www.telefonpaul.de

Und im nächsten Blog-Eintrag dann die Lösung für die „allgemeinen“ Spam-Anrufe…

Hibiscus – die kostenlose Onlinebanking-Anwendung

hibiscusSeit meinem Mac-Umstieg war ich auf der Suche nach einer Onlinebanking-Anwendung für den Mac. So wirklich begeistern konnte mich aber keine der Mac-Anwendungen, da mir die einen Programme zu teuer waren, bei anderen wieder das Problem bestand, das sie pro Rechner lizenziert werden müssen, oder nicht unter Linux laufen.

Mein Traum: eine Anwenung, die auf allen Betriebssystemen läuft und auf einen zentralen Datenbestand zugreift, der hier auf dem NAS liegt.

Mein Traum wurde wahr! Und zwar mit Hibiscus. Die Oberlfäche dieser plattformunabhängigen, da in Java programmierten Onlinebanking-Anwendung sieht zwar sehr schlicht und am Anfang ungewohnt aus. Mit etwas Übung findert man sich darin aber sehr schnell zurecht. Neben dem PIN/TAN-Verfahren werden auch alle anderen Zugangsmedien wie Chipkarte oder Schlüsseldatei unterstützt. Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Adressbuch, Datenimport und Export in verschiedenen Formaten, Umsatzanzeige und Auswertungen – das alles ist kein Problem.

Außerdem gibt es noch weitere Plugins: jVerein – die Vereinsverwaltung und Jollina – ein Lohnbuchhaltungsprogramm. Diese habe ich aber nicht getestet.

Wer auf der Suche nach eine schnellen, einfachen, plattformübergreifenden und kostenlosen HBCI-Onlinebankingsoftware ist, kann sich Hibiscus mal ansehen. Wie bei allen OpenSource-Projekten freut sich der Programmierer natürlich über Spenden.